Dienstag, 2. Mai 2017

Jasmin Schreiber hat keine Angst vor dem Feminismus (Edition F)


Zwar hatte ich den Artikel damals schon kommentiert, jedoch war mir grade danach, dazu auch mal was für diejenigen zu schreiben, die den Artikel auch noch gut gefunden hätten... Edition F-mäßiger Artikel eben. Raushauen, egal ob gut recherchiert oder nicht. 


Das Prinzip des Feminismus ist eigentlich ganz einfach: Alle Menschen, ob Männer oder Frauen, sollen genau die gleichen Rechte haben.
Später soll diese Aussage um eine unbestimmte Zahl an Geschlechtern erweitert werden... 

Worum es im Feminismus nicht geht: Frauen sollen mehr Privilegien als Männer haben 
Nun ja, das ist so eine Sache mit dem „sollen“ und „tatsächlich“ haben.

Ganz am Anfang will ich direkt ein paar Sachen klarstellen: Feministinnen sind keine männerhassenden, sexuell frustrierten und wütenden Kampfweiber. 
Was ist mit Feministen? Gibt es nur weibliche? Über den Rest kann man sich definitiv streiten. 
Und Feministen sind keine Weicheier, die mit ihrer Freundin synchron menstruieren. 
Aber um Menstruation geht es ja doch sehr oft. Meist sinnbefreit natürlich. 
Sinnbefreit deshalb, da es mir lediglich ein Rätsel ist, warum so viel über ein eigentlich selbstverständliches Thema gesprochen werden muss. Es ist kein Tabuthema.  

Dennoch: Kaum eine politische Bewegung wird so stigmatisiert wie der Feminismus. Und falls ihr jetzt denkt, dass nur Männer Stellung dagegen beziehen: falsch gedacht. 
Ich sehe den Feminismus nicht als politische Bewegung, sondern lediglich als "wirres" Gedankenkonstrukt, denn der heutige Feminismus hat kaum oder keine politisch ernstzunehmenden Inhalte. Ein „Nein heißt nein“ ist jedenfalls kein politischer Erfolg, wenn man diesen als solchen verbuchen mag. Vor Feminismus würde ich aber noch Rechtsradikalismus und Links als stärker stigmatisiert nennen. Erstes zu Recht. 

Widmen wir uns doch noch einmal kurz der Definition und damit der Frage, was Feminismus eigentlich bedeutet. Auf Wikipedia findet man diese Definition… 
Geil. Wikipediadefinitonen. Bitte mehr davon. Oder am besten gleich Tumblr… 


In deren Verständnis geht es dabei lediglich um Ampelmännchen, Sprache und Leute, die sich morgens beim Aufstehen überlegen: „Och eigentlich könnte ich jetzt mal mein Geschlecht ändern“. 
Wenn man behauptet, es gäbe 76 oder mehr Geschlechter, dann kann ich Birgit Kelle sehr gut verstehen. Und wenn Birgit Kelle auf den Pay Gap-Mythos verweist, dann erst recht. 

So weit, so absurd. Wenn man jedoch das eigentliche Wesen des Feminismus betrachtet – also einfach gleiche Chancen und Möglichkeiten für alle(!) Geschlechter – da frage ich mich schon, wie man dagegen sein kann. 
Schön verdreht und zurechtgebogen. Es geht gar nicht darum, gegen Gleichstellung/-berechtigung zu sein. Man ist nicht automatisch gegen Gleichberechtigung, wenn man gegen den heutigen Feminismus ist. 

Es gibt sogar richtige groß aufgeblasene Aktionen, wie zum Beispiel "Women Against Feminism". Ja, so habe ich auch geguckt. 
Nun ja, das sind deren persönliche Erfahrungen und Ansichten. Das dann „aufgeblasen“ zu nennen, wäre ganz schön anmaßend. 

Puh, Lady. Nichts verstanden. 
Natürlich. Nur die Autorin hat verstanden. Hat den Feminismus, dessen Definition und deren Inhalte für sich gepachtet. Nichts neues. 

Feministinnen haben ebenfalls eigene Meinungen. 
Meinungen gebildet - worauf? 

Und: Feministinnen fühlen sich nicht als Opfer. 
Also ich lese sehr oft, Feministinnen fühlten sich als Opfer des Sexismus, des Patriarchats (lol), sind Catcall-Opfer, der Misogynie und Erwartungshaltungen der Gesellschaft (Ideale). 

Wir möchten keine Männer abwerten…
Ouuuh, na wenn das auch Ihre Geschlechtsgenossinnen der Edition F so sehen würden. Oder Suzie Grime oder die Kolleginnen der Edition F. Oder zahlreiche Instagrammer(innen). 

Dass in gewissen Sachen einfach nicht mehr zwischen Mann und Frau unterschieden wird. 
Das wird ewig Bestandteil unserer menschlichen Kultur sein. Feminist(inn)en klagen das ja immer gerne an, liefern aber keine konkreten Lösungsvorschläge, wie sie das denn beseitigen wollen. 

Das geht im Job in Punkto Bezahlung und Verantwortung los…
Falsch. 

…gesellschaftliche Leben (Stichwort: Übersexualisierung der Frau, Sexismus und Co.).
Genau. Nur die Frauen. Und nur die Frauen. Niemand sonst. 

Feminismus bedeutet nicht, …Kaffeebecher mit "Male Tears" zu sammeln und sich komplett mit Körperbehaarung zuwuchern zu lassen. 
Male Tears und Behaarung finden aber dennoch im Namen des Feminismus sehr zahlreich statt. 
Übrigens: definition of male tears ;) 

Und auch ich kriege die Krise, wenn ich Alice Schwarzer sehe – eben weil ich sie tatsächlich im Verdacht habe, eine männerfeindliche Einstellungen zu haben. 
Während sie früher irre wichtig für die Frauenbewegung war, schadet sie ihr mittlerweile eher durch ihre veralteten und abwertenden Ansichten.
Klar, erst ebnet sie die den Weg für Frauen und wenn das dann erreicht ist, dann wird es links liegengelassen. 

Es gibt viele Menschen die der Meinung sind, dass wir keinen Feminismus mehr brauchen. 
Völlig legitim, oder? 

Dass die Frauen schon gleichgestellt sind. 
Richtig. 

Die Patriarchie gilt als abgeschafft… 
Vorsicht, mansplainende Triggerwarnung: 
Pa·t·ri·ar·cha̱t
Substantiv [das] 

Wieso gibt es immer noch die berühmt berüchtigte Gehaltslücke (Gender Pay Gap)?
Gibt es nicht. Siehe oben... 

Und wieso wird erwartet, dass die Frau nach der Geburt zu Hause bleibt? 
Wer erwartet das? Wieviele sind das? Woher stammt diese Information? Wie kann man so eine pauschalisierende und nicht haltbare Aussage dazu treffen? 

Dass sie nach der Heirat den Namen des Mannes annimmt?
Nochmal: wer erwartet das konkret? Und wieviele? Und woher weiß man das? 

Dass die Frau nach einer Trennung ganz selbstverständlich die Kinder nimmt, und wenn diese aus Gründen, die uns mal gar nichts angehen, beim Vater bleiben, die Frau als Rabenmutter oder kalt und herzlos gilt? 
Siehe beide Aussagen zuvor… 

Wieso ist das Sexualstrafrecht so lasch?
Gegenfrage: was daran ist zu lasch? Was konkret würde das Sexualstrafrecht verbessern? 

Wieso gab es damals Abgeordnete der Bundesregierung, die gegen die Gesetzesänderung stimmten, Vergewaltigung in der Ehe strafbar zu machen?
Wann damals? Eine genaue Zeitangabe wäre hier hilfreich gewesen. Nehmen wir aber einmal das Jahr 1997 her, da dies der letzte belegbare Zeitpunkt ist, an dem gegen einen solchen Paragraphen gestimmt wurde. Die Autorin hat leider, wie in den Punkten zuvor und danach versäumt, eine angemessene Recherche durchzuführen. Gerne möchte ich zu einer Klärung der Frage helfen. 
Die Protokolle der entsprechenden Sitzung sagt folgendes: 





Terre Des Femme haben das Verfahren letztendlich in die Wege geleitet. Keine Netz-/Hetzfeministinnen. 
Warum haben die Leute so abgestimmt? Haben sie gegen ein Gesetz gestimmt, weil sie die Formulierung für problematisch hielten? Weil es ihnen nicht weit genug ging? Haben sie für ein Gesetz gestimmt, weil sie einen Kuhhandel eingegangen sind? Und im selben Jahr wurde dieser Paragraph dann doch ins Gesetzbuch gefasst, dies war auch abzusehen und ja, notwendig. Auch interessant ist, das der ein oder andere Politiker von damals noch heute in der Politik sitzt. Gerngeschehen, 

Wieso werden Frauen beschuldigt, an Vergewaltigungen Mitschuld zu haben (zu sexy Kleidung, nachts allein nach Hause laufen, es sich vor dem Sex anders überlegen, obwohl man den Typen schon heiß gemacht hat)?
Wer sagt das? Die Gesellschaft? Wenn ja, wieviele? Die ermittelnde Staatsanwaltschaft? Die Polizei? Richter/in? Wohl kaum. Ich könnte mir das vor allem beim Täter vorstellen. Hier ist aber wohl hoffentlich ersichtlich, dass dieser die Tat um jeden Preis relativieren möchte. 

Wieso gibt es noch so viel sexuelle Belästigung im Job?
Weder Frauen noch Männer haben das Recht, ihre Kolleg(inn)en sexuell zu belästigen. Da sind wir uns alle einig, hoffe ich. 

Und so viel Glück ich habe, hier als selbstbestimmte Frau in Deutschland leben und diesen Blogbeitrag schreiben zu können…
Das geht deinen Kolleginnen genauso. Was das Patriarchat so alles möglich macht… (Vorsicht, Sarkasmus!)

…gibt es Millionen Frauen auf der Welt, die das nicht können. 
Und der Beitrag der Autorin dazu sieht jetzt WIE aus? Blogeinträge in Bangladesch auf deutsch? 

Unerwünschte Mädchen werden nach der Geburt getötet, jeden Tag stehen Kinderbräute vor Altären und heiraten fremde, ältere Männer, irgendwo werden gerade tausende schreiende Mädchen festgehalten, während ihnen ihre Genitalien rituell beschnitten und damit verstümmelt werden. 
Nicht zu vergessen, alle Männlichen Babys, die gegen ihren Willen beschnitten werden. Die zu Kindersoldaten verheizt werden. Natürlich nicht der Rede wert. 

Männliche Familienmitglieder bestimmen, wie sie reden, mit wem sie reden, was sie anziehen und wohin sie gehen. Und in vielen Ländern gilt die Geburt eines Mädchens regelrecht als Schande. Man schaue nur nach China.
In der Tat. Zum ersten Mal stimme ich zu. 

Männer, Frauen und auch andere Geschlechter 
Welche anderen? Es gibt nur zwei. Hier und hier ist das näher und schnell erklärt. 

Wenn man so privilegiert lebt wie wir, vergisst man oft das Gesamtbild. … Es mag kleinlich wirken, ein Luxusproblem. 
Oh ja, das tut es.  

Wieso wird da so ein Politikum draus gemacht, statt zu sagen: Cool, dann gibt es eben auch Ampelfrauen. Wo ist das Problem dabei, wenn es dieses veraltete 
Ich habe noch NIE gehört oder gesehen, dass jemand bewusst sagt: „Das Signal ist männlich.“

Jeden Tag werden Menschen wegen ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert. 
Richtig. Weltweit. Aber was hat das speziell mit Feminismus zu tun und was möchte der Feminismus genau dagegen unternehmen?  

Ja, das Gendern der Sprache hat mich zu Beginn auch verwirrt. Wenn ich darüber nachdenke, sehe ich, dass es mir schwerfällt, weil es so ungewohnt ist. Einen „echten“ Grund gibt es nicht. 
War das jetzt Einsicht, dass das Unsinn ist?

Nun, Sprache ist ein Werkzeug. Schauen wir uns Hitlers politische Reden und Pamphlete an sehen wir, wie gezielt er Sprache benutzt hat, 
Ok, an diesem Punkt musste ich überspringen… zu fern von der Realität. Es besteht kein Zusammenhang zwischen der rhetorischen Qualität Adolf Hitlers und der feministischen Rhetorik. Ich hoffe, der Autorin wird klar, dass ein Adolf Hitler Lügen und Hetzreden gehalten hat. Soll das ernsthaft mit ge-genderten Sprache verglichen werden? Bitte um nähere Erklärung. 

Als die Emma nach dem German Wings-Absturz eine Frauenquote im Cockpit forderte, dachte ich auch nur: „Oh mein Gott“. 
Das dachte nach dem Abschnitt ehrlich gesagt auch.

Wir Feministinnen sind eigenständig denkende Menschen. 
Mmmh… eigenständig denkend und offenbar schlecht recherchierend. Das widerspricht sich. Wer eigenständig denkt und nicht die selben Phrasen und Floskeln verwendet, der sollte in der Lage sein, nachzuschlagen und seine Punkte entweder zu verifzieren oder falsifizieren. 

…finde ich das genau so scheiße wie Nicht-Feministen und -Feministinnen. 
Naja, wie schön, dass jeder seine Meinung haben darf, ohne, dass das gehatet wird, oder? :) 

Ganz wunderbar finde ich hier ein Zitat von Svenja Gräfen...
…danke, nein. Keiner der genannten Aktivistinnen hat bisher auch nur einen haltbaren Beitrag geleistet, den alle als Erfolg verbuchen können. 

Feminismus und Gleichberechtigung sind Themen, die uns alle angehen. 
Artikel 3, GG, Abs. 2 

Auch Männer leiden unter dem Druck der Stereotypien. Männer weinen nicht. Männer müssen im Job 150 Prozent geben und wenn ein Mann lieber zu Hause bei den Kids bleibt, statt Karriere zu machen, gilt er als Versager. Jungs spielen nicht mit Puppen. Die Liste ist endlos. 
Und wieder diese Behauptungen? Aus welcher Sicht spricht die Autorin? Als Frau für Männer etwa? Suzie Grime hätte jetzt in etwa gesagt: 
„…wenn Männer bei Frauenproblemen mitreden, obwohl sie keine Vagina haben.“
Ein lesenswerter Artikel des Doktoranten zum Thema "Toxic Masculinity". 

Dem Feminismus geht es um Freiheit für alle Geschlechter… 
Mann, Frau. 2 Geschlechter. 

Mittwoch, 26. April 2017

Das Nuf



Artikel: Das Nuf

"Wie bekomme ich jetzt den Bogen zum eigentlichen Thema?
Ich bezeichne mich heute mit fast 42 ohne mit der Wimper zu zucken als Feministin.
Wie bin ich da eigentlich gelandet?" 
Ich bezeichne mich mit seit 17 Jahren (jetzt 37) als egalitär. Ohne Wimpernzucken. Aber wie bin ich da bloß gelandet? 

"Ich hatte es immer gut. Keine Probleme in der Schule, nicht im Studium, nicht mit dem Arbeitgeber. Ich hatte fast kostenlose Kinderbetreuung ab 12 Monaten, konnte problemlos Elternzeit nehmen und in den selben Job zurückkehren und dass obwohl ich in einem männerdominierten Feld gearbeitet habe und noch arbeite." 
Es erstaunt mich mittlerweile nicht mehr, sind sehr sehr viele Frauen oder auch Männer, die sich selbst als Feminist(inn) bezeichnen, recht privilegiert aufgewachsen sind bzw. leben. Dabei heißt es doch oft "To speak for the oppressed, you have to be oppressed!". Vor allem nicht für "freie Feminist(inn)en"*. Über meinen Werdegang kann ich sagen, dass ich eher ärmlich aufwuchs. Gerne hätte ich mich damals über ungleiche Chancen beschweren können, jedoch ist mir dieser Weg nicht vielversprechend und auch zu einfach. Zurück zum Thema: kostenlose Kinderbretreuung, problemlos in den Job zurück, obwohl nur so von Patriarchat umgeben. Sowas aber auch... Ich warte auf den Haken an der Sache! 

"Dennoch bin ich Feministin geworden. Einfach weil ich Mutter geworden bin." 
Ok, ich sagte doch, die Sache hat einen Haken.

Plötzlich sah die Welt anders aus (v.a. im privaten Umfeld) und plötzlich war ich umgeben von Freundinnen, die nach der Elternzeit am 1. Arbeitstag aus angeblich betrieblichen Gründen gekündigt wurden."
Und was hat der Feminismus konkret an diesen Tatsachen geändert? Ist Patricia nun Mitglied in einer Gewerkschaft? Oder in einer Beratungsstelle? Oder im Betriebsrat? Schade, wenn nicht, denn da sähe ich konkrete Hilfe ideal vertreten.  Bis hierher klingt das vielmehr wie der ewig anklagende Netz- und Hetzfeminismus, den man schon gewohnt ist.
Um eine evtl. aufkommende Frage zu beantworten, was ich denn so tolles, wohltätiges mache, wenn ich schon groß daherrede: tätig bin ich in einer lokalen Flühtlingshilfe - aktiv. Nicht passiv - tippend. Denn das erreicht nur einen Bruchteil derer, die ich mit aktiver Hilfe erreiche.

"Zudem waren es die kleinen Erlebnisse, die mich aufgeweckt haben. Der Sohn, der kein Junge/Mann sein kann, weil er Glitzer liebt? Den es also entwertet, weil er etwas mag, was eher dem Weiblichen zugeordnet wird. Die Tochter, die im Alter von 5 Jahren vom Fußballverein abgelehnt wird, weil der Verein keine weiblichen Trainerinnen hat und sie deswegen keine Mädchen aufnehmen..." 
Wir hatten 1987 2 Mädchenteams (7 - 11 Jahre) mit männlichen Trainern in unserem Verein. Aber wenn sich nun mal keine weibliche Trainerin findet, lässt sich das Problem nun feministisch lösen? 

"...frage meine männlichen Kollegen, die das selbe arbeiten wie ich, was sie verdienen und wundere mich." 
Patricia lässt uns leider im Ungewissen, über was sie sich wundert...

"Zu wenig Frauen auf Bühnen und als Interviewpartnerinnen? ... Egal zu was ich anfragt werde – ich sage einfach ja – denn auch wenn ich selbst eigentlich von allen Themen denke: Da gibt es ganz bestimmt jemanden, der/die sich besser auskennt (und das ist zweifelsohne IMMER der Fall), wird der/die Anfragende einen Grund haben MICH zu fragen. Also sage ich ja. Das wiederum führt dazu, dass ich mir mehr zutraue, denn nach ein paar Podcasts, Interviews, Artikeln oder Vorträgen merke ich vielleicht: Hey, so schlecht bin ich gar nicht." 
Das klingt ganz nach der Frauenquoten-Problematik... wenn sie Zahl der kompetenten Gespächspartnerinnen gering ist oder es sich organisatorisch nicht einrichten lässt, dann nimmt man einfach irgendwen, Hauptsache, es ist jemand da. Ob kompetent oder nicht. Einfach nur mal prinzipiell.  Sonst ist es ja gängig, dass, je mehr man zu einem Thema wusste und zu sagen hatte, wurde man dementsprechend sicherer im Vortrag. Gut, kann auch anders funktioneren... "vielleicht". 

"Was ich sagen will: Ich beobachte immer wieder, dass gefordert wird, dass man sich zum Thema Feminismus nur äußert, wenn man Fundiertes zu sagen hat und/oder sich auskennt. Dann wird vielleicht noch ins Feld gebracht, dass der oder diejenige grundsätzlich dem falschen Feminismus folgt, falsche Dinge im Fokus hat, nicht ausreichend vernetzt ist oder das who is who der deutschen, amerikanischen, weltweiten Feministinnen-Szene kennt oder dies und jenes nicht gelesen hat. Das schreckt mich ab. Warum soll nicht jede/r seinen eigenen, kleinen Feminismus haben und beleuchten können?" 
*) Natürlich legt sich der heutige Feminismus seine Interessenfelder sehr frei aus und nimmt dabei möglichst viele (neue) Bereiche der "Unterdrückung" auf, sonst hätte der Feminismus auch nichts mehr zu tun. Heute zählen z.B. Body Positivity, Shaming jeglicher Art, Sexismus (auch wenn mal keiner vorhanden ist), erfundene Pay Gaps und Rape Cultures dazu... Hier sind die Feminist(inn)en besonders kreativ, natürlich auf Kosten derjeniger, die tatsächlich drunter leiden. Aber hey, who cares?
Jedenfalls ist es schwierig, wenn man eine feministische Agenda auch in politische Ebenen tragen möchte (und das möchte man ja) und sich dabei nicht einig ist, von was man jetzt spricht, über was man spricht oder im Idelfall: warum man überhaupt darüber spricht. Dabei geht es doch in erster Linie darum, ernsthaftere Probleme zu erkennen. Nein, ich spreche nicht von rosa Ü-Eiern, dem angeblichen 
Menstruationstabu oder dem erst letzten mißglückten Versuch einer "Diversity Barbie".

"Den einen holt der fremdwortgespickte Feminismus ab, der alles historisch korrekt einordnen kann. Den anderen die Instagrammerin, die nichts anderes macht als ihre Achselhaare zu fotografieren."
Niemand zwingt diese armen Frauen, ihre Achseln zu rasieren. Weder eine Kosmetikindustrie, weder die Magermodels noch die Gesellschaft (was sie ja sonst immer tut), dementsprechend muss eine Frau auch nicht krampfhaft plakativ Haare wachsen lassen und dabei einen Kreuzzug der Befreiung starten. Aber ein paar Fetischfreunde finden's sicher geil! ;)

"Es fällt mir ja schwer das dauerhaft zuzugeben, aber anscheinend läuft er ja wirklich (zwar SEHR anders) in die selbe Richtung (oder besser: ebnet er den Weg für andere), damit wir gemeinsam unsere Ziele der Gleichberechtigung erreichen."
Gute Frage... also das, was da bisher fabrikziert wird, schreckt eher Leute ab, als dass es sie ansteckt, mitzumachen. Außer den jungen Tumblr-Girls mit ihren "Feminist"-Shirts von H&M, made in Asien unter Microlöhnen fabriziert. Abschließend: sind wir nicht schon gleichberechtigt?  

Auf Klo




Die Youtube-Feminist(inn)en-Nachwuchsschmiede Auf Klo (FUNK-Format von ARD/ZDF) möchte den jungen Zuschauer(inne)n zwischen 14 und 29 Jahren gerne erklären, dass es okay ist, sich nicht zu rasieren, etwas nicht zu können, sich nicht schminken zu müssen oder auch übergewichtig sein dürfen. Soweit, so gut.

Nun ist es aber so, dass in diesen Interviews Statements fallen, die jenseits von Wahrheit und Logik liegen und dabei etwas verzerrte Bilder entstehen. Vor allem bei einer Zuschauerschaft im Alter ab 14 Jahren ist das meiner Ansicht nach sehr fraglich. Ich hatte echt Probleme, mir ein Video auszusuchen, welches man hervorheben könnte. Die beiden sexistischen ultra-Feministinnen Suzie Grime oder Hengameh Yaghoobifarah? Kristina, die sich nicht rasiert? Tasnim, die sich nicht erklären kann, warum wir Menschen oberflächlich bewerten?



Trailer



Jedenfalls zweifele ich ganz stark daran, ob mein GEZ-Beitrag hier gut investiert ist. 

Bleilo




Bleilo schafft etwas, was andere Youtuber nicht so oft schaffen... logisch bleiben. 
Und hier ist der Name literally Programm.  
Hier habe ich 5 Videos herausgesucht, welche die gängigsten Themen anspricht und 
vor allem die Beratungs- und Faktenresistenz heutiger Netz- oder Hetzfeminist(inn)en
sehr deutlich macht. Nennt man mit Der Doktorant  und Sally in einem Atemzug.

Was nicht heißt, dass die anderen Videos nicht auch sehr empfehlenswerter Content ist.  
Im Gegenteil! 
Aber wer Bleilo noch nicht gesehen hat, könnte hiermit gut beraten sein. 




Feminismus Mythos #1
Rape Culture



Feminismus Mythos #2
Einkommenslücke (Pay Gap)



Feminismus Mythos #3
Meinungsfreiheit



Reaktion zu kitthey's "Geh in die Küche Weib"



#teamginalisa ...ist das ernst gemeint?





Bleibt logisch! 


Donnerstag, 6. April 2017

Wieselwörter




Lieber Feminist, lieber SJW

verwende bitte keine Floskeln wie „Einige meinen, dass …“ oder „Kritiker sagen, dass …“, die Fakten lediglich vorgaukeln, ohne sie zu konkretisieren und zu belegen. Im Englischen heißen solche Formulierungen weasel words (dt. ‚Wieselwörter‘, sinngemäß Worthülsen); Aussagen wie diese tragen zum Informationsgehalt der Artikel, in denen sie stehen, nichts bei. Die Gefahr besteht darin, dass subjektive Ansichten künstlich mit Glaubwürdigkeit aufgeladen und von arglosen Lesern für bare Münze genommen werden können, wenn Phrasen wie „Fachleute geben an, dass …“ an ihren Anfang gestellt werden. Zugleich können belegbare Aussagen durch unscharfe Formulierungen in ein zweifelhaftes Licht gerückt werden

„Die meisten Wissenschaftler glauben …“
„Gemäß einigen Studien“ oder „entgegen landläufiger Meinung“ 
„Es ist erwiesen“
„Die Wissenschaft sagt“
„Man nimmt an, dass …“
„Eindeutig“ 
„Viele Menschen denken …“

...und ähnliche Wörter dürfen nicht verwendet werden, um den Leser glauben zu machen, es gebe einen Konsens. Oft werden auf diesem Weg abweichende Fakten oder andere Erklärungen zugunsten einer Mehrheitsmeinung unterschlagen. Statt diese Aussagen zu begründen, können sie einschüchternd auf den Leser wirken: „Wenn viele Menschen das denken, wird es schon seinen Grund haben.“

Selbstverständlich ist es erlaubt, eine Meinung oder ein Faktum in Form eines Zitats einzuführen, zum Beispiel „Forschungen von Wong im Jahr 1996 zeigten, dass Tollwut durch Akupunktur geheilt werden kann“.
W.F. Wong: Acupuncture. An effective cure for rabies. J. Rabid Med., 1996, S. 33–67.


Englisch: 
„The most of the scientists believe, that…“
„According to some studies…“ or „Contrary to popular opinion…“
„Is is proven…“
„Science says…“
„It is believed…“
„Clearly“
„Many people think…“ 

...and other words may not be used to make the reader believe that there is a consens. It is often the case that deviating facts or other explanations in favor of a majority opinion are used in this way. Instead of justifying these statements, they can have an intimidating effect on the reader: 
„If many people think that, it will have its reason."

It is, of course, possible to introduce an opinion or a fact in the form of a quotation, for example: 
„Research by Wong in 1996 showed that rabies can be cured by acupuncture“. - W.F. Wong: Acupuncture. An effective cure for rabies. J. Rabid Med., 1996, S. 33–67.

Dienstag, 14. März 2017

Was könnten Frauen für eine echte Gleichberechtigung tun?







- sie könnten sich z.B. dafür einsetzen, dass Männer auch ein automatisches Sorgerecht ab Geburt erhalten, auch wenn sie dadurch etwas weniger Macht haben.

- einen Mann in einer (meist negativen) Aussage auf "Cis White Male" (also Geschlecht und Hautfarbe) zu reduzieren, ist letztendlich nicht nur sexistisch, sondern auch rassistisch. 

- sie könnten sich dafür einsetzen, dass eine Vollerwerbsobliegenheit bereits kurz nach der Trennung und nicht erst nach Ablauf des Trennungsjahrs besteht, auch wenn das bedeutet, dass Frauen früher arbeiten müssen.

- sie könnten sich dafür einsetzen, dass beispielsweise das Wechselmodell gefördert wird, auch wenn sie im Residenzmodell weitaus mehr Macht haben. 

- sie könnten sich dafür einsetzen, dass der Sexismus im intersektionalen Feminismus deutlich gemacht wird, auch wenn sie damit innerfeministischen Ärger einhandeln.

- sie können sich gegen die Verteufelung männlicher Sexualität einsetzen, auch wenn es es bedeutet, dass man nicht mehr so schön über Männer lästern kann.

- sie könnten sich ausdrücklich zur Unschuldsvermutung auch bei Sexualdelikten bekennen und sich gegen Vorverurteilungen aussprechen, auch wenn sie meinen, dass einen Unschuldigen wegsperren im Kampf gegen Vergewaltigungen effektiver ist als einen Schuldigen laufen lassen zu müssen.

- sie können gegen Ideen wie "Rape Culture und Sexismus gegen Männer gibt es nicht" Stellung beziehen, auch wenn es dann schwieriger ist, Männern die Verantwortung für alles zu geben.

- sie könnten anerkennen, dass die Vertretung der Interessen von Männern in Männerrechtsorganisationen selbstverständlich zulässig sein muss und nicht generell lächerlich gemacht werden sollte, auch wenn es ihnen einen Alleinvertretungsanspruch in Geschlechterfragen nimmt.

Privilegien einer Frau




Da jene Gesprächspartnerin (siehe letzter Post) dem Mann auch Privilegien zusprach, die sie aber (wie erwartet) nicht konkret nennen konnte, hier (wieder) ein paar Privilegien, die eine Frau besitzt. 


- Beschneidung nur bei Jungen legal (§1631d BGB)

- Wehrpflicht nur für Männer legitim, Frauen dürfen "keinesfalls zum Dienst an der Waffe verpflichtet werden (Artikel 12a Grundgesetz)

- Gleichstellungsbeauftragte dürfen nur Frauen wählen und es dürfen nur Frauen gewählt werden (Bundesgleichstellungsgesetz)

- Hilfetelefongesetz für Opfer von Gewalt richtet sich ausschließlich an Frauen

- laut Aussage von Professor Ulrich Vultejus, Richter am Berliner Amtsgericht (außer Dienst) ist es bei Gerichten die Regel, dass in Strafverfahren beim Strafmaß Frauen ein "Frauenrabatt" gewährt wird

- BMFSFJ = Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend - 
aber nicht für Männer

- Vaterschaftstest kann der Mann nur mit Einwilligung der Mutter machen 
lassen, (§17 Gendiagnostikgesetz) oder aber ein Gericht das anordnet, da das Familiengericht aber meisten der Frau das Sorgerrecht zuschreibt, kommt das auf's gleiche heraus.

- §177 StGB beschreibt eine Vergewaltigung als "eindringen in den Körper". Einen Mann zum Beischlaf zwingen ist nach diesem Paragraph keine Vergewaltigung  (höchstens Nötigung, wird aber geringer bestraft).

- Kindererzeit wird in Rentenversicherung der Mutter automatisch zugeschrieben ebenso die Kinderzulage, der Vater kann es nur beanspruchen, wenn beide Elternteile zustimmen.

- im Bundessozialhilfegesetze wird die Finanzierung von Frauenhäusern geregelt, Männerhäuser sind nicht vorgesehen und müssen sich selbst finanzieren und das obwohl Männer über 40% der Opfer häuslicher Gewalt ausmachen

- im Arbeitsschutzgesetz werden Frauen geringere Lasten vorgeschrieben als für Männer, obwohl es auch kleinwüchsige und schwächere Männer und stärkere, stämmigere Frauen gibt. Männer werden mit Abstand häufiger Opfer schwerer Arbeitsunfälle werden und leiden auch häufiger an berufsbedingten Erkrankungen und Abnutzungserscheinungen. 

-Männer müssen bspw. in einer Bank Anzug tragen, Frauen dürfen sich mittlerweile sehr attraktiv kleiden. Männer können sich auf kein Recht berufen. 

- eine Frau darf sich auf Selbstbestimmung berufen, wenn sie abtreibt, das Kind also nicht möchte. Wenn der Mann das Kind nicht möchte, hat er keine Wahl. 

- weiter: ist die Mutter seines Kindes mit einem anderen Mann verheiratet, hat der leibliche Vater auch künftig kein generelles Recht zur Klärung der Abstammung.

- der Vater eines nichtehelichen Kindes muss seine Vaterschaft vor einer Urkundsperson in öffentlicher Urkunde anerkennen – üblicherweise beim Jugendamt oder einem Notar. Die Kindesmutter muss der Anerkennung zustimmen. 
(neues Trostpflaster: Leibliche Väter, die wegen der Weigerung der rechtlichen Eltern keine Vater-Kind-Beziehung aufbauen konnten, haben künftig ein Umgangsrecht und ein Auskunftsrecht zu den Lebensverhältnissen des Kindes, wenn der Umgang dem Kindeswohl dient und erkennbar ist, dass der leibliche Vater tatsächlich Verantwortung übernehmen will. Bislang konnte der biologische Vater nur dann einen Kontakt gegen den Willen der Mutter und des sogenannten rechtlichen Vaters erzwingen, wenn er bereits eine enge persönliche Beziehung zu seinem Kind aufgebaut hatte.) 

- mehr Obdachlose Männer als Frauen, mehr Strafgefangene Männer, mehr Arbeitslose Männer, Männer sterben früher, Männer machen die härteren und damit die lebensgefährlicheren Jobs, Männer begehen die meisten Suizide - aber Männer haben nur Macht! 

- Reproduktionsrechte nur für die Frau. Möchte der Erzeuger nach einer festgestellten Schwangerschaft (evtl. trotz Verhütung) nicht Vater werden, so hat dieser keinerlei Recht, sich 
ggf. von väterlichen Pflichten zu lösen. Eine Frau kann sich auf "das Recht über den eigenen Körper" berufen. Der Mann ist trotz der Tatsache, dass das Kind zur Hälfte von ihm stammt, zum Unterhalt verpflichtet. 
Auch hierbei geht es nicht darum, der Frau Reproduktionsrechte abzusprechen. Im Gegenteil. Jedoch möchte darauf hingewiesen werden, dass hier ausschließich die Frau Entscheidungsmacht besitzt. 


Weiter können hier noch einige alltägliche Vorzüge genannt werden, die eine Frau genießt... 
Jedoch dient dies höchstens zu Unterhaltungszwecken. 

Diskriminierung hat kein Geschlecht

Erst kürzlich führte ich eine Unterhaltung mit einer Feministin, in der es darum ging, Unterdrückung und verschiedene Unterdrückungsformen zu erörtern. Wie erwartet wurden Unterdrückungen und Diskriminierungen in männliche Richtung belächelt oder gar verleugnet. 


1. Sexuelle Mißhandlung

Focus.de

Missbrauch.info

Spiegel.de

Stern.de

Frauenzimmer.de


Grundlegender Tenor: Misshandlung des Jungen/Mannes findet definitiv statt und ist immer noch ein Tabuthema. Hierüber schweigen Feministen gerne oder sie behaupten, sich für derartige Themen zu interessieren, da Männer aus "falscher" Maskulinität schweigen und Feminismus dem entgegenwirken möchte.
Nach ausgiebiger Recherche findet sich dazu kein Artikel oder Video.
Es geht hierbei nicht darum, krampfhaft dagegenzusteuern und zu behaupten "Aber uns passiert das auch, also habt euch nicht so!". Es gilt, jedem Mißbrauchsfall und jeder Unterdrückung Aufmerksamkeit zu schenken und eine entsprechende Agenda zu widmen. Dies räumt der Feminismus nicht ein.


2. Sexismus gegen Männer

wikipedia.de

missy-magazine.de


zeit.de

welt.de

t-online.de

maennerarzt-linz.at

Ich höre es wieder! "Ja, aber die Frau wird immer noch mehr diskriminiert." Nun, es gibt kein Monopol auf Diskriminierung. Es geht, wie schon oft gesagt, auch nicht darum, wer mehr diskriminiert oder nicht. Es geht, wie ebenfalls schon oft gesagt, darum, dass überhaupt diskriminiert wird. Und es zeigt nur von massiver Ignoranz, wenn Diskriminierungen jeg-
licher Art ignoriert werden, nur aufgrund des Geschlechts. 

Es geht ebenfalls darum, sich ein gegenseitiges Bewusstsein zu schaffen. Ein Bewusstsein, dass 
sexuelle Belästigung, Gewalt und Benachteiligung aufgrund des Geschlechts, Alter, körperlicher Einschränkung, Gehaltsklasse, Herkunft oder politischer Überzeugung kein Geschlecht hat - 
sondern eine Machtposition. Macht, das wissen wir, wird auch mißbraucht, von dem, der sie hat. 


3. Machtposition der Frau 

Im Beruf:

welt.de


welt.de

Im Krieg:

Nationalsozialismus

Megan Ambuhl

Sabrina Harman

Lynndie England

Eden Abergil


4. Machtmißbrauch im Obhutsbereich: 

- -Update folgt- 




Bleibt ein Fazit: 






Freitag, 10. März 2017

Behauptung VS Realität






"Die Polizei nimmt die Opfer eh nicht ernst und glaubt denen auch nicht..." 


"Auch nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen noch fragliche Fälle werden in der Regel als Anzeige wegen Vergewaltigung oder sexueller Nötigung an die Staatsanwaltschaft abgegeben."

"Das kommt eh kaum vor..." 

„Alle Sachbearbeiter von Sexualdelikten sind sich einig, dass deutlich mehr als die Hälfte der angezeigten Sexualstraftaten vorgetäuscht werden. Viele angezeigte Fälle lassen zwar die Vermutung einer Vortäuschung bzw. falschen Verdächtigung zu, berechtigen jedoch nicht zu einer entsprechenden Anzeige.“

 Polizeistatistik-Bericht

Rainer Schauder - "Brauchen wir Feminismus?"




Dienstag, 7. März 2017

Femcy.at



Auf femcy.at schreibt Denise über Themen wie Fashion, Reisen, Feminismus, ihren Alltagsgedanken und anderen Sachen. Einige "Femcypicks" haben auch prompt für etwas Stirnrunzeln gesorgt.


GENDER PAY GAP
Wie lange hält man den Pay Gap Mythos, der ja schon so lange widerlegt wurde, noch aufrecht? Wenige ein/e feministische/r Autor/in setzen sich kritisch und angemessen damit auseinander.

GAR NICHT SÜSS VON AIDA
"...da die T-Shirts von den Angestellten freiwillig getragen werden. (haha jo genau)"
Eigentlich hat die Autorin schon die Antwort darauf gegeben. Sie tragen das freiwillig. Ich gehe davon aus, dass keine der Angestellten Frauen eine Pistole an die Brust gesetzt bekommt und gezwungen wird, diese Shirts (jetzt mal unabhängig von den schlechten Sprüchen oder Namen) zu tragen. Wenn sich eine Angestellte ernsthaft diskriminiert fühlt, sollte sie auch ein deutliches Zeichen setzen und kündigen.

TEDX TALK: BLOODY WOMEN
Wie ist die Haltung der Autorin hierzu?
Wir können gerne über die Besteuerung diskutieren, die auf solche Produkte erhoben werden.
Aber: es handelt sich bei der Menstruation nicht um ein Tabu-Thema. Viel eher ist die weibliche Menstruation schlichtweg eine intime Angelegenheit. Etwas sehr persönliches. Und ich persönlich finde, das sollte auch so bleiben. Es reicht völlig aus, dass darüber aufgeklärt werden. Aber derzeit kann man fast den Eindruck bekommen, dass Feminist(inn)en am liebsten jeden Tag darüber sprechen wollen. Und was soll dann überhaupt darüber gesprochen werden? Am Tisch, mittags? In der Bahn? Beim Sport? Nachts, im Club? Und reicht es für mich als Mann nicht zu wissen, was die Menstruation ist? Auf Alternativen wie der Moon Cup hinzuweisen ist natürlich lobenswert, jedoch muss hier kein Tabu gebrochen werden.

MÄNNLICHE UNSCHULD
"Leseempfehlung!"
Es wird auf einen Artikel von Hengameh Yaghoobifarah verwiesen, den diese für's Missy Magazine verfasst hat. Hier geht es um Gina Lisa und die Frage, warum oder ob dem Angeklagten mehr geglaubt wird als dem Video.
Nun, der Verlauf und den Ausgang ist überall nachzulesen. Es gab dazu ein klares Urteil und die Revision hat auch nichts anderes bestätigt. Interessant auch hier, wie gefiltert diese Plattformen - und somit verfälscht - berichten. Ich denke da an die SMS-Protokolle nach jener Nacht oder den Fakt, dass sich beide anschließend wiedersahen.
Abgesehen davon halte ich H. Yaghoobifarah für ohnehin sehr problematisch, weil sie Männer hierzulande permanent "Cis, weiß, heterosexuell" bzw. damit problematisch nennt. Nein, Hengameh, ich lasse mich nicht verleiten, dir auch andere Zuschreibungen zuzuteilen. 




In einem anderen Post vom Mai 2016 schreibt sie, warum sie Feministin ist... (und nicht Humanistin!) 

#1
 Ich bin dafür, dass alle Menschen unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe oder Körperform frei von Klischees, gleichberechtigt leben können. Andere würden dazu vielleicht Humanismus sagen, ich bevorzuge aber den Begriff Gleichheitsfeminismus. Ich bin keine Männerfeindin – im Gegenteil. Trotzdem gibt es noch viele Lebensbereiche in denen ein großes Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern besteht (zB.: auch Bezahlung im Job). Auch Männer können Feministen sein, denn es ist eine Lebenseinstellung, eine Bewegung, die nicht zwingend an ein Geschlecht oder eine Identität gebunden ist. Frauen müssen aber meist mehr unter Klischees leiden.
Der Gender Pay Gap wurde bereits selbst vom Bundesamt für Statistik deutlich und sehr nachvollziehbar widerlegt. Nur sträuben sich viele Feminist(inn)en gerne gegen Fakten und Logik.

#2 Ein weiterer Grund, warum ich Feministin bin ist, dass Ehrgeiz oft mit Zickigkeit/Verbissenheit verwechselt wird oder sich Frauen mehr beweisen müssen, bis sie ernst genommen werden. Ich kann es gar nicht an zwei Händen abzählen wie oft ich während Praktika als „Pupperl“ oder „Mausi“ bezeichnet worden bin. Im Gegenteil dazu wurden männliche Praktikanten eher als „Champion“ oder „Hawara“ bezeichnet. Ich habe mich gegen solche Kosenamen immer gewehrt und dafür seltsame Blicke erhalten.
  
Abgesehen davon, dass ich es etwas zweifelhaft finde, dass Jungs ernsthaft "Champions" genannt werden, bin ich mir auch nicht sicher, wie der Feminismus hier dagegensteuern möchte.

#4 Weil nein einfach nein heißt – und das bei einigen Männer noch nicht vollständig angekommen ist. Ich bin freundlich zu dir, trotzdem heißt das nicht, dass ich gleich mit dir schmusen will. Auch in der Medienwelt wiederholt sich ständig die leidigen Themen „So gefällst du jedem Mann“, „So verdrehst du ihm den Kopf“, „Sexstellungen, die jeden Mann verrückt machen“. Heyy ich richte mein Leben auch komplett nach dem Verlangen von Männern aus. *sarcasm off*
Nein hieß schon immer Nein. Dass sich man(n)che darüber hinwegsetzen ist nichts neues und auch nichts zu akzeptierendes. Wie in der Kommentarspalte schon erwähnt wurde, kann auch ich aus eigener Redaktionserfahrung sagen, dass diese Themen tatsächlich fast ausschließlich von Frauen verfasst werden. Hier gibt es aber ebenso Artikel in Männermagazinen. Und nun? Ich lese es einfach nicht. Punkt. 
Daß in einem #Punkt zwei verschiedene Themen vermischt werden ist erstmal nichts verwerfliches, kommt oft vor. 

 #5 Weil verstaubte Rollenbilder nicht nur uns Frauen beeinträchtigen. Immer mehr Männer bemerken nun auch, dass das Patriarchat auch sie unterdrückt und ihnen bestimmte Rollen aufzwingt. Der starke Mann, der immer brav das Geld nach Hause bringt, muskulös ist, nie Schwäche zeigt und nicht weinen darf.  Auch sie profitieren, wenn das uralte Rollensystem reformiert wird.
Welches Patriarchat bitte? Wo ist das, wer ist das konkret? Und witzig, dass Männer das erfunden haben, aber Frauen sehr bereitwillig davon profitieren. Das Patriarchat wird von Internetet-Feminist(inn)en gerne als das unterdrückende, frauenverachtende Männerregime definiert. Hier in Deutschland steht eine Frau an der Spitze des Landes. Sämtliche wichtigen Ministerien werden von Frauen bekleidet und diesen Frauen legt man keine Steine in den Weg. Obdachlose sind überwiegend Männer. Strafgefangene auch. Opfer von Gewalt auch. Sorgerechtstreits verlieren auch meist Männer. Männer werden Opfer von Falschanschuldigungen (Frauen hingegen nicht). Wir stehen summa summarum ganz schön scheiße da, hm? 
Was ist das für ein Patriarchat, von dem der Mann letzten Endes gar nicht mal so profitiert? 
Was die Wollen angeht, hat Denise offenbar versäumt, dass es bereits seit vielen Jahren einen willkommenen Wandel gibt, in denen sich Männer sehr wohl nicht-typisch-männlichen Dingen (wie geteilten Muttschafts-/Vaterschaftsurlaub),  zuwendet. Nur, weil Denise keine weinenden Männer sieht, bedeutet das nicht, dass es diese nicht gibt. Männer verarbeiten schlicht anders und es wäre fast typisch für Feminist(inn)en, wenn Männer ab sofort gleichgestellt immer dann weinen müssen, wenn es angebracht wäre.
*sarcasm off*

Wie aber profitieren Männer konkret von der "Reformierung" der Rollenbilder? Ich warte bis heute auf eine Antwort auf diese Frage, in wie weit der Mann von dieser Ideologie profitieren könnte.

#6 Weil Sexismus und Diskriminierung noch immer präsent sind – und zwar in der Werbung, im Job und im ganzen Alltag. Jeder von uns kennt unzählige sexistische Witze. Ohne Frage – im westlichen Raum wurde schon einiges erreicht, aber wir sind noch nicht dort angekommen, wo wir sein sollten. Die Unterdrückung des weiblichen Geschlechts und die steifen Geschlechterrollen sind globale Probleme, die sich in den verschiedenen Ländern auf unterschiedliche Art und Weise bemerkbar machen.
Ich kann Denise beruhigen: 
frauenrechtliche Themen sind vor Ort wie im Nahen und Mittleren Osten, Indien, Pakistan und Saudi Arabien schon lange im Gange, umgesetzt zu werden. Sehr begrüßenswert. In einigen Ländern sind die Strukturen leider sehr viel verhärteter als hier bei uns, deshalb erscheint es uns, als ob sich dort nichts tut. Dieser Youtube-/Blog-Feminismus wird dort jedoch nichts bewegen. Der Deutsche WErberat wacht über sexistische oder nicht sexistische Werbung. Außer, Femcy.at möchte jetzt nebst Ankläger auch Wächter sein.  

#7 Ich bin Feministin, weil ich mich dem medialen Druck, perfekt sein zu müssen nicht hingeben will. Wir Frauen müssen „stets schön, für immer jung, sportlich, klug und am besten noch CEO eines Unternehmens sein, aber dann doch nicht zu erfolgreich, weil wir uns ja noch um unsere vier Kinder kümmern sollen und obendrein noch die perfekte Hausfrau sein müssen“ Wer hat diese Anforderungen erfunden?
Wieder der mediale Druck. Haben sich feministische Aktivisten eigentlich mal gefragt, dass es an einem selbst liegt, solche Trends freiwillig mitzumachen? Liegt es vielleicht nicht an jedem selbst, solche Mechanismen wie "Muss ich so aussehen? Muss ich das tragen?" zu hinterfragen?

#8 Ein weiterer Punkt ist Slut-Shaming. Jede Frau hat die eigene Macht über ihren Körper und ihre Sexualität. Noch immer werden Männer mit vielen Sexualpartnerinnen als begehrt und attraktiv, Frauen dagegen als Schlampe, Nutte oder leicht zu haben beschimpft. Wo bleibt hier die Gleichberechtigung?
Männer sind dann Player, Fuckboys, Machos... über die wird auch dementsprechend gesprochen. Unter Männern diskutiert man eigentlich kaum darüber, ob das wirklich so cool ist. Unter Freunden zelebriert man dieses "Mann"-sein gelegentlich. Deswegen ist man aber nicht mehr Mann. Wenn Frauen sehr gerne und auch viel öfter über das eigene Geschlecht "Schlampe und Nutte sagen, ist es vielleicht eher eine Sache, die ihr unter euch klären müsst? Man sieht es auch deutlich unter Fotos auf Instagram, wenn Frauen sich aufreizend posten... jetzt ratet mal, wer zu einem deutlich überwiegenden Teil shamet? 

#9 Weil Frauen noch immer (!) selbst für Vergewaltigungen verantwortlich gemacht werden. Keine Frau, egal ob sie einen Skianzug, einen Bikini, oder Ledermini trägt will das! (we´re not asking for it!) 
...puh!
Das weiß auch jeder normaldenkende Mann, dass sie das nicht will. Dass muss man nicht extra erklären, aber danke. Es gibt Männer und Frauen, die diese Grenzen bewusst mißachten - und darum geht es. Diesen Menschen wird zumindest hier sowas nicht anerzogen oder beigebracht. Wer macht die Opfer dafür verantwortlich? Eine genaue Beschreibung wäre hilfreich gewesen. Jedenfalls wird in keinem Gerichtsverfahren oder bei keiner polizeilichen Vernehmung dem Opfer gesagt, dass es am Opfer liegt, dass es vergewaltigt wurde. Viele verdrehte Köpfe in der Bevölkerung gibt es, die das behaupten, ja.


#10 Der letzte Grund ist, dass mir Solidarität gegenüber Frauen enorm wichtig ist. Das möchte ich auch mit meinem Blog zeigen. Pusht einander, seid nicht neidisch. Helft einander und profitiert von einander. Wir sind Frauen – wir müssen uns unterstützen ♥
Das hat Denise ja schon zu eingangs erklärt, weshalb sie Feministin ist und keinen Humanismus unterstützt... denn das wäre jeder Mensch. Gleich. 

Mindestens genauso unterhaltsam fand ich dann den Kommentar einer Besucherin, die einem Kritiker auch gleich mal, nicht ganz untypisch, Mensplaining vorwarf: 


Auch nach diesem Artikel fällt auf: die selben Themen, die selbe anklagende Haltung (aber keine Lösungsanssätze), wieder eher semi-gut recherchiert, nicht selbstkritisch, kaum konstruktiv und es wird klar, dass es vielleicht nicht Männerhassend klingt, liebend aber auch nicht.