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Mittwoch, 17. Mai 2017
Dienstag, 2. Mai 2017
Jasmin Schreiber hat keine Angst vor dem Feminismus (Edition F)
Zwar hatte ich den Artikel damals schon kommentiert, jedoch war mir grade danach, dazu auch mal was für diejenigen zu schreiben, die den Artikel auch noch gut gefunden hätten... Edition F-mäßiger Artikel eben. Raushauen, egal ob gut recherchiert oder nicht.
Das Prinzip des Feminismus ist eigentlich ganz einfach: Alle Menschen, ob Männer oder Frauen, sollen genau die gleichen Rechte haben.
Später soll diese Aussage um eine unbestimmte Zahl an Geschlechtern erweitert werden...
Worum es im Feminismus nicht geht: Frauen sollen mehr Privilegien als Männer haben
Nun ja, das ist so eine Sache mit dem „sollen“ und „tatsächlich“ haben.
Ganz am Anfang will ich direkt ein paar Sachen klarstellen: Feministinnen sind keine männerhassenden, sexuell frustrierten und wütenden Kampfweiber.
Was ist mit Feministen? Gibt es nur weibliche? Über den Rest kann man sich definitiv streiten.
Und Feministen sind keine Weicheier, die mit ihrer Freundin synchron menstruieren.
Aber um Menstruation geht es ja doch sehr oft. Meist sinnbefreit natürlich.
Sinnbefreit deshalb, da es mir lediglich ein Rätsel ist, warum so viel über ein eigentlich selbstverständliches Thema gesprochen werden muss. Es ist kein Tabuthema.
Dennoch: Kaum eine politische Bewegung wird so stigmatisiert wie der Feminismus. Und falls ihr jetzt denkt, dass nur Männer Stellung dagegen beziehen: falsch gedacht.
Ich sehe den Feminismus nicht als politische Bewegung, sondern lediglich als "wirres" Gedankenkonstrukt, denn der heutige Feminismus hat kaum oder keine politisch ernstzunehmenden Inhalte. Ein „Nein heißt nein“ ist jedenfalls kein politischer Erfolg, wenn man diesen als solchen verbuchen mag. Vor Feminismus würde ich aber noch Rechtsradikalismus und Links als stärker stigmatisiert nennen. Erstes zu Recht.
Widmen wir uns doch noch einmal kurz der Definition und damit der Frage, was Feminismus eigentlich bedeutet. Auf Wikipedia findet man diese Definition…
Geil. Wikipediadefinitonen. Bitte mehr davon. Oder am besten gleich Tumblr…
In deren Verständnis geht es dabei lediglich um Ampelmännchen, Sprache und Leute, die sich morgens beim Aufstehen überlegen: „Och eigentlich könnte ich jetzt mal mein Geschlecht ändern“.
Wenn man behauptet, es gäbe 76 oder mehr Geschlechter, dann kann ich Birgit Kelle sehr gut verstehen. Und wenn Birgit Kelle auf den Pay Gap-Mythos verweist, dann erst recht.
So weit, so absurd. Wenn man jedoch das eigentliche Wesen des Feminismus betrachtet – also einfach gleiche Chancen und Möglichkeiten für alle(!) Geschlechter – da frage ich mich schon, wie man dagegen sein kann.
Schön verdreht und zurechtgebogen. Es geht gar nicht darum, gegen Gleichstellung/-berechtigung zu sein. Man ist nicht automatisch gegen Gleichberechtigung, wenn man gegen den heutigen Feminismus ist.
Es gibt sogar richtige groß aufgeblasene Aktionen, wie zum Beispiel "Women Against Feminism". Ja, so habe ich auch geguckt.
Nun ja, das sind deren persönliche Erfahrungen und Ansichten. Das dann „aufgeblasen“ zu nennen, wäre ganz schön anmaßend.
Puh, Lady. Nichts verstanden.
Natürlich. Nur die Autorin hat verstanden. Hat den Feminismus, dessen Definition und deren Inhalte für sich gepachtet. Nichts neues.
Feministinnen haben ebenfalls eigene Meinungen.
Meinungen gebildet - worauf?
Und: Feministinnen fühlen sich nicht als Opfer.
Also ich lese sehr oft, Feministinnen fühlten sich als Opfer des Sexismus, des Patriarchats (lol), sind Catcall-Opfer, der Misogynie und Erwartungshaltungen der Gesellschaft (Ideale).
Wir möchten keine Männer abwerten…
Ouuuh, na wenn das auch Ihre Geschlechtsgenossinnen der Edition F so sehen würden. Oder Suzie Grime oder die Kolleginnen der Edition F. Oder zahlreiche Instagrammer(innen).
Dass in gewissen Sachen einfach nicht mehr zwischen Mann und Frau unterschieden wird.
Das wird ewig Bestandteil unserer menschlichen Kultur sein. Feminist(inn)en klagen das ja immer gerne an, liefern aber keine konkreten Lösungsvorschläge, wie sie das denn beseitigen wollen.
Das geht im Job in Punkto Bezahlung und Verantwortung los…
…gesellschaftliche Leben (Stichwort: Übersexualisierung der Frau, Sexismus und Co.).
Genau. Nur die Frauen. Und nur die Frauen. Niemand sonst.
Feminismus bedeutet nicht, …Kaffeebecher mit "Male Tears" zu sammeln und sich komplett mit Körperbehaarung zuwuchern zu lassen.
Male Tears und Behaarung finden aber dennoch im Namen des Feminismus sehr zahlreich statt.
Übrigens: definition of male tears ;)
Und auch ich kriege die Krise, wenn ich Alice Schwarzer sehe – eben weil ich sie tatsächlich im Verdacht habe, eine männerfeindliche Einstellungen zu haben.
Während sie früher irre wichtig für die Frauenbewegung war, schadet sie ihr mittlerweile eher durch ihre veralteten und abwertenden Ansichten.
Klar, erst ebnet sie die den Weg für Frauen und wenn das dann erreicht ist, dann wird es links liegengelassen.
Es gibt viele Menschen die der Meinung sind, dass wir keinen Feminismus mehr brauchen.
Völlig legitim, oder?
Dass die Frauen schon gleichgestellt sind.
Richtig.
Die Patriarchie gilt als abgeschafft…
Vorsicht, mansplainende Triggerwarnung:
Pa·t·ri·ar·cha̱t
Substantiv [das]
Wieso gibt es immer noch die berühmt berüchtigte Gehaltslücke (Gender Pay Gap)?
Gibt es nicht. Siehe oben...
Und wieso wird erwartet, dass die Frau nach der Geburt zu Hause bleibt?
Wer erwartet das? Wieviele sind das? Woher stammt diese Information? Wie kann man so eine pauschalisierende und nicht haltbare Aussage dazu treffen?
Dass sie nach der Heirat den Namen des Mannes annimmt?
Nochmal: wer erwartet das konkret? Und wieviele? Und woher weiß man das?
Dass die Frau nach einer Trennung ganz selbstverständlich die Kinder nimmt, und wenn diese aus Gründen, die uns mal gar nichts angehen, beim Vater bleiben, die Frau als Rabenmutter oder kalt und herzlos gilt?
Siehe beide Aussagen zuvor…
Wieso ist das Sexualstrafrecht so lasch?
Gegenfrage: was daran ist zu lasch? Was konkret würde das Sexualstrafrecht verbessern?
Wieso gab es damals Abgeordnete der Bundesregierung, die gegen die Gesetzesänderung stimmten, Vergewaltigung in der Ehe strafbar zu machen?
Wann damals? Eine genaue Zeitangabe wäre hier hilfreich gewesen. Nehmen wir aber einmal das Jahr 1997 her, da dies der letzte belegbare Zeitpunkt ist, an dem gegen einen solchen Paragraphen gestimmt wurde. Die Autorin hat leider, wie in den Punkten zuvor und danach versäumt, eine angemessene Recherche durchzuführen. Gerne möchte ich zu einer Klärung der Frage helfen.
Terre Des Femme haben das Verfahren letztendlich in die Wege geleitet. Keine Netz-/Hetzfeministinnen.
Warum haben die Leute so abgestimmt? Haben sie gegen ein Gesetz gestimmt, weil sie die Formulierung für problematisch hielten? Weil es ihnen nicht weit genug ging? Haben sie für ein Gesetz gestimmt, weil sie einen Kuhhandel eingegangen sind? Und im selben Jahr wurde dieser Paragraph dann doch ins Gesetzbuch gefasst, dies war auch abzusehen und ja, notwendig. Auch interessant ist, das der ein oder andere Politiker von damals noch heute in der Politik sitzt. Gerngeschehen,
Wieso werden Frauen beschuldigt, an Vergewaltigungen Mitschuld zu haben (zu sexy Kleidung, nachts allein nach Hause laufen, es sich vor dem Sex anders überlegen, obwohl man den Typen schon heiß gemacht hat)?
Wer sagt das? Die Gesellschaft? Wenn ja, wieviele? Die ermittelnde Staatsanwaltschaft? Die Polizei? Richter/in? Wohl kaum. Ich könnte mir das vor allem beim Täter vorstellen. Hier ist aber wohl hoffentlich ersichtlich, dass dieser die Tat um jeden Preis relativieren möchte.
Wieso gibt es noch so viel sexuelle Belästigung im Job?
Weder Frauen noch Männer haben das Recht, ihre Kolleg(inn)en sexuell zu belästigen. Da sind wir uns alle einig, hoffe ich.
Und so viel Glück ich habe, hier als selbstbestimmte Frau in Deutschland leben und diesen Blogbeitrag schreiben zu können…
Das geht deinen Kolleginnen genauso. Was das Patriarchat so alles möglich macht… (Vorsicht, Sarkasmus!)
…gibt es Millionen Frauen auf der Welt, die das nicht können.
Und der Beitrag der Autorin dazu sieht jetzt WIE aus? Blogeinträge in Bangladesch auf deutsch?
Unerwünschte Mädchen werden nach der Geburt getötet, jeden Tag stehen Kinderbräute vor Altären und heiraten fremde, ältere Männer, irgendwo werden gerade tausende schreiende Mädchen festgehalten, während ihnen ihre Genitalien rituell beschnitten und damit verstümmelt werden.
Nicht zu vergessen, alle Männlichen Babys, die gegen ihren Willen beschnitten werden. Die zu Kindersoldaten verheizt werden. Natürlich nicht der Rede wert.
Männliche Familienmitglieder bestimmen, wie sie reden, mit wem sie reden, was sie anziehen und wohin sie gehen. Und in vielen Ländern gilt die Geburt eines Mädchens regelrecht als Schande. Man schaue nur nach China.
In der Tat. Zum ersten Mal stimme ich zu.
In der Tat. Zum ersten Mal stimme ich zu.
Männer, Frauen und auch andere Geschlechter
Wenn man so privilegiert lebt wie wir, vergisst man oft das Gesamtbild. … Es mag kleinlich wirken, ein Luxusproblem.
Oh ja, das tut es.
Wieso wird da so ein Politikum draus gemacht, statt zu sagen: Cool, dann gibt es eben auch Ampelfrauen. Wo ist das Problem dabei, wenn es dieses veraltete
Ich habe noch NIE gehört oder gesehen, dass jemand bewusst sagt: „Das Signal ist männlich.“
Jeden Tag werden Menschen wegen ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert.
Richtig. Weltweit. Aber was hat das speziell mit Feminismus zu tun und was möchte der Feminismus genau dagegen unternehmen?
Ja, das Gendern der Sprache hat mich zu Beginn auch verwirrt. Wenn ich darüber nachdenke, sehe ich, dass es mir schwerfällt, weil es so ungewohnt ist. Einen „echten“ Grund gibt es nicht.
War das jetzt Einsicht, dass das Unsinn ist?
Nun, Sprache ist ein Werkzeug. Schauen wir uns Hitlers politische Reden und Pamphlete an sehen wir, wie gezielt er Sprache benutzt hat,
Ok, an diesem Punkt musste ich überspringen… zu fern von der Realität. Es besteht kein Zusammenhang zwischen der rhetorischen Qualität Adolf Hitlers und der feministischen Rhetorik. Ich hoffe, der Autorin wird klar, dass ein Adolf Hitler Lügen und Hetzreden gehalten hat. Soll das ernsthaft mit ge-genderten Sprache verglichen werden? Bitte um nähere Erklärung.
Als die Emma nach dem German Wings-Absturz eine Frauenquote im Cockpit forderte, dachte ich auch nur: „Oh mein Gott“.
Das dachte nach dem Abschnitt ehrlich gesagt auch.
Wir Feministinnen sind eigenständig denkende Menschen.
Mmmh… eigenständig denkend und offenbar schlecht recherchierend. Das widerspricht sich. Wer eigenständig denkt und nicht die selben Phrasen und Floskeln verwendet, der sollte in der Lage sein, nachzuschlagen und seine Punkte entweder zu verifzieren oder falsifizieren.
…finde ich das genau so scheiße wie Nicht-Feministen und -Feministinnen.
Naja, wie schön, dass jeder seine Meinung haben darf, ohne, dass das gehatet wird, oder? :)
Ganz wunderbar finde ich hier ein Zitat von Svenja Gräfen...
…danke, nein. Keiner der genannten Aktivistinnen hat bisher auch nur einen haltbaren Beitrag geleistet, den alle als Erfolg verbuchen können.
…danke, nein. Keiner der genannten Aktivistinnen hat bisher auch nur einen haltbaren Beitrag geleistet, den alle als Erfolg verbuchen können.
Feminismus und Gleichberechtigung sind Themen, die uns alle angehen.
Artikel 3, GG, Abs. 2
Auch Männer leiden unter dem Druck der Stereotypien. Männer weinen nicht. Männer müssen im Job 150 Prozent geben und wenn ein Mann lieber zu Hause bei den Kids bleibt, statt Karriere zu machen, gilt er als Versager. Jungs spielen nicht mit Puppen. Die Liste ist endlos.
Und wieder diese Behauptungen? Aus welcher Sicht spricht die Autorin? Als Frau für Männer etwa? Suzie Grime hätte jetzt in etwa gesagt:
„…wenn Männer bei Frauenproblemen mitreden, obwohl sie keine Vagina haben.“
Ein lesenswerter Artikel des Doktoranten zum Thema "Toxic Masculinity".
Dem Feminismus geht es um Freiheit für alle Geschlechter…
Mann, Frau. 2 Geschlechter.
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Freitag, 10. März 2017
Donnerstag, 9. März 2017
Dienstag, 7. März 2017
Femcy.at
Auf femcy.at schreibt Denise über Themen wie Fashion, Reisen, Feminismus, ihren Alltagsgedanken und anderen Sachen. Einige "Femcypicks" haben auch prompt für etwas Stirnrunzeln gesorgt.
GENDER PAY GAP
Wie lange hält man den Pay Gap Mythos, der ja schon so lange widerlegt wurde, noch aufrecht? Wenige ein/e feministische/r Autor/in setzen sich kritisch und angemessen damit auseinander.
GAR NICHT SÜSS VON AIDA
"...da die T-Shirts von den Angestellten freiwillig getragen werden. (haha jo genau)"
Eigentlich hat die Autorin schon die Antwort darauf gegeben. Sie tragen das freiwillig. Ich gehe davon aus, dass keine der Angestellten Frauen eine Pistole an die Brust gesetzt bekommt und gezwungen wird, diese Shirts (jetzt mal unabhängig von den schlechten Sprüchen oder Namen) zu tragen. Wenn sich eine Angestellte ernsthaft diskriminiert fühlt, sollte sie auch ein deutliches Zeichen setzen und kündigen.
TEDX TALK: BLOODY WOMEN
Wie ist die Haltung der Autorin hierzu?
Wir können gerne über die Besteuerung diskutieren, die auf solche Produkte erhoben werden.
Aber: es handelt sich bei der Menstruation nicht um ein Tabu-Thema. Viel eher ist die weibliche Menstruation schlichtweg eine intime Angelegenheit. Etwas sehr persönliches. Und ich persönlich finde, das sollte auch so bleiben. Es reicht völlig aus, dass darüber aufgeklärt werden. Aber derzeit kann man fast den Eindruck bekommen, dass Feminist(inn)en am liebsten jeden Tag darüber sprechen wollen. Und was soll dann überhaupt darüber gesprochen werden? Am Tisch, mittags? In der Bahn? Beim Sport? Nachts, im Club? Und reicht es für mich als Mann nicht zu wissen, was die Menstruation ist? Auf Alternativen wie der Moon Cup hinzuweisen ist natürlich lobenswert, jedoch muss hier kein Tabu gebrochen werden.
MÄNNLICHE UNSCHULD
"Leseempfehlung!"
Es wird auf einen Artikel von Hengameh Yaghoobifarah verwiesen, den diese für's Missy Magazine verfasst hat. Hier geht es um Gina Lisa und die Frage, warum oder ob dem Angeklagten mehr geglaubt wird als dem Video.
Nun, der Verlauf und den Ausgang ist überall nachzulesen. Es gab dazu ein klares Urteil und die Revision hat auch nichts anderes bestätigt. Interessant auch hier, wie gefiltert diese Plattformen - und somit verfälscht - berichten. Ich denke da an die SMS-Protokolle nach jener Nacht oder den Fakt, dass sich beide anschließend wiedersahen.
Abgesehen davon halte ich H. Yaghoobifarah für ohnehin sehr problematisch, weil sie Männer hierzulande permanent "Cis, weiß, heterosexuell" bzw. damit problematisch nennt. Nein, Hengameh, ich lasse mich nicht verleiten, dir auch andere Zuschreibungen zuzuteilen.
In einem anderen Post vom Mai 2016 schreibt sie, warum sie Feministin ist... (und nicht Humanistin!)
Der Gender Pay Gap wurde bereits selbst vom Bundesamt für Statistik deutlich und sehr nachvollziehbar widerlegt. Nur sträuben sich viele Feminist(inn)en gerne gegen Fakten und Logik.
#1 Ich bin dafür, dass alle Menschen unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe oder Körperform frei von Klischees, gleichberechtigt leben können. Andere würden dazu vielleicht Humanismus sagen, ich bevorzuge aber den Begriff Gleichheitsfeminismus. Ich bin keine Männerfeindin – im Gegenteil. Trotzdem gibt es noch viele Lebensbereiche in denen ein großes Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern besteht (zB.: auch Bezahlung im Job). Auch Männer können Feministen sein, denn es ist eine Lebenseinstellung, eine Bewegung, die nicht zwingend an ein Geschlecht oder eine Identität gebunden ist. Frauen müssen aber meist mehr unter Klischees leiden.
Abgesehen davon, dass ich es etwas zweifelhaft finde, dass Jungs ernsthaft "Champions" genannt werden, bin ich mir auch nicht sicher, wie der Feminismus hier dagegensteuern möchte.
#2 Ein weiterer Grund, warum ich Feministin bin ist, dass Ehrgeiz oft mit Zickigkeit/Verbissenheit verwechselt wird oder sich Frauen mehr beweisen müssen, bis sie ernst genommen werden. Ich kann es gar nicht an zwei Händen abzählen wie oft ich während Praktika als „Pupperl“ oder „Mausi“ bezeichnet worden bin. Im Gegenteil dazu wurden männliche Praktikanten eher als „Champion“ oder „Hawara“ bezeichnet. Ich habe mich gegen solche Kosenamen immer gewehrt und dafür seltsame Blicke erhalten.
#4 Weil nein einfach nein heißt – und das bei einigen Männer noch nicht vollständig angekommen ist. Ich bin freundlich zu dir, trotzdem heißt das nicht, dass ich gleich mit dir schmusen will. Auch in der Medienwelt wiederholt sich ständig die leidigen Themen „So gefällst du jedem Mann“, „So verdrehst du ihm den Kopf“, „Sexstellungen, die jeden Mann verrückt machen“. Heyy ich richte mein Leben auch komplett nach dem Verlangen von Männern aus. *sarcasm off*Nein hieß schon immer Nein. Dass sich man(n)che darüber hinwegsetzen ist nichts neues und auch nichts zu akzeptierendes. Wie in der Kommentarspalte schon erwähnt wurde, kann auch ich aus eigener Redaktionserfahrung sagen, dass diese Themen tatsächlich fast ausschließlich von Frauen verfasst werden. Hier gibt es aber ebenso Artikel in Männermagazinen. Und nun? Ich lese es einfach nicht. Punkt.
Daß in einem #Punkt zwei verschiedene Themen vermischt werden ist erstmal nichts verwerfliches, kommt oft vor.
#5 Weil verstaubte Rollenbilder nicht nur uns Frauen beeinträchtigen. Immer mehr Männer bemerken nun auch, dass das Patriarchat auch sie unterdrückt und ihnen bestimmte Rollen aufzwingt. Der starke Mann, der immer brav das Geld nach Hause bringt, muskulös ist, nie Schwäche zeigt und nicht weinen darf. Auch sie profitieren, wenn das uralte Rollensystem reformiert wird.Welches Patriarchat bitte? Wo ist das, wer ist das konkret? Und witzig, dass Männer das erfunden haben, aber Frauen sehr bereitwillig davon profitieren. Das Patriarchat wird von Internetet-Feminist(inn)en gerne als das unterdrückende, frauenverachtende Männerregime definiert. Hier in Deutschland steht eine Frau an der Spitze des Landes. Sämtliche wichtigen Ministerien werden von Frauen bekleidet und diesen Frauen legt man keine Steine in den Weg. Obdachlose sind überwiegend Männer. Strafgefangene auch. Opfer von Gewalt auch. Sorgerechtstreits verlieren auch meist Männer. Männer werden Opfer von Falschanschuldigungen (Frauen hingegen nicht). Wir stehen summa summarum ganz schön scheiße da, hm?
Was ist das für ein Patriarchat, von dem der Mann letzten Endes gar nicht mal so profitiert?
Was die Wollen angeht, hat Denise offenbar versäumt, dass es bereits seit vielen Jahren einen willkommenen Wandel gibt, in denen sich Männer sehr wohl nicht-typisch-männlichen Dingen (wie geteilten Muttschafts-/Vaterschaftsurlaub), zuwendet. Nur, weil Denise keine weinenden Männer sieht, bedeutet das nicht, dass es diese nicht gibt. Männer verarbeiten schlicht anders und es wäre fast typisch für Feminist(inn)en, wenn Männer ab sofort gleichgestellt immer dann weinen müssen, wenn es angebracht wäre.
*sarcasm off*
Wie aber profitieren Männer konkret von der "Reformierung" der Rollenbilder? Ich warte bis heute auf eine Antwort auf diese Frage, in wie weit der Mann von dieser Ideologie profitieren könnte.
#6 Weil Sexismus und Diskriminierung noch immer präsent sind – und zwar in der Werbung, im Job und im ganzen Alltag. Jeder von uns kennt unzählige sexistische Witze. Ohne Frage – im westlichen Raum wurde schon einiges erreicht, aber wir sind noch nicht dort angekommen, wo wir sein sollten. Die Unterdrückung des weiblichen Geschlechts und die steifen Geschlechterrollen sind globale Probleme, die sich in den verschiedenen Ländern auf unterschiedliche Art und Weise bemerkbar machen.Ich kann Denise beruhigen:
frauenrechtliche Themen sind vor Ort wie im Nahen und Mittleren Osten, Indien, Pakistan und Saudi Arabien schon lange im Gange, umgesetzt zu werden. Sehr begrüßenswert. In einigen Ländern sind die Strukturen leider sehr viel verhärteter als hier bei uns, deshalb erscheint es uns, als ob sich dort nichts tut. Dieser Youtube-/Blog-Feminismus wird dort jedoch nichts bewegen. Der Deutsche WErberat wacht über sexistische oder nicht sexistische Werbung. Außer, Femcy.at möchte jetzt nebst Ankläger auch Wächter sein.
#7 Ich bin Feministin, weil ich mich dem medialen Druck, perfekt sein zu müssen nicht hingeben will. Wir Frauen müssen „stets schön, für immer jung, sportlich, klug und am besten noch CEO eines Unternehmens sein, aber dann doch nicht zu erfolgreich, weil wir uns ja noch um unsere vier Kinder kümmern sollen und obendrein noch die perfekte Hausfrau sein müssen“ Wer hat diese Anforderungen erfunden?Wieder der mediale Druck. Haben sich feministische Aktivisten eigentlich mal gefragt, dass es an einem selbst liegt, solche Trends freiwillig mitzumachen? Liegt es vielleicht nicht an jedem selbst, solche Mechanismen wie "Muss ich so aussehen? Muss ich das tragen?" zu hinterfragen?
#8 Ein weiterer Punkt ist Slut-Shaming. Jede Frau hat die eigene Macht über ihren Körper und ihre Sexualität. Noch immer werden Männer mit vielen Sexualpartnerinnen als begehrt und attraktiv, Frauen dagegen als Schlampe, Nutte oder leicht zu haben beschimpft. Wo bleibt hier die Gleichberechtigung?Männer sind dann Player, Fuckboys, Machos... über die wird auch dementsprechend gesprochen. Unter Männern diskutiert man eigentlich kaum darüber, ob das wirklich so cool ist. Unter Freunden zelebriert man dieses "Mann"-sein gelegentlich. Deswegen ist man aber nicht mehr Mann. Wenn Frauen sehr gerne und auch viel öfter über das eigene Geschlecht "Schlampe und Nutte sagen, ist es vielleicht eher eine Sache, die ihr unter euch klären müsst? Man sieht es auch deutlich unter Fotos auf Instagram, wenn Frauen sich aufreizend posten... jetzt ratet mal, wer zu einem deutlich überwiegenden Teil shamet?
#9 Weil Frauen noch immer (!) selbst für Vergewaltigungen verantwortlich gemacht werden. Keine Frau, egal ob sie einen Skianzug, einen Bikini, oder Ledermini trägt will das! (we´re not asking for it!)...puh!
Das weiß auch jeder normaldenkende Mann, dass sie das nicht will. Dass muss man nicht extra erklären, aber danke. Es gibt Männer und Frauen, die diese Grenzen bewusst mißachten - und darum geht es. Diesen Menschen wird zumindest hier sowas nicht anerzogen oder beigebracht. Wer macht die Opfer dafür verantwortlich? Eine genaue Beschreibung wäre hilfreich gewesen. Jedenfalls wird in keinem Gerichtsverfahren oder bei keiner polizeilichen Vernehmung dem Opfer gesagt, dass es am Opfer liegt, dass es vergewaltigt wurde. Viele verdrehte Köpfe in der Bevölkerung gibt es, die das behaupten, ja.
#10 Der letzte Grund ist, dass mir Solidarität gegenüber Frauen enorm wichtig ist. Das möchte ich auch mit meinem Blog zeigen. Pusht einander, seid nicht neidisch. Helft einander und profitiert von einander. Wir sind Frauen – wir müssen uns unterstützen ♥
Das hat Denise ja schon zu eingangs erklärt, weshalb sie Feministin ist und keinen Humanismus unterstützt... denn das wäre jeder Mensch. Gleich.
Mindestens genauso unterhaltsam fand ich dann den Kommentar einer Besucherin, die einem Kritiker auch gleich mal, nicht ganz untypisch, Mensplaining vorwarf:
Auch nach diesem Artikel fällt auf: die selben Themen, die selbe anklagende Haltung (aber keine Lösungsanssätze), wieder eher semi-gut recherchiert, nicht selbstkritisch, kaum konstruktiv und es wird klar, dass es vielleicht nicht Männerhassend klingt, liebend aber auch nicht.
Freitag, 3. März 2017
Freitag, 24. Februar 2017
Helene Hahne, Gina-Lisa und die Fakten
Auf Edition F ist ein Artikel von Helen Hahne erschienen, in dem Helene Hahne offene Fragen zum Fall Gina-Lisa Lohfink wegen Vergewaltigung hat.
Die Faktenlage ist soweit eindeutig und auch nach Revision hat sich nichts dran geändert. Ein/e Richter/Richterin, eine Staatsanwältin und der Gutachter sind sich in allen Punkten einig, die Beweise sprechen ebenfalls eine deutliche Sprache - und zwar gegen Gina-Lisa.
Nun verhält es sich aber so, dass sich vor allem Feministinnen Gina-Lisa Lohfink zur Seite schlagen und geschlossen die Ansicht vertreten, hier habe eine Vergewaltigung stattgefunden. Trotz der Tatsache, dass jene Aktivisten keinerlei Zugang zu Beweisen hatten und demnach nur Gina-Lisa Lohfink's Wort Glauben schenken.
Helen Hahne schrieb:
"Der Fall wurde öffentlich kontrovers diskutiert. Obwohl es ein Video von dem Geschlechtsverkehr gibt, in dem Gina-Lisa Lohfink immer wieder laut "Nein" sagt, sah das Gericht keinen hinreichenden Hinweis für eine Vergewaltigung und verurteilte Lohfink zu 20.000 Euro. Dagegen ging sie mit ihrem Anwalt in Revision. Zum einen, weil 20.000 Euro für ihre tatsächlichen Einkunftsverhältnisse deutlich zu hoch angesetzt seien und zum anderen, um den Schuldspruch aufheben zu lassen."Bei Verhängen einer Geldstrafe oder sonstigen Strafzahlungen werden immer die Einkünfte des Angeklagten eingeholt. Demnach werden nach Gesetz Tagessätze bzw. in Verbindung mit dem Strafmaß die Höhe der Tagessätze ermittelt. Auch nach jener Revision hat das Gericht auch hier keine Fehler erkennen können. Nachdem Gina-Lisa während des Prozesses diverse Talkshows besucht hat und erst kürzlich einige Tage im Dschungelcamp war, ist hier sicherlich einiges dabei rausgesprungen. Über Gina-Lisa's "tatsächliche" Einkunftsverhältnisse klärt uns Helen Hahne leider nicht auf.
"Die Journalistin Sylvia Margret Steinitz vom Stern hat den kompletten Prozess begleitet und war am Freitag auch bei der Urteilsbestätigung vor Ort. Ihr Kommentar, der von einem fundierten Rechtsverständnis, Aktenkenntnis und vor allem einer langfristigen Begleitung des Falles zeugt, kritisiert dieses Verhalten des Richters in einem Kommentar und wirft wichtige Fragen des Verfahrens noch einmal auf."Kenntnisse und "fundiertes Rechtsverständnis" ersetzen die Kompetenzen von ausgebildeten, jahrelang tätigen Juristen nicht.
"Und sie weist auf eine Tatsache hin, die im Zusammenhang mit dem Urteil einmal mehr zum Nachdenken anregt: Gegen Pinto läuft bereits das nächste Verfahren wegen Verdacht auf Vergewaltigung, in ganz ähnlicher Weise wie bei Gina-Lisa Lohfink..."
„Ich habe es schon öfter geschrieben, aber bitte, hier noch einmal: Es kann bis heute nicht zweifelsfrei ausgeschlossen werden, dass Gina-Lisa Lohfink unter dem Einfluss bewusstseinsverändernder Substanzen stand..."Soviel Fachkompetenz misst sie ihr bei. Dass ein weiteres Verfahren anhängt, sagt erstmal nichts aus. Es handelt sich erst einmal um eine Anschuldigung. Ob er einer Tat überführt werden kann, steht offen.
"Binschek-Domaß betonte im Amtsgericht Tiergarten, es gebe keine Anhaltspunkte für K.-o.-Tropfen. Unter deren Wirkung könne man keine Pizza bestellen und mit der Managerin telefonieren." (FAZ)
"Eine Manipulation durch K.-o.-Tropfen sei auszuschließen, sagte Gögge. Sie berief sich dabei auf ein zuvor vorgetragenes Gutachten des zum Sachverständigen bestellten Toxikologen Torsten Binschek-Domaß. Dieser hatte gesagt, der Einsatz der Tropfen sei mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen, es gebe keine Anhaltspunkte dafür." (Spiegel Online)
"Der Medikamenten- und Drogenexperte Torsten Binschek-Domaß sagte, Lohfink sei wach, ansprechbar und orientiert gewesen. Das ergebe sich aus den Videofilmen, die in der Sexnacht gemacht wurden. Binschek-Domaß betonte vor Gericht, es gebe keine Anhaltspunkte für K.-o.-Tropfen. Unter deren Wirkung könne man keine Pizza bestellen und mit der Managerin telefonieren." (welt.de)Ebenso schreibt Zeit.de:
"...dass sich Frau Lohfink ein weiteres Mal mit Pardis F. getroffen und geliebt haben soll. Für einvernehmlichen Sex sprechen auch die zärtlichen Textnachrichten, die Gina-Lisa Lohfink nach der Nacht, in der sie vergewaltigt worden sein soll, an Pardis F. geschickt hat. "Geht’s dir gut? Ich vermisse dich". Oder: "Würde jetzt so gerne in deinen Armen einschlafen. Kuss"."
Sonntag, 19. Februar 2017
Ani, der richtig/falsche Feminismus und der Sexismus
Originalvideo
Leider fehlt hier ein passender Name (wir finden diesen etwas später), also nennen wir sie weiterhin "iambeer foryou"...
Eine Eisschleckende "iambeer foryou" erklärt recht kurz und knapp, was sie über den falschen bzw. richtigen Feminismus und über Sexismus denkt und sich ihre Meinung offenbar nur "durchs Internet, Youtube und durch ihren Kopf gebildet hat". Zitat: "Weil das einfach mein Ding ist!". Ok.
Im Grunde ein nettes Video, da es nicht oft Videos von weiblichen YouTubern gibt, die eine kritische Haltung einnehmen und dies auch öffentlich machen. Und sie spricht auch - sehr lobenswert - einen relativ neuen Trend an: die aufreizenden Fotos mancher selbsternannter Feminist(inn)en, die diese mit ihrer sexuellen Selbstbestimmung und ihres Daseins als Feministin rechtfertigen. Und nur damit.
Was natürlich - wie sie richtig anmerkt - völliger Quatsch ist. Denn damit sollen meines Erachtens nur Diskussionen provoziert werden, um deren Agenda zu erklären und jedem deren Meinung auf die Nase zu binden.
Allerdings muss ich ihr in Hinsicht der Geschlechter widersprechen. Hier ist die Rede von mehr Geschlechtern als das von Mann und Frau. Nun, es wird zwar gerne von mehreren Geschlechtern gesprochen, jedoch - wenn wir ehrlich und bei den Fakten bleiben - wissen wir, dass es genauer genommen nur 2 Geschlechter gibt, Mann und Frau. Eine Frau, die sich als Mann fühlt, ist deshalb noch kein Mann. Man kann der Überzeugung sein, dass ein gefühlter Mann auch ein Mann sein darf, jedoch darf dieser dann nicht von Unterdrückung dessen Geschlecht sprechen, wenn dies nicht allgemein akzeptiert wird.
Hier zu ein interessantes Video vom Doktorant:
Minute 0:42 und 3:37
Ich bin kein Schwulenfeindlicher, Frauenhassender Blogger. Ich liebe Frauen und meine 2 schwulen Freunde. Wenn es um Ungleichbehandlung in meinem Umfeld geht, bin ich garantiert einer der Ersten, der sich meldet und Haltung einnimmt. Dazu muss ich aber kein Feminist sein. Und erst recht keiner, der Themen an den Haaren herbeizieht und Strohmänner baut.
Aber das nur mal als Haar in der Suppe... Tolles Video, ich freue mich auf mehr.
Ps: geiler Pulli, geile Band! ;)
Das war der aktuelle Stand zum Ende ihres Videos.
Natürlich nehme ich mir die Leute, über die ich schreibe, schon immer etwas genauer unter die Lupe. Also das Instagram-Profil gecheckt und dabei ist mir dann gleich instant das Entsetzen ins Auge gesprungen. Gut, ich muss den obigen Text nochmal in Frage stellen?
In ihrem Instagram-Profil finde ich dann folgendes Selfie:
Eines dieser Fotos zeigt, wie oben, ein Shirt mit jener Aufschrift. Nun stelle ich mir (wieder) folgende Fragen (denn ich habe das in ähnlicher Form auf meinem Instagram-Profil schon gepostet):
- das Shirt ist von H&M, richtig? Ist ihr als Trägerin bewusst, für was H&M in den letzten Jahren sehr unbequem bekannt geworden ist? Richtig, für die miesen Zustände der Fabrikarbeiter in Asien. Vor allem auch Frauen. Nun trägt sich ein T-Shirt, das unter sehr fragwürdigen Umständen hergestellt wird und dabei diesen Satz trägt, sicherlich erstmal sehr gut - wenn man sich dessen Zusammenhang nicht bewusst ist. Hält man sich diesen Widerspruch bzw. diese Doppelmoral vor Augen, erkennt man auch sicherlich den Widerspruch zu vorangegangen gewonnenem Eindruck von Ani.
- steht diese Haltung, also das Shirt und der gepostete Text, nicht irgendwie im Gegensatz zu dem, was Ina im obigen Video zeigt?
Weiter geht es mit dem dazu geposteten Text:
"Gestern hat mich so abgefuckt. Die liebe Jessi (@ironheartx) hat ein Foto von ihrem
blutigen Bettlaken gepostet, weil sie (wie jede Frau irgendwann mal) "übergelaufen" ist.
Plötzlich ging auf Twitter und Instagram mega der Hate los "warum sie denn sowas postet".
Dinge wie "Sowas gehört doch nicht ins Internet" oder "Nächstes mal fotografier ich auch meine
S****** und stell das ins Internet" kamen nicht nur von sexistischen Männern, sondern auch
von Frauen, die sowas "ekelerregend" finden. Was zur Hölle?! Frauen finden die Periode eklig?!
Schwanz durch die Welt schicken und fremde Frauen damit belästigen, aber wenn Frauen einmal
ein pikantes Foto posten, geht sofort Stress los. Wenn Männer posten und schicken dürfen was sie
wollen, dürfen Frauen das verdammt nochmal auch! Warum muss ich eigentlich so ein Shirt tragen
und so einen Text schreiben? Es sollte selbstverständlich sein, dass Männer und Frauen gleichgestellt
sind und die gleichen Rechte haben. Nicht nur im Internet. Wir leben im 21. Jahrhundert; es sollte
langsam mal Schluss sein mit Sexismus, Homophobie und Antisemitismus. Jeder hat das Recht sich
zu präsentieren, wie er/sie will. Jeder hat das Recht zu lieben wen er/sie will. Und niemand sollte sich
dafür schämen, wer er/sie ist. Wenn ihr mit solchen Menschen insbesondere im Internet nicht klarkommt,
dann gibt's immer noch den "entfolgen"-Button. Und bitte lasst uns einfach mit diesem Bullshit in Ruhe
und behaltet es für euch."
Puh!
Also als aufmerksamer Leser ist mir besagte Jessica natürlich ein Begriff. Die ist mir letztes Jahr aufgefallen und natürlich hat sie mein Interesse mit derartigen Postings geweckt. Eigentlich wollte ich einen Artikel darüber schreiben, jedoch empfand ich das aber als unnötig, da mir das alles zu sehr nach Aufmerksamkeitssucherei aussah und ich sowas nicht zusätzlich unterstützen möchte. Menschen wie Jessica finden in fast allem eine Form der Unterdrückung und Möglichkeit, "beleidigt und diskriminiert zu werden". Dem folgte dann auf Nachfragen der klassische Bann.
Jessica postete ein Foto, auf dem ihr blutiges Laken zu sehen war. Daraufhin folgten Kommentare jeglicher Natur, von Hate bis Ermutigung und Lob. Nun, ich konnte dem Ganzen persönlich natürlich nicht so viel abgewinnen, ich als weit über Ü30iger kenne Blut, auch das von Frauen und provoziert hat es mich auch nicht, denn das sollte das Foto ja. Als erfahrener Mensch habe ich entsprechend wenig Ekel davor. Jedoch bin ich ebenfalls der Meinung, dass so etwas privates und intimes, nichts so offiziell auf Instagram zu suchen hat. Sowas funktioniert nur online. Im Rahmen eines kunstbezogenen Kontextes meinetwegen, ja. Aber das war hier nicht der Fall.
Was möchte mir Jessica also mitteilen? Dass sie blutet? Das weiss ich. Dass das eklig sein kann? Ist mir bekannt. Sollte mehr darüber gesprochen werden? Finde ich nicht... zu welchem Zweck auch? Soziale Akzpetanz (wie ich in einem anderen Posting mal las) vielleicht? Das Ganze geht in eine sehr seltsame Richtung.
Siehe dieser Post einer anderen "Feministin":
Desweiteren verstehe ich in diesem Zusammenhang auch die folgenden Statements nicht ganz:
"kamen nicht nur von sexistischen Männern"
Sexistische Männer? Wer unterdrückt deiner Definition von Sexismus wen? Ist derjenige Sexist, weil jemand seinen Ekel mitteilt und seine persönliche Einstellung postet? Nun, Instagram ist eine Social Media Plattform. Auf dieser findet ein Austausch statt, wie im echten Leben auch. Ob mir das manchmal gefällt oder nicht. Es ist einfach so. Oft und vor allem dort sind sehr junge User unterwegs. Die wenigsten Jungs haben, das unterstelle ich denen, kaum Erfahrung mit dem weiblichen Körper. So verhält es sich mit Mädels, die Selbstwertprobleme haben oder einfach aus Stutenbissigkeit haten. Viele überspielen in beiden Fällen das mit scheiß Sprüchen. Viele von den Jungs haben noch nicht einmal ernsthafte Erfahrungen mit einer Frau gemacht und viele dieser Mädchen kennen nicht mal sich selbst. Hier gehe ich also davon aus, dass diese Statements also nicht mal 100% aufrichtig sind und somit meines Erachtens nicht unter die Definition von Sexismus fällt.
"Frauen finden die Periode eklig?!"
Manche Frauen empfinden das so. Meine Freundin empfand das ebenfalls als eklig, sie sagte, sie würde das so auch nicht machen. Ist das nun schlimm?
"dass so viele Männer ihren Schwanz durch die Welt schicken und fremde Frauen damit
belästigen, aber wenn Frauen einmal ein pikantes Foto posten, geht sofort Stress los"
Differenzierung, maybe? Penisbilder werden aus einem ganz anderen Grund verschickt als Frauen diese pikanten Fotos posten. Das mal vorweg. Dann gibt es natürlich Menschen, Männer wie Frauen, die solche Penisbilder nicht sonderlich prickelnd finden. Ich ebenfalls. Das Recht, ungefragt solches Material zu versenden, nehmen sich diese Verschicker halt einfach raus. Und die pikanten Fotos-Posterinnen eben auch. Beides eckt an. Der Unterschied ist, das Versenden solcher Penisbilder ist strafrechtlich sogar relevant. Die pikanten Fotos aber nicht. Ich sehe also kein ernstzunehmendes Problem.
"dass Männer und Frauen gleichgestellt sind und die gleichen Rechte haben."
Nun, seit der Nachkriegszeit haben wir sogar die gleichen Rechte. Gott sei Dank. Nur ist in diesem Text kein Zusammenhang/Kontext zur Gleichstellung herzustellen. Gleichstellung im Sinne des Versenden von irgendwelchen Fotos? Müssen wir sowas rechtlich oder gesellschaftlich hinbiegen? Das klingt eher nach First World Problem.
"Jeder hat das Recht sich zu präsentieren, wie er/sie will."
Dazu nur soviel: man hat das Recht auf freie Entfaltung, keine Frage. Nur finden die Rechte des einen die Grenzen dort, wo andere Grenzen verletzt werden. Nämlich dort, wo andere Menschen belästigt werden. Das gilt hier für beide. Penisbildverschicker und Pikantfotosposterinnen. Man hat also die Möglichkeit, Nachrichten zu löschen oder Profile von vornherein zu meiden.
Was halte ich nun vom eingangs geposteten Video im Zusammenhang mit dem Instagram-Posting?
Widerspruch? Sinneswandel?
Montag, 19. Dezember 2016
Carina und problematische Quellenangaben
Carina Herrmann betreibt die Blogs Pinkcompass.de und Um180Grad.de, in denen sie, nur für die Frau, Reiseberichte, Tips und Persönliches verfasst. Soweit, so gut.
Auf einen ihrer Artikel bin ich gestossen, als ich nach einer Studie gesucht habe, die oft auf diveresen Feministen-Blogs gepostet werden. Carina hat diese Studie im Zusammenhang mit Vergewaltigungen in Ländern wie z.B. Indien ebenfalls in ihrem Blog gepostet.
Wie das eben oft so ist, mit Studien und anderen Quellenangaben... sie werden nicht auf ihren Wahrheitsgehalt, ihren Zusammenhang oder ihre Aktualität geprüft.
Die Studie bzw. der Poll wurde 1978 unter Leitung von Jacqueline Goodchilds in auftrag gegeben/durchgeführt. In der Studie/Poll/wasauchimmer wurden 432 Jugendliche im Alter von 14-18 Jahren befragt. Die drei dominierenden Ethnien sind hier gleichermaßen vertreten. Persönliche Einstellungen zum jeweils anderen Geschlecht, Sexualität, Rollenverteilung, Macht, sexueller Mißbrauch und Gewalt wurden nebst Verhaltenserwartungen,
Wahrnehmungen, Normen bezüglich des Datens, sowie der Aufnahme von Einstellungen und Erwartungen.
Ist eine "Studie" mit 432 jugendlichen Teilnehmern aus dem Jahre
1978 repräsentativ, bzw. was soll sie mir im Jahre 2016 mitteilen?
"Sondern weil ich denke, dass Frauen und Männer genau die gleichen Möglichkeiten, Chancen und Perspektiven haben sollten."
sagt Carina. Das mag sehr wohl auf jene Länder zutreffen, welche sie bereist hat. Aber aktuellen Wissenstandes ist das hier in Deutschland nicht der Fall. Jedenfalls hat die Autorin es versäumt, hier konkrete, belegte Beispiele anzuführen.
In jenen Ländern ist die Mißachtung der Frau so tief verwurzelt, dass es die frauenfeindlichen Herrschaften herzlich wenig interessiert, über was Carina oder die jungen Youtuber/innen hier schreiben und was sie bewegt.
Dieser 3rd Wave Feminism ist nur noch ins Netz verlagert und eine unterdrückte Frau in den oben genannten Ländern wird es kaum interessieren, was eine getriggerte YouTuberin über rosa Ü-Eier und Safe Spaces schimpft. Denn der Drang nach einer Veränderung (Gleichberechtigung, Wahlrechte erreichen oder weibliche Beschneidung beenden und vieles mehr) entsteht in der Regel aus der eigenen Notwendigkeit.
Siehe:
Kampf gegen die Beschneidung kurdischer Frauen
Wahlrecht der Frauen in Saudi Arabien
Feminismus in Indien
Weiter: "Hat sich eigentlich mal jemand für die Männer und ihr Recht eingesetzt, ihre Kinder aufwachsen zu sehen?". An dieser Stelle gewinnt der Blog an Sympathie. Denn als eine der wenigen Feministinnen erkennt Carina an, dass einerseits Feminismus an einer Stelle eine falsche Abzweigung genommen hat und es andererseits sehr wohl auf beiden Geschlechterseiten zu eigenen Kämpfen der Ungerechtigkeit, hier: Männer, die um ihre Rechte als Väter kämpfen. Nein, für Männer setzt sich außer den bekannten Männerrechtsbewegungen keiner oder kaum jemand ein, jedenfalls nicht von feministischer Seite. Zumindest ist mir nach langer, ausgiebiger Recherche nichts nennenswertes bekannt. Sehr lobenswert, Frau Hermann, das zu erwähnen, denn das ist, milde gesagt, vielen anderen selbsternannten Feminist(inn)en offenbar entgangen oder sie wollen dies einfach auch gar nicht in ihrer Agenda haben.
Und nun ein gewaltiger Schlenker, der mir ehrlich gesagt, die Sympathie wieder zunichte gemacht hat:
Carina schimpft auf junge Frauen herablassend, sie wären "dumm und ignorant", weil diese ihre Meinung in Form von beschrifteten Zettel in der Hand halten und erklären, warum SIE den Feminimus nicht brauchen.
Der Website ist deutlich zu entnehmen, warum SIE Feminismus nicht brauchen. SIE und nicht Frauen generell. Das ist eine zu respektierende, persönliche Entscheidung.
Es ist anmaßend, über die persönliche Entscheidung anderer dermaßen zu urteilen.
Dies schließt nicht aus, dass sie der Meinung wären (das wird auf der Seite leider nicht bekanntgegeben), der Feminismus wäre woanders besser eingesetzt, was den Punkt "ignorant" betrifft. Zumal sie ohnehin keinen anderen Feminismus als in seiner dritten Welle kennen. Dieser 3rd Wave Feminism wird in einem Kommentar sehr treffend beschrieben:
Nun, Christian hat, zurecht, kritisiert, dass man Content jeglicher Art veri- oder falsifizieren sollte. Das ist man der Sache und der Leserschaft schuldig, wie ich finde.
Dienstag, 6. Dezember 2016
Hach, Luna... Ghandi als Vorbild? Leben und leben lassen?
Originalvideo
Luna, das ist (mal wieder) der Beweis, wie unprofessionell du mit Themen und derem Stoff umgehst... und das nicht selten bei jungen YouTuber*innen.
Das "Barbie/Ken"-Video ist schon nicht so gut geworden, nun fand ich zufällig dieses Video.
Du hast Gleichberechtigung nicht verstanden und eiferst diesem verlogenen Feminismus nach. Dieser Feminismus macht sich durch Lügen, Doppelmoral, Übersensibilität und Reverse-Sexismus groß und alle schluckens. What the f--k?
Nun geht es mit Lebensphilosophien weiter.
Von welchen Rollen sprichst du konkret? Wer konkret hindert dich, hier dein Leben zu leben, wie du es möchtest? Ich vermute ja: keiner.
Ghandi als Vorbild? Leben und leben lassen?
Hier eine kleine Nachhilfe aka Mensplaining:
Ghandi, das ist mittlerweile kein Geheimnis mehr, war u.a. ein frauenhassender Rassist, harter Slutshamer und letztendlich undankbarer, schmarotzender Mörder seiner Frau. Na prima... keine reine Weste mehr. Die Art und Weise, wie er seine Enthaltsamkeit testete? Nicht pervers. Sicher unwichtig. Dass seine unterlassene Hilfe letztendlich seine Frau Kasturbai (die ohnehin genug unterm ihm litt) umbrachte, da sie keine Antibiotika schlucken sollte? Auch unwichtig. Aber als friedliebender Kämpfer kann er herhalten. Ebenso ist da auch wenig Geschichte Indiens vorhanden, sonst wäre man vorsichtig mit so einer Ikonisierung Ghandis.
Ghandi, das ist mittlerweile kein Geheimnis mehr, war u.a. ein frauenhassender Rassist, harter Slutshamer und letztendlich undankbarer, schmarotzender Mörder seiner Frau. Na prima... keine reine Weste mehr. Die Art und Weise, wie er seine Enthaltsamkeit testete? Nicht pervers. Sicher unwichtig. Dass seine unterlassene Hilfe letztendlich seine Frau Kasturbai (die ohnehin genug unterm ihm litt) umbrachte, da sie keine Antibiotika schlucken sollte? Auch unwichtig. Aber als friedliebender Kämpfer kann er herhalten. Ebenso ist da auch wenig Geschichte Indiens vorhanden, sonst wäre man vorsichtig mit so einer Ikonisierung Ghandis.
Quelle: Zeit Online, VICE
"Leben und leben lassen" predigst du, siehst in Nicht-Veganern das Böse und stellst das als das ultimo Positive dar. Nun, Wenn du von "Leben und leben lassen" sprichst, dann aber kein Anzeichen von Toleranz zeigst, dann möchte ich an dieser Stelle gerne erläutern, was es mit dem Spruch auf sich hat. Die Redensart stammt aus Friedrich Schiller's Drama "Wallensteins Lager", wo sich der erste Jäger über den Feldherrn Tilly folgendermaßen äußert:
„Und ging’s nur nicht aus seiner Kassen,Sein Spruch war: leben und leben lassen.“
Dieses viel benutzte Zitat hat die Bedeutung von tolerant sein. Du interpretierst darin noch einen weiteren Zusammenhang, nämlich den des Verzichts auf Fleisch - allgemeingültig ist das aber nicht.
Und auch der Duden sagt:
"leben, wie es einem gefällt, aber auch tolerant
sein und anderen ihre Lebensweise zugestehen"
Just sayin'!
Passend dazu ein Video von Bleilo, der sich offenbar der selben Sache annahm:
Passend dazu ein Video von Bleilo, der sich offenbar der selben Sache annahm:
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