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Freitag, 10. März 2017
Dienstag, 7. März 2017
Femcy.at
Auf femcy.at schreibt Denise über Themen wie Fashion, Reisen, Feminismus, ihren Alltagsgedanken und anderen Sachen. Einige "Femcypicks" haben auch prompt für etwas Stirnrunzeln gesorgt.
GENDER PAY GAP
Wie lange hält man den Pay Gap Mythos, der ja schon so lange widerlegt wurde, noch aufrecht? Wenige ein/e feministische/r Autor/in setzen sich kritisch und angemessen damit auseinander.
GAR NICHT SÜSS VON AIDA
"...da die T-Shirts von den Angestellten freiwillig getragen werden. (haha jo genau)"
Eigentlich hat die Autorin schon die Antwort darauf gegeben. Sie tragen das freiwillig. Ich gehe davon aus, dass keine der Angestellten Frauen eine Pistole an die Brust gesetzt bekommt und gezwungen wird, diese Shirts (jetzt mal unabhängig von den schlechten Sprüchen oder Namen) zu tragen. Wenn sich eine Angestellte ernsthaft diskriminiert fühlt, sollte sie auch ein deutliches Zeichen setzen und kündigen.
TEDX TALK: BLOODY WOMEN
Wie ist die Haltung der Autorin hierzu?
Wir können gerne über die Besteuerung diskutieren, die auf solche Produkte erhoben werden.
Aber: es handelt sich bei der Menstruation nicht um ein Tabu-Thema. Viel eher ist die weibliche Menstruation schlichtweg eine intime Angelegenheit. Etwas sehr persönliches. Und ich persönlich finde, das sollte auch so bleiben. Es reicht völlig aus, dass darüber aufgeklärt werden. Aber derzeit kann man fast den Eindruck bekommen, dass Feminist(inn)en am liebsten jeden Tag darüber sprechen wollen. Und was soll dann überhaupt darüber gesprochen werden? Am Tisch, mittags? In der Bahn? Beim Sport? Nachts, im Club? Und reicht es für mich als Mann nicht zu wissen, was die Menstruation ist? Auf Alternativen wie der Moon Cup hinzuweisen ist natürlich lobenswert, jedoch muss hier kein Tabu gebrochen werden.
MÄNNLICHE UNSCHULD
"Leseempfehlung!"
Es wird auf einen Artikel von Hengameh Yaghoobifarah verwiesen, den diese für's Missy Magazine verfasst hat. Hier geht es um Gina Lisa und die Frage, warum oder ob dem Angeklagten mehr geglaubt wird als dem Video.
Nun, der Verlauf und den Ausgang ist überall nachzulesen. Es gab dazu ein klares Urteil und die Revision hat auch nichts anderes bestätigt. Interessant auch hier, wie gefiltert diese Plattformen - und somit verfälscht - berichten. Ich denke da an die SMS-Protokolle nach jener Nacht oder den Fakt, dass sich beide anschließend wiedersahen.
Abgesehen davon halte ich H. Yaghoobifarah für ohnehin sehr problematisch, weil sie Männer hierzulande permanent "Cis, weiß, heterosexuell" bzw. damit problematisch nennt. Nein, Hengameh, ich lasse mich nicht verleiten, dir auch andere Zuschreibungen zuzuteilen.
In einem anderen Post vom Mai 2016 schreibt sie, warum sie Feministin ist... (und nicht Humanistin!)
Der Gender Pay Gap wurde bereits selbst vom Bundesamt für Statistik deutlich und sehr nachvollziehbar widerlegt. Nur sträuben sich viele Feminist(inn)en gerne gegen Fakten und Logik.
#1 Ich bin dafür, dass alle Menschen unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe oder Körperform frei von Klischees, gleichberechtigt leben können. Andere würden dazu vielleicht Humanismus sagen, ich bevorzuge aber den Begriff Gleichheitsfeminismus. Ich bin keine Männerfeindin – im Gegenteil. Trotzdem gibt es noch viele Lebensbereiche in denen ein großes Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern besteht (zB.: auch Bezahlung im Job). Auch Männer können Feministen sein, denn es ist eine Lebenseinstellung, eine Bewegung, die nicht zwingend an ein Geschlecht oder eine Identität gebunden ist. Frauen müssen aber meist mehr unter Klischees leiden.
Abgesehen davon, dass ich es etwas zweifelhaft finde, dass Jungs ernsthaft "Champions" genannt werden, bin ich mir auch nicht sicher, wie der Feminismus hier dagegensteuern möchte.
#2 Ein weiterer Grund, warum ich Feministin bin ist, dass Ehrgeiz oft mit Zickigkeit/Verbissenheit verwechselt wird oder sich Frauen mehr beweisen müssen, bis sie ernst genommen werden. Ich kann es gar nicht an zwei Händen abzählen wie oft ich während Praktika als „Pupperl“ oder „Mausi“ bezeichnet worden bin. Im Gegenteil dazu wurden männliche Praktikanten eher als „Champion“ oder „Hawara“ bezeichnet. Ich habe mich gegen solche Kosenamen immer gewehrt und dafür seltsame Blicke erhalten.
#4 Weil nein einfach nein heißt – und das bei einigen Männer noch nicht vollständig angekommen ist. Ich bin freundlich zu dir, trotzdem heißt das nicht, dass ich gleich mit dir schmusen will. Auch in der Medienwelt wiederholt sich ständig die leidigen Themen „So gefällst du jedem Mann“, „So verdrehst du ihm den Kopf“, „Sexstellungen, die jeden Mann verrückt machen“. Heyy ich richte mein Leben auch komplett nach dem Verlangen von Männern aus. *sarcasm off*Nein hieß schon immer Nein. Dass sich man(n)che darüber hinwegsetzen ist nichts neues und auch nichts zu akzeptierendes. Wie in der Kommentarspalte schon erwähnt wurde, kann auch ich aus eigener Redaktionserfahrung sagen, dass diese Themen tatsächlich fast ausschließlich von Frauen verfasst werden. Hier gibt es aber ebenso Artikel in Männermagazinen. Und nun? Ich lese es einfach nicht. Punkt.
Daß in einem #Punkt zwei verschiedene Themen vermischt werden ist erstmal nichts verwerfliches, kommt oft vor.
#5 Weil verstaubte Rollenbilder nicht nur uns Frauen beeinträchtigen. Immer mehr Männer bemerken nun auch, dass das Patriarchat auch sie unterdrückt und ihnen bestimmte Rollen aufzwingt. Der starke Mann, der immer brav das Geld nach Hause bringt, muskulös ist, nie Schwäche zeigt und nicht weinen darf. Auch sie profitieren, wenn das uralte Rollensystem reformiert wird.Welches Patriarchat bitte? Wo ist das, wer ist das konkret? Und witzig, dass Männer das erfunden haben, aber Frauen sehr bereitwillig davon profitieren. Das Patriarchat wird von Internetet-Feminist(inn)en gerne als das unterdrückende, frauenverachtende Männerregime definiert. Hier in Deutschland steht eine Frau an der Spitze des Landes. Sämtliche wichtigen Ministerien werden von Frauen bekleidet und diesen Frauen legt man keine Steine in den Weg. Obdachlose sind überwiegend Männer. Strafgefangene auch. Opfer von Gewalt auch. Sorgerechtstreits verlieren auch meist Männer. Männer werden Opfer von Falschanschuldigungen (Frauen hingegen nicht). Wir stehen summa summarum ganz schön scheiße da, hm?
Was ist das für ein Patriarchat, von dem der Mann letzten Endes gar nicht mal so profitiert?
Was die Wollen angeht, hat Denise offenbar versäumt, dass es bereits seit vielen Jahren einen willkommenen Wandel gibt, in denen sich Männer sehr wohl nicht-typisch-männlichen Dingen (wie geteilten Muttschafts-/Vaterschaftsurlaub), zuwendet. Nur, weil Denise keine weinenden Männer sieht, bedeutet das nicht, dass es diese nicht gibt. Männer verarbeiten schlicht anders und es wäre fast typisch für Feminist(inn)en, wenn Männer ab sofort gleichgestellt immer dann weinen müssen, wenn es angebracht wäre.
*sarcasm off*
Wie aber profitieren Männer konkret von der "Reformierung" der Rollenbilder? Ich warte bis heute auf eine Antwort auf diese Frage, in wie weit der Mann von dieser Ideologie profitieren könnte.
#6 Weil Sexismus und Diskriminierung noch immer präsent sind – und zwar in der Werbung, im Job und im ganzen Alltag. Jeder von uns kennt unzählige sexistische Witze. Ohne Frage – im westlichen Raum wurde schon einiges erreicht, aber wir sind noch nicht dort angekommen, wo wir sein sollten. Die Unterdrückung des weiblichen Geschlechts und die steifen Geschlechterrollen sind globale Probleme, die sich in den verschiedenen Ländern auf unterschiedliche Art und Weise bemerkbar machen.Ich kann Denise beruhigen:
frauenrechtliche Themen sind vor Ort wie im Nahen und Mittleren Osten, Indien, Pakistan und Saudi Arabien schon lange im Gange, umgesetzt zu werden. Sehr begrüßenswert. In einigen Ländern sind die Strukturen leider sehr viel verhärteter als hier bei uns, deshalb erscheint es uns, als ob sich dort nichts tut. Dieser Youtube-/Blog-Feminismus wird dort jedoch nichts bewegen. Der Deutsche WErberat wacht über sexistische oder nicht sexistische Werbung. Außer, Femcy.at möchte jetzt nebst Ankläger auch Wächter sein.
#7 Ich bin Feministin, weil ich mich dem medialen Druck, perfekt sein zu müssen nicht hingeben will. Wir Frauen müssen „stets schön, für immer jung, sportlich, klug und am besten noch CEO eines Unternehmens sein, aber dann doch nicht zu erfolgreich, weil wir uns ja noch um unsere vier Kinder kümmern sollen und obendrein noch die perfekte Hausfrau sein müssen“ Wer hat diese Anforderungen erfunden?Wieder der mediale Druck. Haben sich feministische Aktivisten eigentlich mal gefragt, dass es an einem selbst liegt, solche Trends freiwillig mitzumachen? Liegt es vielleicht nicht an jedem selbst, solche Mechanismen wie "Muss ich so aussehen? Muss ich das tragen?" zu hinterfragen?
#8 Ein weiterer Punkt ist Slut-Shaming. Jede Frau hat die eigene Macht über ihren Körper und ihre Sexualität. Noch immer werden Männer mit vielen Sexualpartnerinnen als begehrt und attraktiv, Frauen dagegen als Schlampe, Nutte oder leicht zu haben beschimpft. Wo bleibt hier die Gleichberechtigung?Männer sind dann Player, Fuckboys, Machos... über die wird auch dementsprechend gesprochen. Unter Männern diskutiert man eigentlich kaum darüber, ob das wirklich so cool ist. Unter Freunden zelebriert man dieses "Mann"-sein gelegentlich. Deswegen ist man aber nicht mehr Mann. Wenn Frauen sehr gerne und auch viel öfter über das eigene Geschlecht "Schlampe und Nutte sagen, ist es vielleicht eher eine Sache, die ihr unter euch klären müsst? Man sieht es auch deutlich unter Fotos auf Instagram, wenn Frauen sich aufreizend posten... jetzt ratet mal, wer zu einem deutlich überwiegenden Teil shamet?
#9 Weil Frauen noch immer (!) selbst für Vergewaltigungen verantwortlich gemacht werden. Keine Frau, egal ob sie einen Skianzug, einen Bikini, oder Ledermini trägt will das! (we´re not asking for it!)...puh!
Das weiß auch jeder normaldenkende Mann, dass sie das nicht will. Dass muss man nicht extra erklären, aber danke. Es gibt Männer und Frauen, die diese Grenzen bewusst mißachten - und darum geht es. Diesen Menschen wird zumindest hier sowas nicht anerzogen oder beigebracht. Wer macht die Opfer dafür verantwortlich? Eine genaue Beschreibung wäre hilfreich gewesen. Jedenfalls wird in keinem Gerichtsverfahren oder bei keiner polizeilichen Vernehmung dem Opfer gesagt, dass es am Opfer liegt, dass es vergewaltigt wurde. Viele verdrehte Köpfe in der Bevölkerung gibt es, die das behaupten, ja.
#10 Der letzte Grund ist, dass mir Solidarität gegenüber Frauen enorm wichtig ist. Das möchte ich auch mit meinem Blog zeigen. Pusht einander, seid nicht neidisch. Helft einander und profitiert von einander. Wir sind Frauen – wir müssen uns unterstützen ♥
Das hat Denise ja schon zu eingangs erklärt, weshalb sie Feministin ist und keinen Humanismus unterstützt... denn das wäre jeder Mensch. Gleich.
Mindestens genauso unterhaltsam fand ich dann den Kommentar einer Besucherin, die einem Kritiker auch gleich mal, nicht ganz untypisch, Mensplaining vorwarf:
Auch nach diesem Artikel fällt auf: die selben Themen, die selbe anklagende Haltung (aber keine Lösungsanssätze), wieder eher semi-gut recherchiert, nicht selbstkritisch, kaum konstruktiv und es wird klar, dass es vielleicht nicht Männerhassend klingt, liebend aber auch nicht.
Freitag, 3. März 2017
Dienstag, 6. Dezember 2016
Hach, Luna... Ghandi als Vorbild? Leben und leben lassen?
Originalvideo
Luna, das ist (mal wieder) der Beweis, wie unprofessionell du mit Themen und derem Stoff umgehst... und das nicht selten bei jungen YouTuber*innen.
Das "Barbie/Ken"-Video ist schon nicht so gut geworden, nun fand ich zufällig dieses Video.
Du hast Gleichberechtigung nicht verstanden und eiferst diesem verlogenen Feminismus nach. Dieser Feminismus macht sich durch Lügen, Doppelmoral, Übersensibilität und Reverse-Sexismus groß und alle schluckens. What the f--k?
Nun geht es mit Lebensphilosophien weiter.
Von welchen Rollen sprichst du konkret? Wer konkret hindert dich, hier dein Leben zu leben, wie du es möchtest? Ich vermute ja: keiner.
Ghandi als Vorbild? Leben und leben lassen?
Hier eine kleine Nachhilfe aka Mensplaining:
Ghandi, das ist mittlerweile kein Geheimnis mehr, war u.a. ein frauenhassender Rassist, harter Slutshamer und letztendlich undankbarer, schmarotzender Mörder seiner Frau. Na prima... keine reine Weste mehr. Die Art und Weise, wie er seine Enthaltsamkeit testete? Nicht pervers. Sicher unwichtig. Dass seine unterlassene Hilfe letztendlich seine Frau Kasturbai (die ohnehin genug unterm ihm litt) umbrachte, da sie keine Antibiotika schlucken sollte? Auch unwichtig. Aber als friedliebender Kämpfer kann er herhalten. Ebenso ist da auch wenig Geschichte Indiens vorhanden, sonst wäre man vorsichtig mit so einer Ikonisierung Ghandis.
Ghandi, das ist mittlerweile kein Geheimnis mehr, war u.a. ein frauenhassender Rassist, harter Slutshamer und letztendlich undankbarer, schmarotzender Mörder seiner Frau. Na prima... keine reine Weste mehr. Die Art und Weise, wie er seine Enthaltsamkeit testete? Nicht pervers. Sicher unwichtig. Dass seine unterlassene Hilfe letztendlich seine Frau Kasturbai (die ohnehin genug unterm ihm litt) umbrachte, da sie keine Antibiotika schlucken sollte? Auch unwichtig. Aber als friedliebender Kämpfer kann er herhalten. Ebenso ist da auch wenig Geschichte Indiens vorhanden, sonst wäre man vorsichtig mit so einer Ikonisierung Ghandis.
Quelle: Zeit Online, VICE
"Leben und leben lassen" predigst du, siehst in Nicht-Veganern das Böse und stellst das als das ultimo Positive dar. Nun, Wenn du von "Leben und leben lassen" sprichst, dann aber kein Anzeichen von Toleranz zeigst, dann möchte ich an dieser Stelle gerne erläutern, was es mit dem Spruch auf sich hat. Die Redensart stammt aus Friedrich Schiller's Drama "Wallensteins Lager", wo sich der erste Jäger über den Feldherrn Tilly folgendermaßen äußert:
„Und ging’s nur nicht aus seiner Kassen,Sein Spruch war: leben und leben lassen.“
Dieses viel benutzte Zitat hat die Bedeutung von tolerant sein. Du interpretierst darin noch einen weiteren Zusammenhang, nämlich den des Verzichts auf Fleisch - allgemeingültig ist das aber nicht.
Und auch der Duden sagt:
"leben, wie es einem gefällt, aber auch tolerant
sein und anderen ihre Lebensweise zugestehen"
Just sayin'!
Passend dazu ein Video von Bleilo, der sich offenbar der selben Sache annahm:
Passend dazu ein Video von Bleilo, der sich offenbar der selben Sache annahm:
Samstag, 3. Dezember 2016
Alice Paquet und eine weitere Falschbeschuldigung (und deren Folgen)
An Dreistigkeit, Heuchlerei und Verlogenheit auf einem neuen Level.
Man beachte, welche Folgen so eine Falschbeschuldigung für den Beschuldigten hat.
- die Person ist gesellschaftlich stigmatisiert (Familie, Freunde, Kollegen, Öffentlichkeit)
- der Job ist weg und damit auch die Gefahr, wieder einen gleichwertigen oder überhaupt vorerst einen neuen Job zu erlangen
- polizeilich registriert
Und das alles nur für eine Agenda, die offensichtlich auf Hirngespinsten, verletzten Gefühlen, Lügen und Mißverständnissen beruht. Man beachte vor allem, welche persönlichen/psychischen Umstände ihre Falschaussage begleiten. Es ist mittlerweile keine große Anstrengung derartige Fälle zu finden und aufzudecken.
Alice Paquet
Donnerstag, 17. November 2016
Jasmin und der Feminismus / Edition F (Teil 1)
Jasmin Schreiber schrieb ihren bisher einzigen Artikel auf Edition F. In diesem Artikel...
...ok, lest selbst.
"Das Prinzip des Feminismus ist eigentlich ganz einfach: Alle Menschen, ob Männer oder Frauen, sollen genau die gleichen Rechte haben."
Haben sie.
Artikel 3, GG, Absatz 2 sagt:
(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
"Worum es im Feminismus nicht geht: Frauen sollen mehr Privilegien als Männer haben."
Haben sie aber nun mal. Und es ist schwer vorstellbar, dass sich Frauen generell davon trennen wollen. Es lebt sich doch viel bequemer.
Entscheidungen über Geburt und Weiteres mit dem Mann auf gleicher Höhe besprechen? Ungern.
Nicht mehr auf die Männertoilette gehen dürfen? Ungern.
Aufs Vordrängeln mit Augenklimpern verzichten? Ungern.
In der Arbeit ebenfalls in geschlossener Kleidung arbeiten? Ungern.
Im Gerichtssaal mit den gleichen Maßstäben verurteilt werden? Ungern.
BMFSFJ = Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Männer? Ungern.
Im Bundessozialhilfegesetze wird die Finanzierung von Frauenhäusern geregelt. Männerhäuser? Ungern.
Gleichstellungsbeauftragte dürfen nur Frauen wählen und es dürfen nur Frauen gewählt werden. Männer? Ungern.
Frauenbeschneidung ist zum Glück verboten. Gleiches für männliche Beschneidung? Ungern?
Geht noch weiter...
Aber das witzige ist ja, es stört die allermeisten Männer ja nicht, dass Frauen in Sachen Privilegien das Näschen weiter vorne haben. Es ist die Doppelmoral vieler, die dann etwas nervig ist.
"Ganz am Anfang will ich direkt ein paar Sachen klarstellen: Feministinnen sind keine männerhassenden, sexuell frustrierten und wütenden Kampfweiber. Feministinnen und Feministen glauben auch nicht, dass Frauen im Vergleich zu Männern bestimmte Privilegien erfahren sollten – und sehen sie übrigens auch nicht als hilflose Opfer."
Interessant, wie Feministen dies immer wieder vorausschicken. Sie würden Männer ja nicht hassen oder wären keine sexuell frustrierten Kampflesben. Und dennoch ist es fakt, dass Frauen nun mal täglich Privilegien erfahren und jeder hat sich irgendwie damit arrangiert.
Oh, und Opfer wollen sie keinesfalls sein. Interessanterweise sind die meisten Videos und Artikel, die ich gesehen und gelesen habe, voll von Opferrollen. Opfer des Patriarchats, Opfer des Sexismus, Opfer von angeblicher Unterdrückung, Opfer von Ausgrenzung, Opfer von institutionaler Misogynie, ...
"Kaum eine politische Bewegung wird so stigmatisiert wie der Feminismus."
Doch, so gut wie jeder -ismus wird ebenso stigmatisiert. Unwichtig an dieser Stelle, ob berechtigt oder nicht. Und warum der Feminismus da ganz gut reinpasst, ist der Grund, dass der Feminismus sich die Realität und Wahrheit ganz gerne auch mal zum eigenen Nutzen zurechtbiegt. Das tut der Rechtsradikalismus leider auch ganz gerne, siehe z.B. unwahre Aussagen über Flüchtlinge. Hier wird gerne über Fakten hinweggesehen und so zurechtgeschnitten, dass es zu gewissen Aussagen passt und glaubwürdig klingt.
"Es geht um die Gleichstellung der Frau, die definitiv noch nicht erreicht ist."
Beispiele? Und unter was versteht die Autorin "Gleichstellung" genau? Hier scheiden sich sehr oft die Geister. Ist es lediglich eine soziale Gleichstellung? Eine rechtliche Gleichstellung? Und anhand welcher Kriterien möchte die Autorin festmachen, dass jene Gleichstellung noch nicht erreicht ist?
"In deren Verständnis geht es dabei lediglich um Ampelmännchen, Sprache und Leute, die sich morgens beim Aufstehen überlegen: „Och eigentlich könnte ich jetzt mal mein Geschlecht ändern“."
Nun, diese Beispiele sind nun mal die meistgenanntesten, die im TV und in Sozialen Netzwerken angeführt werden. Ich erkenne da nichts falsches daran. Zudem ist Birgit Kelle ein gutes Beispiel, wie man als Mutter Karriere machen kann. Eva Hermann lasse ich bewusst aus. Und ja, inzwischen ist es wohl vermehrt der Fall, dass junge Menschen ein Geschlecht erfinden und dies als solches anerkannt wissen wollen. Ein Geschlecht ist per Definition ein angeborenes, kein erfundenes.
"So weit, so absurd. Wenn man jedoch das eigentliche Wesen des Feminismus betrachtet – also einfach gleiche Chancen und Möglichkeiten für alle(!) Geschlechter – da frage ich mich schon, wie man dagegen sein kann."
Das eigentliche Wesen? Nun ja, wenn faktisch alle Chancen und Möglichkeiten da sind (Jasmin spricht ja auch vom eigenem Privileg), dann ergibt sich daraus auch keine Notwendigkeit mehr, dafür zu sein und solche Artikel zu schreiben. Ich bin auch definitv für eine Gleichberechtigung und Chancengleichheit. Trotzdem sehe ich mich nicht als Feminist, denn hier wird - wie die Autorin ja gut erklärt - der Mann ausgeklammert, da er nicht "femina" ist. Richtig, ich finde das auch absurd!
"Puh, Lady. Nichts verstanden. Feministinnen respektieren Männer nicht weniger als Frauen. Gerade Feministinnen sehen das Frausein nicht als Nachteil. Auch nicht als Vorteil. Es ist einfach so. Wie Atmen. Herzschlag. Hirnströme. Einfach da. Feministinnen haben ebenfalls eigene Meinungen. Sie sind genau so verantwortungsbewusst wie jeder andere Mensch auch. Und: Feministinnen fühlen sich nicht als Opfer."
Puh! Also wenn ich daran denke, dass Männer in ziemlich vielen Situationen und Gelegenheiten schlechter wegkommen als Frauen und Frauen trotz Privilegien dennoch meist eine gewisse anti-maskuline Haltung haben... Naja, ob das eigene Meinungen sind, die sie da vertreten?! Gehört dazu auch, dass man - wie gesagt - Fakten und die Realität leugnet? Und: vielleicht siehst du dich als Feministin nicht als Opfer. Genügend andere tun es.
"Das Einzige, das der Feminismus hier möchte ist, dass das alle sehen."
Leider sehen wir das zu genüge. Wir sehen zumeist Netzaktivisten, die sich erstmal grundlegend ihren Hass und ihre schlechte Laune von der Seele reden. Dann folgt, was sie gerne hätten, das was sie mal gelesen haben (verkaufen das dann aber als faktisches "Ist nun mal so!", ohne das zu verifizieren), was ihnen mal von jemandem erzählt wurde oder was sie glauben, mal so verstanden zu haben.
Das ist das, was wir dann sehen! Good Job.
"Wir möchten keine Männer abwerten und sie auch nicht bestrafen. Es geht darum, dieses elendige Vergleichen zu beenden. Dass in gewissen Sachen einfach nicht mehr zwischen Mann und Frau unterschieden wird. Das geht im Job in Punkto Bezahlung und Verantwortung los, in der Familienpolitik weiter (Stichpunkt: Berufstätige Mütter) und erstreckt sich dann noch hinein in das gesellschaftliche Leben (Stichwort: Übersexualisierung der Frau, Sexismus und Co.)."
Nicht abwerten? Das gelingt euch gar nicht so gut. Frau Grime mit ihren männerfeindlichen Videos, in denen sie entweder ihr einziges Talent verschwendet: viel reden. Wahlweise bekifft, über Hipsterklamotten oder abwertend über Männer. Schramm schlägt auch nicht all zu milde in die sele Kerbe und darf sogar männerfeindliche Witze im öffentlich-rechtlichen Fernsehen reißen. Stokowski verharmlost in ihrer ewig links-feministisch-radikalen Quasselei. Diese Figuren haben eine so große öffentliche Plattform und verbreiten diese giftige Scheiße und niemand aus den eigenen Reihen nimmt dazu Stellung. Man hält sich dezent bedeckt, was Kritik angeht. In einem EditionF-Artikel schreibt Silvia Follmann, dass es sehr wohl Kritik gibt. Die suche ich noch heute.
Dass zwischen Frau und Mann entschieden wird, wird sich niemals ändern. Geschlechterspezifisch sind nun mal Unterschiede da, die sich nicht weg-gendern lassen, nicht wegleugnen, nicht weg-slutten, nicht weg-shamen... Das fängt ebenso schon bei der Berufswahl an, geht im Gerichtssaal weiter und endet beim Schwangerschaftstest.Und ich stelle das jetzt einfach mal so in den Raum:
Familienpolitik? Oh, lassen wir dann die Väter aus, denen man die Kinder vorenthält (und wir sprechen da explizit nicht von den Rabenvätern, die sich dessen entziehen!)? Oder den Männern, denen man keinerlei Mitspracherecht zur Geburt generell eines Kindes gewährt? Richtig: "Wieso auch? It's my body, so it's my choice!" - und schon ist der Mann der Frau nicht gleich. Oder dass das Sorgerecht, dass erst 2013 halbwegs so reformiert wurde, dass der Vater nicht voll benachteiligt ist?
Bezahlung? Der Link verweist auf einen Artikel von EditionF über das Gender Pay Gap aber keine seriöse Quelle. Nun ja, das tote Pferdchen wird fleißig weitergeritten (ich sagte ja bereits am Anfang, dass solche Informationen ungefiltert weiterbereicht werden - here we go!) und solange das eben gut reinpasst, um das Bild schlecht genug darzustellen. Nichts neues. Wie wäre es mit einer anerkannten Studie, dessen Ergebnis auch schon Jahrzehnte vorher schon bekannt war?
Übersexualisierung der Frau? Also wenn ich den sexualisierten Mann google, finde ich das hier.
"Feminismus bedeutet nicht, nackt durch die Straße rennen und BHs zu verbrennen"
Die Feministen nennen das Slutwalk. Und verkaufen das trotzdem als Feminimus. Die Autorin behauptet aber nun, dass dies nicht so ist. Confused.
"Kaffeebecher mit "Male Tears" zu sammeln..."
Wäre auch nicht so günstig, denn "Male Tears" ist ein Fachbegriff für das männliche Sperma.
"...sich komplett mit Körperbehaarung zuwuchern zu lassen."
Seltsam, dass Instagram sehr viele Treffer dazu hat. Es muss also eine gewisse Relevanz und Existenz besitzen. Spricht auch hier die Autorin diesen behaarten Ladies den Feminismus ab?
"Und auch ich kriege die Krise, wenn ich Alice Schwarzer sehe – eben weil ich sie tatsächlich im Verdacht habe, eine männerfeindliche Einstellungen zu haben."
Mir reicht schon allein ihre demokratie- und frauenfeindliche Einstellung. Sie schadet dem Staat und ihrem eigenen Geschlecht. Angefangen bei ihrer Abtreibungslüge, ihrer millionenschwere Steuerhinterziehung seit den 80ern, ihre Vorbeischleusung von Geldern (Bayenturm), ihre Hetze gegen Kachelmann (der zum Glück letztendlich gewann)...
Ja, die mag ich auch nicht.
"Und wieso wird erwartet, dass die Frau nach der Geburt zu Hause bleibt?"
Wer genau? Pauschalisierung maybe?
"Dass die Frau nach einer Trennung ganz selbstverständlich die Kinder nimmt..."
Sagt wer? Wieder: nicht etwas pauschalisiert?
"Wieso ist das Sexualstrafrecht so lasch?"
Auch hier wieder: wieso wird die Autorin nicht konkret, führt seriöse Quellen für ihre Sichtweise und Behauptung ein? Das hat sie an anderen Stellen ja schon versucht. Jetzt wurde das Sexualstrafrecht um das "Nein heißt Nein" vermeintlich bereichert, in Wahrheit aber eher verkompliziert und um einen Graubereich erweitert. Dazu gleich mehr.
"Wieso gab es damals Abgeordnete der Bundesregierung, die gegen die Gesetzesänderung stimmten, Vergewaltigung in der Ehe strafbar zu machen?"
Warum haben die Leute so abgestimmt? Haben sie gegen ein Gesetz gestimmt, weil sie die Formulierung für problematisch hielten? Weil es ihnen nicht weit genug ging? Haben sie für ein Gesetz gestimmt, weil sie einen Kuhhandel eingegangen sind? Aus Fraktionsdisziplin?
Oder was ist mit:
"Wieso werden Frauen beschuldigt, an Vergewaltigungen Mitschuld zu haben (zu sexy Kleidung, nachts allein nach Hause laufen, es sich vor dem Sex anders überlegen, obwohl man den Typen schon heiß gemacht hat)?"
Und das soll der Feminismus "heilen"? Konkret wie? Mit Verlaub, dieses Victim Shaming wird fast ausschließlich von Tätern und einigen Vollidioten betrieben, nicht vom Großteil der Bürger. Der Großteil ächtet Vergewaltigung...
...was u.a. das Nichtvorhandensein einer sogenannten Rape Culture erklärt.
Selbstverständlich hat die Kleidung nichts einladendes und ist auch keine legitime Grundlage für eine sexuelle Belästigung und alle anderen Übergriffe. Das weiß ein gesunder Mensch und der Großteil der Bürger auch. Wenn Täter beispielsweise behaupten "Sie wollte es doch auch!", kann es sich um eine Tatsache handeln, bei der sich das vermeintliche Opfer einer Falschbeschuldigung bedient oder der Täter möchte sich damit rausreden. Hier wird deutlich, wie schwierig eine Beweisfindung ist, wenn beide unterschiedliche Sichtweisen vertreten. Und dies wird durch ein "Nein ist Nein" nicht besser. Eine eindeutige Beweislage ist äußert selten vorhanden. Kaum, widersprüchliche oder keine Zeugen, keine eindeutigen Videoaufnahmen, keine Verletzungen und oft gehen die Opfer nicht sofort zum Arzt (Verletzungen, verabreichte Drogen, etc). Sexuelle Verbrechen, im speziellen Vergewaltigungen, stellen deshalb auch die Straftaten mit der niedrigsten Aufklärungsrate dar. Wie soll hier ein felsenfestes Urteil gefällt werden? Einige gehen sogar so weit, dass sie die Ansicht vertreten, dem Beschuldigten die Beweispflicht eines "Ja!" zum einvernehmlichen Sex aufzuerlegen, andernfalls ist der verdächtige Täter als schuldig anzusehen. Ok. Das ist absurd. Fachleute eignen sich über lange Zeit Fachwissen an, schreiben darüber Bücher und Facharbeiten und halten lange Vorträge - im Artikel wird dieses Thema eben mal kurz angerissen, in meinen Augen nicht angemessen und klassisch pauschal überspitzt.
Aber mal eine andere Frage: wieso fokussieren Feministensich in ihrer Agenda nicht so gerne auf Mißhandlungsopfer generell, wenn es doch um eine Gleichstellung - bzw. Gleichberechtigung geht und diese Agenda doch auch für Männer gut sein soll?
"Wieso gibt es noch so viel sexuelle Belästigung im Job?"
Wieso ist das nur beim Job so relevant? Wieso nicht generell?
Hier einige Zahlen der Antidiskriminierungsstelle des Bundes:
- 28 Prozent der Frauen
sind schon mit sexuellem Bezug auf ihr Privatleben und ihr Aussehen angesprochen worden
- 22 Prozent der Frauen
beklagen sich über Bemerkungen mit sexuellem Inhalt.
Bei den Männern betragen diese Werte 19 und sogar 30 Prozent Prozent. Deshalb irrelevant?
Was definiert die Autorin als Sexuelle Belästigung? Ein freundschaftlicher Hug? Bei einer Unterhaltung die Hand auf die Schulter einer Kollegin zu legen? Auch hier ist sich nur der Gesetzgeber einig. Angemerkt sei, dass die heutigen Arbeitsverhältnisse vermehrt lockerer und persönlicher (ich spreche aus lang, langjähriger Erfahrung), wenn nicht sogar auch privater werden. Hier verschwimmen dementsprechend vermehrt Grenzen zwischen persönlich und geschäftlich. Hier spreche ich nicht von gezielt sexuellen Übergriffen, diese sind absolut zu verurteilen, nur werden schon menschliche Annäherungen unterschiedlich gewertet und teilweise harmlose Annäherungen schon überbewertet. Dies darf in einer solchen Diskussion nicht ausgelassen werden. Und auch hier wird deutlich: ein nicht sehr einfaches Thema soll mit einer solch banalen Frage geklärt werden?
"Wir haben schon viel erreicht, ja – aber das wäre ohne den Feminismus nicht möglich gewesen."
Richtig. Und das ist gut so.
"Und so viel Glück ich habe, hier als selbstbestimmte Frau in Deutschland leben..."
Richtig erkannt.
"...und diesen Blogbeitrag schreiben zu können, gibt es Millionen Frauen auf der Welt, die das nicht können."
Es wird leider versäumt, konkrete Lösungsvorschläge zu nennen. Blogeinträge haben bisher keine Gesellschaftsstrukturen umgestürzt und ich kann mir bei allem Politikverständnis nicht vorstellen, dass dies auf diese Weise passiert.
"Unerwünschte Mädchen werden nach der Geburt getötet, jeden Tag stehen Kinderbräute vor Altären und heiraten fremde, ältere Männer, irgendwo werden gerade tausende schreiende Mädchen festgehalten, während ihnen ihre Genitalien rituell beschnitten und damit verstümmelt werden."
Jungs werden in diesen Ländern (ich gehe einfach mal davon aus, dass wir von den selben Ländern sprechen) zwangsbeschnitten oder in den Krieg geschickt und halten somit als Minenkinder her, als Soldaten gegen andere Minderheiten. Stellen Männer später, vielleicht schon in jungen Jahren, eine homosexuelle Neigung fest, werden auch diese verfolgt, bestraft und nicht selten hingerichtet - mehr als Frauen. Und hier zeigt sich eine Irrsinnigkeit des Feminismus: nur Frauen geht es schlecht, nur Frauen sind die Opfer - ich sagte es bereits:
Männer sind erstmal gar nicht so wichtig, auch wenn es um Gleichstellung/-berechtigung geht. Und warum überhaupt Männer?
Der Ablehnung solcher Praktiken stimme ich ausnahmslos in allen Punkten zu! Hier aber nur von oder über Frauen zu sprechen, spricht gegen ein Interesse an gleicher Sorge beider Geschlechter.
"Feminismus bedeutet einfach Menschlichkeit."
Das klang gerade anders.
"Männer, Frauen und auch andere Geschlechter sollen gleich behandelt werden"
Mir sind nur 2 Geschlechter bekannt. Der Autorin, die laut Bio selbst Biologin ist, müsste dies bekannt sein. Und hier zeigt sich wieder, wie kreativ Feministen und sonstige Aktivisten über biologische Fakten hinwegsehen und gesellschaftliche "Geschlechter" erfinden. In einem Youtube-Video wird von mehr als Millionen Geschlechtern gesprochen. Und in jedem dieser Fäller muss man auch das "Pronoun" beachten, sonst wäre das "offensive" diesen Leuten gegenüber.
"Es mag kleinlich wirken, ein Luxusproblem. Aber..."
Gegen Sätze wie "Ich bin/möchte ja nicht..., ABER..." bin ich etwas allergisch.
Genau nach diesem Satz hätte auch ein Punkt folgen können und das Thema wäre erledigt werden. Wieso sieht man in einer roten Ampel nicht einfach weiterhin "Stop" statt einer vermeintlichen Belästigung?
Wieviele Ampelfrauen muss es demnach in einer Stadt geben? Wie hoch sind die Mehrkosten, die so eine Umgestaltung verursacht? Ist das Geld vielleicht dann anderweitig nicht besser aufgehoben? Sieht ein Mann in einer Ampel vielleicht nicht sein Geschlecht bestätigt, sondern einfach nur ein "Stop" und "Go"?
"Deshalb: Ja, wir brauchen den Feminismus."
Wegen Ampelmännchen, Lusxusproblemen und 56 und mehr Geschlechtern? Birgit Kelle wegen ihrer angeblich minder wichtigen Kritikpunkte zu kritisieren und dann selbst solche, nüchtern betrachtet, lächerlichen Punkte als Gründe zu nennen...
Und wieder: warum konkret und was konkret was soll der Feminismus ändern? Und wie?
"Nun, Sprache ist ein Werkzeug. Schauen wir uns Hitlers politische Reden und Pamphlete an sehen wir, wie gezielt er Sprache benutzt hat, um das Denken einer ganzen Nation zu beeinflussen."
Ok, ein unpassenderes Beispiel hätte man kaum wählen können. Ich bezweifle sehr stark, dass Adolf Hitler auf eine gegenderte Sprache Wert gelegt hat. Absurder Gedankengang.
"„Ich finde, alle Ärzte sollen für die gleiche Arbeit das gleiche Gehalt bekommen“, habe ich sofort eine Gruppe Männer in weißen Kitteln im Kopf."
Seltsam, ich nicht. Mein Hausarzt ist eine Frau.
"...dass wir Feministinnen allem zustimmen, das unter dem Label „Feminismus“ läuft."
In den allermeisten Fällen ist das nun mal so. Und was auch nicht weiter erstaunlich ist: die meisten jungen Feministen können nichts mehr mit Alice Schwarzer anfangen. Das stellt in diesem Fall keine besondere Differenzierung dar.
"Wenn eine Frau, die sich als Feministin versteht, loszieht und einem Mann eine auf's Maul gibt und das als feministische Aktion sieht, finde ich das genau so scheiße..."
Auch hier wieder meine freie Behauptung: ein nicht unerheblicher Teil Feministen oder auch Nicht-Feministen würden jetzt sogar sagen "Ach, das wird er schon verdient haben!" (Victim Shaming maybe?) oder "Naja, der kann das schon wegstecken!". Das Video, in dem die Courage von Bürgern in solchen Fällen getestet wurde, kennt man vielleicht. Inwiefern das Video eine breite Masse wiederspiegelt, ist nicht ersichtlich, jedoch sagt dies meines Erachtens schon einiges aus, wie hoch die Akzeptanz von Gewalt gegen Männer ist.
"Ganz wunderbar finde ich hier ein Zitat von Svenja Gräfen..."
Oh, oder wie wäre es mit ihrer Aussage, es gäbe wichtigere Dinge, über die man sich unterhalten solle, als über die Definition von Feminismus und Antifeminismus... beispielsweise der Rape Culture.
Rape Culture wird von Pink Stinks so definiert:
An welcher Stelle oder wann wird eine Gesellschaft so strukturiert, dass Vergewaltigungen überhaupt möglich sind?
"Feminismus ist nicht Alice Schwarzer..."
Was der Feminismus genau ist, darüber streiten sich die Feministen selbst. Aber was der Feminismus definitv nicht ist, wissen sie jetzt schon.
Anne Wizorek? Die bekannteste Femsplainerin? Die Brüderle's Fall weiter aufgeblasen hat, als es nötig war?
Emma Watson? Wäre "Us for Us" statt "He For She" nicht besser? Oder dass Rape Culture und Gender Studies, gegen ihre Behauptung, doch Fächer in Universitäten sind? Nun, würde ich so viel Geld dafür kassieren und mir gleichzeitig auch "nahegelegt" würde, was ich vor versammelter Mannschaft sagen soll... vielleicht würde ich das auch tun. Und das aus so einer überprivilegierten Position, in welcher Manager, Bodyguards, Safe Spaces, Agenten, etc. dafür sorgen, dass ihr Produkt ja keiner Unterdrückung ausgesetzt ist, also aus keiner nur annähernd unterdrückten Sicht sprechen kann. Well done!
"Auch Männer leiden unter dem Druck der Stereotypien. Männer weinen nicht. Männer müssen im Job 150 Prozent geben und wenn ein Mann lieber zu Hause bei den Kids bleibt, statt Karriere zu machen, gilt er als Versager. Jungs spielen nicht mit Puppen. Die Liste ist endlos."
Sagt die Autorin aus Sicht einer Frau? Gewagt. Und Falsch.
Edited: 17.11.16 - Links, Punktuation
...ok, lest selbst.
"Das Prinzip des Feminismus ist eigentlich ganz einfach: Alle Menschen, ob Männer oder Frauen, sollen genau die gleichen Rechte haben."
Haben sie.
Artikel 3, GG, Absatz 2 sagt:
(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
"Worum es im Feminismus nicht geht: Frauen sollen mehr Privilegien als Männer haben."
Haben sie aber nun mal. Und es ist schwer vorstellbar, dass sich Frauen generell davon trennen wollen. Es lebt sich doch viel bequemer.
Entscheidungen über Geburt und Weiteres mit dem Mann auf gleicher Höhe besprechen? Ungern.
Nicht mehr auf die Männertoilette gehen dürfen? Ungern.
Aufs Vordrängeln mit Augenklimpern verzichten? Ungern.
In der Arbeit ebenfalls in geschlossener Kleidung arbeiten? Ungern.
Im Gerichtssaal mit den gleichen Maßstäben verurteilt werden? Ungern.
BMFSFJ = Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Männer? Ungern.
Im Bundessozialhilfegesetze wird die Finanzierung von Frauenhäusern geregelt. Männerhäuser? Ungern.
Gleichstellungsbeauftragte dürfen nur Frauen wählen und es dürfen nur Frauen gewählt werden. Männer? Ungern.
Frauenbeschneidung ist zum Glück verboten. Gleiches für männliche Beschneidung? Ungern?
Geht noch weiter...
Aber das witzige ist ja, es stört die allermeisten Männer ja nicht, dass Frauen in Sachen Privilegien das Näschen weiter vorne haben. Es ist die Doppelmoral vieler, die dann etwas nervig ist.
"Ganz am Anfang will ich direkt ein paar Sachen klarstellen: Feministinnen sind keine männerhassenden, sexuell frustrierten und wütenden Kampfweiber. Feministinnen und Feministen glauben auch nicht, dass Frauen im Vergleich zu Männern bestimmte Privilegien erfahren sollten – und sehen sie übrigens auch nicht als hilflose Opfer."
Interessant, wie Feministen dies immer wieder vorausschicken. Sie würden Männer ja nicht hassen oder wären keine sexuell frustrierten Kampflesben. Und dennoch ist es fakt, dass Frauen nun mal täglich Privilegien erfahren und jeder hat sich irgendwie damit arrangiert.
Oh, und Opfer wollen sie keinesfalls sein. Interessanterweise sind die meisten Videos und Artikel, die ich gesehen und gelesen habe, voll von Opferrollen. Opfer des Patriarchats, Opfer des Sexismus, Opfer von angeblicher Unterdrückung, Opfer von Ausgrenzung, Opfer von institutionaler Misogynie, ...
"Kaum eine politische Bewegung wird so stigmatisiert wie der Feminismus."
Doch, so gut wie jeder -ismus wird ebenso stigmatisiert. Unwichtig an dieser Stelle, ob berechtigt oder nicht. Und warum der Feminismus da ganz gut reinpasst, ist der Grund, dass der Feminismus sich die Realität und Wahrheit ganz gerne auch mal zum eigenen Nutzen zurechtbiegt. Das tut der Rechtsradikalismus leider auch ganz gerne, siehe z.B. unwahre Aussagen über Flüchtlinge. Hier wird gerne über Fakten hinweggesehen und so zurechtgeschnitten, dass es zu gewissen Aussagen passt und glaubwürdig klingt.
"Es geht um die Gleichstellung der Frau, die definitiv noch nicht erreicht ist."
Beispiele? Und unter was versteht die Autorin "Gleichstellung" genau? Hier scheiden sich sehr oft die Geister. Ist es lediglich eine soziale Gleichstellung? Eine rechtliche Gleichstellung? Und anhand welcher Kriterien möchte die Autorin festmachen, dass jene Gleichstellung noch nicht erreicht ist?
"In deren Verständnis geht es dabei lediglich um Ampelmännchen, Sprache und Leute, die sich morgens beim Aufstehen überlegen: „Och eigentlich könnte ich jetzt mal mein Geschlecht ändern“."
Nun, diese Beispiele sind nun mal die meistgenanntesten, die im TV und in Sozialen Netzwerken angeführt werden. Ich erkenne da nichts falsches daran. Zudem ist Birgit Kelle ein gutes Beispiel, wie man als Mutter Karriere machen kann. Eva Hermann lasse ich bewusst aus. Und ja, inzwischen ist es wohl vermehrt der Fall, dass junge Menschen ein Geschlecht erfinden und dies als solches anerkannt wissen wollen. Ein Geschlecht ist per Definition ein angeborenes, kein erfundenes.
"So weit, so absurd. Wenn man jedoch das eigentliche Wesen des Feminismus betrachtet – also einfach gleiche Chancen und Möglichkeiten für alle(!) Geschlechter – da frage ich mich schon, wie man dagegen sein kann."
Das eigentliche Wesen? Nun ja, wenn faktisch alle Chancen und Möglichkeiten da sind (Jasmin spricht ja auch vom eigenem Privileg), dann ergibt sich daraus auch keine Notwendigkeit mehr, dafür zu sein und solche Artikel zu schreiben. Ich bin auch definitv für eine Gleichberechtigung und Chancengleichheit. Trotzdem sehe ich mich nicht als Feminist, denn hier wird - wie die Autorin ja gut erklärt - der Mann ausgeklammert, da er nicht "femina" ist. Richtig, ich finde das auch absurd!
"Puh, Lady. Nichts verstanden. Feministinnen respektieren Männer nicht weniger als Frauen. Gerade Feministinnen sehen das Frausein nicht als Nachteil. Auch nicht als Vorteil. Es ist einfach so. Wie Atmen. Herzschlag. Hirnströme. Einfach da. Feministinnen haben ebenfalls eigene Meinungen. Sie sind genau so verantwortungsbewusst wie jeder andere Mensch auch. Und: Feministinnen fühlen sich nicht als Opfer."
Puh! Also wenn ich daran denke, dass Männer in ziemlich vielen Situationen und Gelegenheiten schlechter wegkommen als Frauen und Frauen trotz Privilegien dennoch meist eine gewisse anti-maskuline Haltung haben... Naja, ob das eigene Meinungen sind, die sie da vertreten?! Gehört dazu auch, dass man - wie gesagt - Fakten und die Realität leugnet? Und: vielleicht siehst du dich als Feministin nicht als Opfer. Genügend andere tun es.
"Das Einzige, das der Feminismus hier möchte ist, dass das alle sehen."
Leider sehen wir das zu genüge. Wir sehen zumeist Netzaktivisten, die sich erstmal grundlegend ihren Hass und ihre schlechte Laune von der Seele reden. Dann folgt, was sie gerne hätten, das was sie mal gelesen haben (verkaufen das dann aber als faktisches "Ist nun mal so!", ohne das zu verifizieren), was ihnen mal von jemandem erzählt wurde oder was sie glauben, mal so verstanden zu haben.
Das ist das, was wir dann sehen! Good Job.
"Wir möchten keine Männer abwerten und sie auch nicht bestrafen. Es geht darum, dieses elendige Vergleichen zu beenden. Dass in gewissen Sachen einfach nicht mehr zwischen Mann und Frau unterschieden wird. Das geht im Job in Punkto Bezahlung und Verantwortung los, in der Familienpolitik weiter (Stichpunkt: Berufstätige Mütter) und erstreckt sich dann noch hinein in das gesellschaftliche Leben (Stichwort: Übersexualisierung der Frau, Sexismus und Co.)."
Nicht abwerten? Das gelingt euch gar nicht so gut. Frau Grime mit ihren männerfeindlichen Videos, in denen sie entweder ihr einziges Talent verschwendet: viel reden. Wahlweise bekifft, über Hipsterklamotten oder abwertend über Männer. Schramm schlägt auch nicht all zu milde in die sele Kerbe und darf sogar männerfeindliche Witze im öffentlich-rechtlichen Fernsehen reißen. Stokowski verharmlost in ihrer ewig links-feministisch-radikalen Quasselei. Diese Figuren haben eine so große öffentliche Plattform und verbreiten diese giftige Scheiße und niemand aus den eigenen Reihen nimmt dazu Stellung. Man hält sich dezent bedeckt, was Kritik angeht. In einem EditionF-Artikel schreibt Silvia Follmann, dass es sehr wohl Kritik gibt. Die suche ich noch heute.
Dass zwischen Frau und Mann entschieden wird, wird sich niemals ändern. Geschlechterspezifisch sind nun mal Unterschiede da, die sich nicht weg-gendern lassen, nicht wegleugnen, nicht weg-slutten, nicht weg-shamen... Das fängt ebenso schon bei der Berufswahl an, geht im Gerichtssaal weiter und endet beim Schwangerschaftstest.Und ich stelle das jetzt einfach mal so in den Raum:
Familienpolitik? Oh, lassen wir dann die Väter aus, denen man die Kinder vorenthält (und wir sprechen da explizit nicht von den Rabenvätern, die sich dessen entziehen!)? Oder den Männern, denen man keinerlei Mitspracherecht zur Geburt generell eines Kindes gewährt? Richtig: "Wieso auch? It's my body, so it's my choice!" - und schon ist der Mann der Frau nicht gleich. Oder dass das Sorgerecht, dass erst 2013 halbwegs so reformiert wurde, dass der Vater nicht voll benachteiligt ist?
"Unverheiratete Väter werden künftig das Mitsorgerecht für ihre Kinder erhalten, selbst wenn die Mutter das nicht möchte. Bisher stand bei unverheirateten Paaren der Mutter das alleinige Sorgerecht zu. Gegen ihren Willen konnte der Vater keinen Anteil am Sorgerecht erhalten. Nur wenn sich die Eltern einig waren und dies ausdrücklich erklärten, kam ein gemeinsames Sorgerecht in Betracht." - haufe.deWenn Frauen Unterhalt einklagen, höre ich sehr oft "Ja eben, soll er doch blechen!". Wenn im Falle von Christine Neubauer ein Urteil gegen sie gesprochen, in dem sie zur Zahlung von Unterhalt an den Mann gezwungen wird, sind Frauen verärgert und schrien laut auf.
Bezahlung? Der Link verweist auf einen Artikel von EditionF über das Gender Pay Gap aber keine seriöse Quelle. Nun ja, das tote Pferdchen wird fleißig weitergeritten (ich sagte ja bereits am Anfang, dass solche Informationen ungefiltert weiterbereicht werden - here we go!) und solange das eben gut reinpasst, um das Bild schlecht genug darzustellen. Nichts neues. Wie wäre es mit einer anerkannten Studie, dessen Ergebnis auch schon Jahrzehnte vorher schon bekannt war?
Übersexualisierung der Frau? Also wenn ich den sexualisierten Mann google, finde ich das hier.
"Feminismus bedeutet nicht, nackt durch die Straße rennen und BHs zu verbrennen"
Die Feministen nennen das Slutwalk. Und verkaufen das trotzdem als Feminimus. Die Autorin behauptet aber nun, dass dies nicht so ist. Confused.
"Kaffeebecher mit "Male Tears" zu sammeln..."
Wäre auch nicht so günstig, denn "Male Tears" ist ein Fachbegriff für das männliche Sperma.
"...sich komplett mit Körperbehaarung zuwuchern zu lassen."
Seltsam, dass Instagram sehr viele Treffer dazu hat. Es muss also eine gewisse Relevanz und Existenz besitzen. Spricht auch hier die Autorin diesen behaarten Ladies den Feminismus ab?
"Und auch ich kriege die Krise, wenn ich Alice Schwarzer sehe – eben weil ich sie tatsächlich im Verdacht habe, eine männerfeindliche Einstellungen zu haben."
Mir reicht schon allein ihre demokratie- und frauenfeindliche Einstellung. Sie schadet dem Staat und ihrem eigenen Geschlecht. Angefangen bei ihrer Abtreibungslüge, ihrer millionenschwere Steuerhinterziehung seit den 80ern, ihre Vorbeischleusung von Geldern (Bayenturm), ihre Hetze gegen Kachelmann (der zum Glück letztendlich gewann)...
Ja, die mag ich auch nicht.
"Und wieso wird erwartet, dass die Frau nach der Geburt zu Hause bleibt?"
Wer genau? Pauschalisierung maybe?
"Dass die Frau nach einer Trennung ganz selbstverständlich die Kinder nimmt..."
Sagt wer? Wieder: nicht etwas pauschalisiert?
"Wieso ist das Sexualstrafrecht so lasch?"
Auch hier wieder: wieso wird die Autorin nicht konkret, führt seriöse Quellen für ihre Sichtweise und Behauptung ein? Das hat sie an anderen Stellen ja schon versucht. Jetzt wurde das Sexualstrafrecht um das "Nein heißt Nein" vermeintlich bereichert, in Wahrheit aber eher verkompliziert und um einen Graubereich erweitert. Dazu gleich mehr.
"Wieso gab es damals Abgeordnete der Bundesregierung, die gegen die Gesetzesänderung stimmten, Vergewaltigung in der Ehe strafbar zu machen?"
Warum haben die Leute so abgestimmt? Haben sie gegen ein Gesetz gestimmt, weil sie die Formulierung für problematisch hielten? Weil es ihnen nicht weit genug ging? Haben sie für ein Gesetz gestimmt, weil sie einen Kuhhandel eingegangen sind? Aus Fraktionsdisziplin?
Oder was ist mit:
Das Züchtigungsrecht der Eltern gegenüber ihren Kindern wurde in Deutschland im Jahr 2000 ersatzlos abgeschafft. § 1631 BGB wurde neu gefasst: „Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig“.
Beispiel für körperliche Bestrafung sind Stockschläge und Auspeitschen.
Gegen das Recht auf gewaltfreie Erziehung stimmten u.a.
Ilse Aigner, CSU
Norbert Geis, CSU
Peter Ramsauer, CSU
Horst Seehofer, CSU
Johannes Singhammer, CSU
Erika Steinbach, CDU
Theodor Waigel, CSU
Dagmar Wöhrl, CSU
Wolfgang Zeitlmann, CSU
Wieso sollte man diesen "Fortschritt" nicht erwähnen? Das Gesetz zur Ächtung von Gewalt in der Erziehung wurde am 6. Juli 2000 vom deutschen Bundestag mit den Stimmen der Fraktionen der SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und PDS gegen die Stimmen der CDU/CSU-Fraktion verabschiedet. Unglaublich, aber die gesamten CDU/CSU Abgeordneten stimmten dagegen, körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen für unzulässig zu erklären! Dass die CSU immer noch etwas im Bundestag zu sagen hat? Also schon nach dem Vergewaltigungsparagraphen und nun nach dieser Gesetzesänderung stellt sich die Frage, ob es vielleicht doch nicht so gut ist, Angela Merkel und ihre Partei zu feiern, auch wenn endlich eine Frau an der Macht ist. All das kann ich in keinem feministischen Blog, Video oder Vortrag finden. Hier geht es lieber nicht um den Mythos Pay Gap, Rape Culture, #teamginalisa (wow, Manuela Schwesig, tolles Ei!), Safe Spaces, gegenderte Ü-Eier, rosa Rucksäcke für Jungs oder das Patriarchat. In diesem Fall aber geht es ja nur um Kinder.
"Wieso werden Frauen beschuldigt, an Vergewaltigungen Mitschuld zu haben (zu sexy Kleidung, nachts allein nach Hause laufen, es sich vor dem Sex anders überlegen, obwohl man den Typen schon heiß gemacht hat)?"
Und das soll der Feminismus "heilen"? Konkret wie? Mit Verlaub, dieses Victim Shaming wird fast ausschließlich von Tätern und einigen Vollidioten betrieben, nicht vom Großteil der Bürger. Der Großteil ächtet Vergewaltigung...
...was u.a. das Nichtvorhandensein einer sogenannten Rape Culture erklärt.
Aber mal eine andere Frage: wieso fokussieren Feministensich in ihrer Agenda nicht so gerne auf Mißhandlungsopfer generell, wenn es doch um eine Gleichstellung - bzw. Gleichberechtigung geht und diese Agenda doch auch für Männer gut sein soll?
"Wieso gibt es noch so viel sexuelle Belästigung im Job?"
Wieso ist das nur beim Job so relevant? Wieso nicht generell?
Hier einige Zahlen der Antidiskriminierungsstelle des Bundes:
- 28 Prozent der Frauen
sind schon mit sexuellem Bezug auf ihr Privatleben und ihr Aussehen angesprochen worden
- 22 Prozent der Frauen
beklagen sich über Bemerkungen mit sexuellem Inhalt.
Bei den Männern betragen diese Werte 19 und sogar 30 Prozent Prozent. Deshalb irrelevant?
Was definiert die Autorin als Sexuelle Belästigung? Ein freundschaftlicher Hug? Bei einer Unterhaltung die Hand auf die Schulter einer Kollegin zu legen? Auch hier ist sich nur der Gesetzgeber einig. Angemerkt sei, dass die heutigen Arbeitsverhältnisse vermehrt lockerer und persönlicher (ich spreche aus lang, langjähriger Erfahrung), wenn nicht sogar auch privater werden. Hier verschwimmen dementsprechend vermehrt Grenzen zwischen persönlich und geschäftlich. Hier spreche ich nicht von gezielt sexuellen Übergriffen, diese sind absolut zu verurteilen, nur werden schon menschliche Annäherungen unterschiedlich gewertet und teilweise harmlose Annäherungen schon überbewertet. Dies darf in einer solchen Diskussion nicht ausgelassen werden. Und auch hier wird deutlich: ein nicht sehr einfaches Thema soll mit einer solch banalen Frage geklärt werden?
"Wir haben schon viel erreicht, ja – aber das wäre ohne den Feminismus nicht möglich gewesen."
Richtig. Und das ist gut so.
"Und so viel Glück ich habe, hier als selbstbestimmte Frau in Deutschland leben..."
Richtig erkannt.
"...und diesen Blogbeitrag schreiben zu können, gibt es Millionen Frauen auf der Welt, die das nicht können."
Es wird leider versäumt, konkrete Lösungsvorschläge zu nennen. Blogeinträge haben bisher keine Gesellschaftsstrukturen umgestürzt und ich kann mir bei allem Politikverständnis nicht vorstellen, dass dies auf diese Weise passiert.
"Unerwünschte Mädchen werden nach der Geburt getötet, jeden Tag stehen Kinderbräute vor Altären und heiraten fremde, ältere Männer, irgendwo werden gerade tausende schreiende Mädchen festgehalten, während ihnen ihre Genitalien rituell beschnitten und damit verstümmelt werden."
Jungs werden in diesen Ländern (ich gehe einfach mal davon aus, dass wir von den selben Ländern sprechen) zwangsbeschnitten oder in den Krieg geschickt und halten somit als Minenkinder her, als Soldaten gegen andere Minderheiten. Stellen Männer später, vielleicht schon in jungen Jahren, eine homosexuelle Neigung fest, werden auch diese verfolgt, bestraft und nicht selten hingerichtet - mehr als Frauen. Und hier zeigt sich eine Irrsinnigkeit des Feminismus: nur Frauen geht es schlecht, nur Frauen sind die Opfer - ich sagte es bereits:
Männer sind erstmal gar nicht so wichtig, auch wenn es um Gleichstellung/-berechtigung geht. Und warum überhaupt Männer?
Der Ablehnung solcher Praktiken stimme ich ausnahmslos in allen Punkten zu! Hier aber nur von oder über Frauen zu sprechen, spricht gegen ein Interesse an gleicher Sorge beider Geschlechter.
"Feminismus bedeutet einfach Menschlichkeit."
Das klang gerade anders.
"Männer, Frauen und auch andere Geschlechter sollen gleich behandelt werden"
Mir sind nur 2 Geschlechter bekannt. Der Autorin, die laut Bio selbst Biologin ist, müsste dies bekannt sein. Und hier zeigt sich wieder, wie kreativ Feministen und sonstige Aktivisten über biologische Fakten hinwegsehen und gesellschaftliche "Geschlechter" erfinden. In einem Youtube-Video wird von mehr als Millionen Geschlechtern gesprochen. Und in jedem dieser Fäller muss man auch das "Pronoun" beachten, sonst wäre das "offensive" diesen Leuten gegenüber.
"Es mag kleinlich wirken, ein Luxusproblem. Aber..."
Gegen Sätze wie "Ich bin/möchte ja nicht..., ABER..." bin ich etwas allergisch.
Genau nach diesem Satz hätte auch ein Punkt folgen können und das Thema wäre erledigt werden. Wieso sieht man in einer roten Ampel nicht einfach weiterhin "Stop" statt einer vermeintlichen Belästigung?
Wieviele Ampelfrauen muss es demnach in einer Stadt geben? Wie hoch sind die Mehrkosten, die so eine Umgestaltung verursacht? Ist das Geld vielleicht dann anderweitig nicht besser aufgehoben? Sieht ein Mann in einer Ampel vielleicht nicht sein Geschlecht bestätigt, sondern einfach nur ein "Stop" und "Go"?
"Deshalb: Ja, wir brauchen den Feminismus."
Wegen Ampelmännchen, Lusxusproblemen und 56 und mehr Geschlechtern? Birgit Kelle wegen ihrer angeblich minder wichtigen Kritikpunkte zu kritisieren und dann selbst solche, nüchtern betrachtet, lächerlichen Punkte als Gründe zu nennen...
Und wieder: warum konkret und was konkret was soll der Feminismus ändern? Und wie?
"Nun, Sprache ist ein Werkzeug. Schauen wir uns Hitlers politische Reden und Pamphlete an sehen wir, wie gezielt er Sprache benutzt hat, um das Denken einer ganzen Nation zu beeinflussen."
Ok, ein unpassenderes Beispiel hätte man kaum wählen können. Ich bezweifle sehr stark, dass Adolf Hitler auf eine gegenderte Sprache Wert gelegt hat. Absurder Gedankengang.
"„Ich finde, alle Ärzte sollen für die gleiche Arbeit das gleiche Gehalt bekommen“, habe ich sofort eine Gruppe Männer in weißen Kitteln im Kopf."
Seltsam, ich nicht. Mein Hausarzt ist eine Frau.
"...dass wir Feministinnen allem zustimmen, das unter dem Label „Feminismus“ läuft."
In den allermeisten Fällen ist das nun mal so. Und was auch nicht weiter erstaunlich ist: die meisten jungen Feministen können nichts mehr mit Alice Schwarzer anfangen. Das stellt in diesem Fall keine besondere Differenzierung dar.
"Wenn eine Frau, die sich als Feministin versteht, loszieht und einem Mann eine auf's Maul gibt und das als feministische Aktion sieht, finde ich das genau so scheiße..."
Auch hier wieder meine freie Behauptung: ein nicht unerheblicher Teil Feministen oder auch Nicht-Feministen würden jetzt sogar sagen "Ach, das wird er schon verdient haben!" (Victim Shaming maybe?) oder "Naja, der kann das schon wegstecken!". Das Video, in dem die Courage von Bürgern in solchen Fällen getestet wurde, kennt man vielleicht. Inwiefern das Video eine breite Masse wiederspiegelt, ist nicht ersichtlich, jedoch sagt dies meines Erachtens schon einiges aus, wie hoch die Akzeptanz von Gewalt gegen Männer ist.
"Ganz wunderbar finde ich hier ein Zitat von Svenja Gräfen..."
Oh, oder wie wäre es mit ihrer Aussage, es gäbe wichtigere Dinge, über die man sich unterhalten solle, als über die Definition von Feminismus und Antifeminismus... beispielsweise der Rape Culture.
Rape Culture wird von Pink Stinks so definiert:
"Rape Culture, also eine Kultur, welche die Gesellschaft so strukturiert, dass sie Vergewaltigungen und sexualisierte Gewalt ermöglicht, toleriert und verharmlost..."Tolerieren? Speziell strukturiert? Ermöglicht? Ich kehre die Frage um: Wie kann der Feminismus verhindern, dass Frauen vergewaltigt werden? Die Antwortfindung geht weit über diesen Rahmen hinaus, jedoch steht jetzt schon fest: Unsinn. Kein Feminismus wird die Vergewaltigung an sich verhindern.
An welcher Stelle oder wann wird eine Gesellschaft so strukturiert, dass Vergewaltigungen überhaupt möglich sind?
"Feminismus ist nicht Alice Schwarzer..."
Was der Feminismus genau ist, darüber streiten sich die Feministen selbst. Aber was der Feminismus definitv nicht ist, wissen sie jetzt schon.
Anne Wizorek? Die bekannteste Femsplainerin? Die Brüderle's Fall weiter aufgeblasen hat, als es nötig war?
Emma Watson? Wäre "Us for Us" statt "He For She" nicht besser? Oder dass Rape Culture und Gender Studies, gegen ihre Behauptung, doch Fächer in Universitäten sind? Nun, würde ich so viel Geld dafür kassieren und mir gleichzeitig auch "nahegelegt" würde, was ich vor versammelter Mannschaft sagen soll... vielleicht würde ich das auch tun. Und das aus so einer überprivilegierten Position, in welcher Manager, Bodyguards, Safe Spaces, Agenten, etc. dafür sorgen, dass ihr Produkt ja keiner Unterdrückung ausgesetzt ist, also aus keiner nur annähernd unterdrückten Sicht sprechen kann. Well done!
"Auch Männer leiden unter dem Druck der Stereotypien. Männer weinen nicht. Männer müssen im Job 150 Prozent geben und wenn ein Mann lieber zu Hause bei den Kids bleibt, statt Karriere zu machen, gilt er als Versager. Jungs spielen nicht mit Puppen. Die Liste ist endlos."
Sagt die Autorin aus Sicht einer Frau? Gewagt. Und Falsch.
Edition F habe ich bisher dafür geschätzt, Artikel zu schreiben, die selbst für mich als Mann sehr interessant waren. Zu mehr hat es mich jedoch nicht interessiert. Durch Zufall stolperte ich jedoch über diesen Artikel, der zu meinem Nicht-Erstaunen ziemlich austauschbar ist und sich den selben Mechanismen bedient. Leider wurde auch hier wieder die Chance verpasst, einmal sachlich und wahrheitsnah zu schreiben. Maybe next time. Nice try.
Aber vor diesem Feminismus könnte man(n) durchaus Angst haben.
Aber vor diesem Feminismus könnte man(n) durchaus Angst haben.
Edited: 17.11.16 - Links, Punktuation
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Mittwoch, 9. November 2016
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Schon ein vielversprechendes Thumbnail. Dieser kampflustige Blick.
Und man wird von diesem Eindruck auch nicht entäuscht.
Laura Dornheim ist Feministin und Piratin. Auf der anderen Seite: Maximilian Pütz.
Maximilian Pütz ist Coach für Männer. In der Sendung nennt der Moderator "Pick Up Artist" auch immer wieder gerne mit einem eher negativen Touch. Neutral ist etwas anders.
Hier wird erneut deutlich, wie aggressiv und unsachlich seitens Laura Dornheim diskutiert
wird, von anderen aber Verständnis, Akzeptanz und Redefreiheit gefordert wird.
Geben aber nicht so gerne.
Dann kommt Anne Wizorek ins Studio. Man hat auch immer noch den Eindruck, dass die Damen und Herren nicht so ganz verstehen, was Maximilian Pütz eigentlich macht.
Anne Wizorek kommt nun mit dem Patriarchat. Ein oft verwendetes Instrument, wenn man nicht weiß, wie man sinnvoll weiterargumentieren soll.
Es betritt Monika Ebeling das Fernsehstudio. Frau Ebeling ist der Ansicht, dass Männerbelange genauso wichtig sind und es der Gesamtdebatte geschuldet ist. Anne Wizorek und Laura Dornheim kichern. Und Anne Wizorek wieder in Bestform: unterbrechen. Femplaining gegenüber einer Frau at it's best.
Generell gewinnt man den Eindruck, dass die Unterhaltung voreingenommen und unparteiisch geführt wird. Was anderes hatte ich auch ehrlich gesagt nicht erwartet.
Die Klimaanlage ist Sexist
Ein etwas älterer, aber nicht weniger unterhaltsamer Artikel aus England.
Radhika Sanghani beklagt sich über die Klimaanlage, die zum Vorteil von Männern eingestellt wird. Frauen würden sich einen abfrieren, während Männer sehr komfortabel arbeiten können. Auch hätte Radjika deswegen eine Erkältung. Das alles ist in ihren Augen purer Sexismus.
"Most climate control systems in modern offices are based on the resting metabolic
rate of a 40-year-old man, which runs up to 30 per cent faster than a woman’s."
When researchers tested young women performing light office work, while dressed in a t-shirt and tracksuit bottoms, they discovered that their optimum temperature was 75F (24.5C). Men, in contrast, were happiest at 71F (22C)
Quelle: Telegraph
Donnerstag, 27. Oktober 2016
Erziehung ist alles
Zwei erwachsene Frauen fördern die Gewaltausübung eines
gerade mal geradeaus laufenden Hosenscheißers.
"It's Patriaaaarchy! Rape Culture!" - ja, genau.
Freitag, 21. Oktober 2016
mirellativegal - ist es ihr aber dann doch nicht...
Originalvideo
"mirellativegal" hatte ich bereits im Susanne Grime-Video erwähnt.
Wage Gap, Gender Roles, Alltagssexismus... dass man in diesen Millenial-Videos auch nie etwas neues hört und sieht?! Nur Wiederholungen. Das nennt sich dann Feminismus. Auf der Strasse wird man die wohl nie sehen. Feminismus hat sich 2016 wohl nur noch ins Netz verlagert, was ich persönlich auch ganz gut finde. Alles, was man dazu braucht, ist eine Cam, einen Youtube-Account und ein paar Videos zum nachplappern.
Mal abgesehen von der fehlenden Ernsthaftigkeit und dem fehlenden Faktencheck für derartige Behauptungen, fällt es mir schwer, ihr Anliegen ernstzunehmen, wenn ich solche Intro-Videos sehe...
Originalvideo
Edit:
Zu guter Letzt hat SallyIsG4yAndThatsOk und Tenrec ein klasse Video zu Mirella's Video gedreht:
Mirella, wenn man sich von solchen Statements, Haltungen oder gar dem ganzen Video von Suzie Grime nicht distanziert, ist man eben nicht Lösung, sondern Teil des Problems.
Mittwoch, 19. Oktober 2016
"Argumente gegen Feminismus im Check" im Check
Anne Wizorek wurde von Juliane Frisse interviewt. In diesem Interview wurden Argumente gegen Feminismus unter die Lupe genommen und von Anne Wizorekt kommentiert.
"Feministinnen hassen Männer."
Anne Wizorek: Das ist natürlich Quatsch. Feministinnen hassen das Patriarchat und das zurecht. Eine Gesellschaftsform, in der Männer eine bevorzugte gesellschaftliche Stellung haben und Frauen herabgesetzt werden, kann nicht gerecht sein. Das Patriachat drängt aber auch Männer in eine stereotype Rolle. Wenn sie zum Beispiel der starke, niemals weinende Alleinernährer einer Familie sein müssen, dann ist das auch ein extremer Druck für viele Jungen und Männer. Genau von diesen einsperrenden Geschlechterrollen wollen wir weg.
Das unsichtbare, nicht greifbare Patriarchat wieder... ("Der Unsichtbare Drache"). Welche bevorzugte Stellung die Männer in einer Gesellschaft haben, das erwähnen Feminist(inn)en nie gerne. In etwa definieren Feminist(inn)en das so:
"...that the Patriarchy rules the world,
and that the Patriarchy is a system
of laws and rules made by men to
benefit men at the expense of women."
Es wäre Frau Wizorek's oder Frau Frisse's Chance gewesen, da endlich mal das Kind beim Namen zu nennen. Welche Gesetze wären das konkret, die Männer besser dastehen lassen? Welche Regeln? Abseits der Gesetze, im Alltag, erkenne ich eher mehr eine vorteilhaftere Stellung für Frauen als für Männer. Aber gut. Geduld.
"Feminismus braucht doch keiner mehr. Ich bin ja schließlich auch eine Frau und ICH habe noch NIE erlebt, dass ich benachteiligt wurde."
Anne Wizorek: Da würde ich antworten, dass es nicht zwangsweise immer um dich selbst und in diesem Moment geht. Altersarmut zum Beispiel betrifft insbesondere Frauen, weil diese sehr häufig in Teilzeit arbeiten müssen, da sie ihre Kinder betreuen oder Angehörige pflegen. Frauen erhalten dadurch am Ende im Schnitt nur die Hälfte der durchschnittlichen Rente, die Männer bezahlt bekommen, obwohl sie genauso gearbeitet haben. Wenn man das selbst noch nicht erlebt hat, dann ist das schön, dann sollte sich diejenige freuen. Aber das ist kein Grund zu sagen, dass wir nicht für uns als Gesellschaft insgesamt etwas Besseres anstreben sollten.
Der Kampf gegen Altersarmut sollte zuerst einmal kein Geschlecht bekommen.
- der Anteil der erwachsenen obdachlosen Männer liegt bei 72 % (220.000); der Frauenanteil liegt bei 28 % (86.000) - Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V.
- Kinderzeit wird in Rentenversicherung der Mutter automatisch zugeschrieben, ebenso die Kinderzulage, der Vater kann es nur beanspruchen, wenn beide Elternteile zustimmen.
"Und dann immer dieses spaßbefreite Rumhacken auf jeder Werbung, wo eine Frau im Bikini drauf ist... Männer werden doch genauso zum Sexobjekt gemacht und sollen sich möglichst einen Sixpack antrainieren!"
Anne Wizorek: Der kontinuierliche Zwang zur Selbstoptimierung, auch des Körpers, ist ebenso eine Entwicklung des Neoliberalismus. Das lehnen auch Feministinnen ab. Wenn Menschen zum Beispiel in Bezug auf ihr Aussehen unter Druck gesetzt werden, dann ist das für niemanden wirklich gesund - weder für Männer noch für Frauen. Ich finde daher auch nicht, dass es eine gerechtere Entwicklung ist, zu sagen: "Hey, Frauen waren schon so lange Sexobjekte, jetzt müssen Männer das genauso werden." Es geht schlicht darum, Menschen in ihrer Vielfalt und Schönheit darzustellen und nicht immer an einem Schönheitsideal zu messen, das sie dank Photoshop eh nicht erreichen können.
In keiner solchen "Männerwerbung" steht, dass ich mir ein Sixpack antrainieren soll und ich interpretiere dies auch nicht in eine solche Werbung. Woher dieses Gespinst stammt, ist mir schleierhaft. Ich bin in der Lage zu differenzieren. Richtig, das ist ein Zwang - jedoch ein eigens auferlegter. Es ist nicht die Aufgabe anderer, das eigene Selbstbewusstsein zu stärken. Und dass Männer erst jetzt zu Werbeobjekten werden (wie kommt man bitte auf "Sexobjekt"?) ist schlichtweg falsch. Das gibt es bereits seit den 80ern. Es ist die Entscheidung der Hersteller, wen - was - wie sie etwas abbilden und es ist unsere freie Entscheidung, dieses Produkt zu erwerben und uns ggf. einer Modeerscheinung oder einem Schönheitsideal zu unterwerfen.
"Gleichberechtigung ist ja richtig, aber Feministinnen betreiben Gleichmacherei! Männer und Frauen sind nun mal verschieden - das ist wissenschaftlich bewiesen."
Anne Wizorek: Natürlich gibt es Unterschiede zwischen Menschen, die sind aber nicht unbedingt ausschließlich am Geschlecht festzumachen. Die meisten Argumente, die da kommen, sind ja so was wie: Frauen seien begabter für Erziehungsberufe und Männer angeblich besser in technischen Jobs. Die Hirnforschung hat hier einen Unterschied aufgrund des Geschlechts längst widerlegt, aber er wird immer noch herbeigeredet, um Frauen und Männer in für sie angeblich typische Berufe zu drängen. Da muss also auch ein Update unseres gesellschaftliches Bildes her, anstatt uns immer wieder an einem Bild festzuhalten, das die Männer zu den Jägern macht und die Frauen zu den Sammlerinnen. Außerdem wurde sogar diese Geschlechteraufteilung schon lange wissenschaftlich widerlegt.
Hier muss überhaupt kein Update her, da es niemandem zusteht, in die Erziehung der Eltern reinzureden, wenn eine Familie ihren Sohn "männlich" erziehen will oder offen und dieser später demnach einen "männlichen" Beruf ergreifen möchte oder eher einen "weiblichen".
Leider, wie so oft, versäumt Frau Wizorek, hier auch mal auf Quellen hinzuweisen, denn es ist sicher interessant, diese Themen und das Wissen zu vertiefen. Zu jeder Studie finde ich womöglich auch eine Gegenstudie...
"In der vom BBC unterstützten Studie wurden den Befragten
zwei Tests zur räumlichen Orientierung vorgegeben. Ihr zufolge
hat sich bei unseren Vorfahren eine Arbeitsteilung zwischen
Männern und Frauen durchgesetzt. Diese Spezialisierung führte
dazu, dass sich in den männlichen und weiblichen Gehirnen
verschiedene Kompetenzen ausgebildet haben. Die Männer waren -
in allen Kulturen - besser in der "Jäger"-Aufgabe, eine
dreidimensionale Zielfigur in unterschiedlich gedrehten Positionen
wiederzuerkennen. Die Frauen konnten sich dagegen besser daran
erinnern, wo der "richtige" Platz einer bestimmten Figur war.
In fast allen Kulturen waren sie in dieser für Sammler entscheidenden
Kompetenz überlegen." Prof. Dr. Ulrich Clement, stern.de
"Und dann immer diese feministischen Sprach-Nazis: 'Studierende' klingt halt einfach scheiße. Wir haben doch schon immer 'Studenten' gesagt - ist doch eh klar, dass Frauen mitgemeint sind!"
Anne Wizorek: Der Witz ist ja: Unsere Sprache ist schon gegendert. Sie ist halt nur maskulin gegendert, aber das wird als Norm dargestellt und deswegen als neutral. Allein das zeigt schon sehr gut, wie die Machtstrukturen in unserer Gesellschaft funktionieren. Ich habe auch etwas länger gebraucht, um zu merken, wie das auch in meinem Sprachgebrauch funktioniert. Das berühmte "Frauen sind mitgemeint" funktioniert in der Praxis nicht. Auch das wurde mittlerweile durch die Hirnforschung untermauert, wenn sich zum Beispiel bei einer Jobausschreibung, die im generischen Maskulinum formuliert ist, Frauen eben nicht angesprochen fühlen und deshalb auch gar nicht erst bewerben.
"Der Großbuchstabe „I“ sollte den Sexismus in der Sprache bekämpfen. Doch drei Jahrzehnte sprachlicher Gleichbehandlung haben unschöne Texte, aber keine gesellschaftliche Gleichstellung gebracht." - Ingrid Thurner, Ethnologin, Publizistin und Lehrbeauftragte am Institut für Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Wien, welt.de
"Feministinnen stellen Männer unter Generalverdacht."
Anne Wizorek: Diese Behauptung stammt aus älteren feministischen Theorien. Dazu muss man vielleicht auch erwähnen, dass es nicht den einen Feminismus gibt, sondern Feminismen. Also verschiedene Richtungen, in die Feminismus gedacht werden kann. Ich finde wichtig, dass Männer, die erkennen, dass Sexismus existiert und ein Problem ist, auch Verantwortung übernehmen und sich dagegen einsetzen. Also nicht einfach nur Sexismus im Stillen verurteilen, sondern wirklich ganz klar Position beziehen, wenn ihr bester Kumpel zum Beispiel Frauen belästigt. Aber es gibt tatsächlich auch immer mehr feministische Männer. Davon abgesehen können Frauen sich genauso sexistisch verhalten, denn sie wachsen auch in dieser Gesellschaft auf, die Frauen und Männer eben anders bewertet. Deswegen müssen wir auch alle an Geschlechtergerechtigkeit arbeiten.
Die meisten Artikel zielen mit dem Generalverdacht in Richtung Männer. Generell assoziiert man Seximus mit dem männlichen Geschlecht. Man sehe sich die YouTube-Videos von selbsternannten Jung-Feministinnen wie Suzie Grime an, welche mittlerweile eine große Fanbase hat. Diese geben dies ungefiltert weiter...
Wenn Julia Schramm von Penis-Kompetenzen spricht (einsplus-Interview) oder Suzie Grime regelmäßig sexistische Salven feuert (z.B. "#Männerhass"-Video), dann ist das natürlich nicht relevant, dies zu zu korrigieren.
Dazu befragte Juliane in diesem Video Leute auf München's Straßen zu Sexismus... sehr interessant:
"Also ich finde das nicht ok... als Mann, wenn man
jetzt sagt "Wir werden ungerecht behandelt!", weil es sind
ja wir Frauen und um uns Frauen geht's ja in dem Sinne auch."
Sexismus betrifft nur Frauen? Nur Frauen werden ungerecht behandelt? Und um Sexismus gehts nur um Frauen? Oha...
Der Artikel erschien hier.
Mein Tipp an alle: do your research!
Dienstag, 18. Oktober 2016
Doppelmoral: Free Speech gegen Free Speech
Prof. Christina Marie Hoff Sommers, Milo Yannopolous, Janice Fiamengo, Ben Shapiro oder Karen Straughan sind vielen Feminist(inn)en und den meisten Antifeminist(inn)en bekannt, Sie halten Reden an amerikanischen Campus', Interviews und anderen Free Speech-Veranstaltungen. In den USA ist das Ganze noch einmal etwas ganz anderes. Dort wird z.B. ein Campus vor/während/nach einem Vortrag über Feminismus für gewöhnlich von wütenden protestierenden belagert und für gewöhnlich sabotiert. Wird beispielsweise der Feueralarm aktiviert, muss der Campus geräumt werden, ob es sich nun um einen Falschalarm handelt oder nicht, spielt erst einmal keine Rolle. Diese Aktivisten stehen gegen die "Rape Culture, das Wage Gap, Opression, Internalized Misogyny, Sexism, Racism und Homophobie" - meist im Komplett-Set. Sie werden angeblich in ihrer Freiheit und in ihren Rechten eingeschränkt, aus diesem Grund protestieren sie.
Hier eine Blockade einer Campus-Veranstaltung in Toronto, auf der Men's Rights Activists eine Veranstaltung abhielten. Und natürlich sparen die Aktivisten nicht an Nettigkeiten...
Lauren Southern bei einer Free Speech-Veranstaltung, auf der sie dann auch von von den Protestlern angegriffen wurde und dieser Angriff dann auch von diesen geleugnet wurde. Nach Urin-Attacken, gewalttätigen Atacken und Beschädigung ihres Equipments hat Lauren Southern dann schon einiges erlebt. Und das alles im Sinne der Versammlungs- und Redefreiheit der "Unterdrückten".
Hier eine etwas ausführlichere Version:
Edit:
"Smugglypuff" (gelbe Mütze im Video) wurde laut diesem Artikel nach der Protestaktion verhaftet...
But Smugglys story doesn’t end there, turns out he/she/xe/ve/thon/hu/ge/zee is now facing criminal charges- but not for the reason you might think. Barbara E. and her partner Bryan T. (last names withheld for safety) heard about Peterson’s protest over social media. The two live fairly close and walked to the protest with their dogs. An article published in the Varsity quoted an anonymous source who claimed that the couple “seemed to be identifying themselves as white supremacists. Having spoken with Barbara and Bryan it’s bleeding obvious this accusation was complete nonsense. Barbara explained that her assault occurred shortly after someone pulled the fire alarm in the Sid Smith building (this wasn’t the first time I’ve seen one pulled at a UofT protest). Black Lives Matter black supremacist Yursa Khogali was screaming at and advancing on one of Peterson’s supporters and Barbara decided to film it with her mobile phone. Smugglypuff’s girlfriend started taunting and getting aggressive towards Barbara after that. Then, out of nowhere, Smuggly attacked Barbara from behind and eventually grabbed and ran away with her phone. As Barbara ran towards her alleged assailant to recover her phone, Peterson opponents Wesley Williams (a.k.a. Qaiser Ali) and his sibling Cassandra Williams started chasing her down. Lauren Southern started calling out for the police, yelling out “yellow hat!” as they ran into the building. Smugglypuff eventually threw down Barbara’s phone- smashing it on the floor.
Montag, 10. Oktober 2016
Milena, die Hashtags und die Genderrollen...
Originalvideo
Strömungen sind beispielsweise Intersektionalfeminismus, Differenzfeminismus, Radikalfeminismus, Gleichheitsfeminismus oder auch Spiritueller Feminismus. Nicht die genannten Hashtags. Die Hashtags stehen erst einmal für einzelne Events und die daraus resultierende Haltung.
Alle genannten Hashtags sind nicht geeignet, um eine feministische Aktivät zu legitimieren.
#aufschrei - hätte schon im Keim ersticket werden können, wenn Frau Himmelreich die Eier gehabt hätte, unmittelbar mit Herrn Brüderle darüber zu reden, statt ein Jahr zu warten und dann zu sagen "Nun ja, jetzt passt das Thema zum neuen Gesicht der FDP.". Das ist heuchlerisch.
#ausnahmslos
Inakzeptable Taten. Aber der Fehler war, das sagte ein Gutachter, lag auf Seiten der Polizei. Wie soll der Feminimus so einen Event verhindern?
#teamginalisa
Falschaussage und Lügen führen eben zu einer Strafe. Was hat das mit Feminismus zu tun?
Milena Glimbovski trägt im Video neben ihren hippen Adiletten das Feminismus-Shirt von H&M. Wie man auf ze.tt bereits über die Hairy Arm Pit-Aktion von H&M lesen konnte, möchte ich auch auf diese eher heuchlerische Haltung von H&M hinweisen - wie Frauen in den Herstellungsländern behandelt werden und hier dann encouraged werden wollen - unter dem Mantel der Gleichberechtigung, Fair Pay, etc. Wenn DAS im Mainstream angekommen ist, dann möchte ich kein Teil davon sein.
Eigentlich hätte das Video ab Minute 3:52 zu Ende sein können. Jedoch möchte sie sich mit dem Feminismus auch vor allem für andere einsetzen. Denn nur weil er für sie keinen Nutzen mehr hat, hieße das nicht, dass es anderen nicht schlecht geht. Grundsätzlich lobenswerte Einstellung, jedoch kann sich in einem Land wie Deutschland auch auf die selben Rechte berufen wie Milena es tun kann. Gleichberechtigung eben.
Genderrollen müssen aufgebrochen werden, denn Männer sollen ja auch Pflegerberufe ergreifen dürfen... Milena, herzlich willkommen im 21. Jahrundert. Männer ergreifen diese Berufe bereits seit langer Zeit. Die ergreifen sie auch ohne feministische Unterstützung und Erlaubnis. Nur, manche Männer wollen das eben nicht und deshalb bleibt das wohl eher ein kleiner Teil in diesen Berufen. Das ist die freie Berufswahl.
Suzie Grime und die Notwendigkeit des Feminismus
Originalvideo
In dieser Video-Analyse gehe ich nur kurz auf einige jeweilige Statements ein, da das Video im gesamten einfach wahnsinnig anstrengend anzusehen war. Pauschalisierungen, Übertreibungen und First World Problems von Millenials.
Suzie Grime
...ist eine junge, 24- (vielleicht auch schon 25-) jährige Hipster-YouTuberin (nennt sich das neuerdings Influencerin?), die ins hippe Berlin gezogen ist, um da was mit Medien zu machen, anzutreffen im klassischen Umfeld.
Kuckt euch ein paar Videos von ihr an, lest etwas... denn über sie möchte ich nur wenige Zeilen verschwenden, ihre Person ist eigentlich nicht der Rede wert. Suzie Grime braucht viel Aufmerksamkeit, widerspricht sich selbst gerne, hatet und kifft gerne. Ich wünschte, ich könnte jemanden auch mal positiv vorstellen.
Luna Darko, 25
...behauptet, Heterosexuelle Männer sehen Frauen nur als Sexobjekt, was ja schon förmlich nach Pauschalisierung schreit. Luna weiß auch, was von Männern erwartet wird, ohne einer zu sein. An dieser Stelle schoß mir auch gleich Suzie's Zitat aus dem "#Männerhass"-Video in den Kopf:
"...und dass Männer manchmal die Fresse halten, bei Lebenserfahrungen, die sie ohne Muschi gar nicht haben können."
Anouschka Marlene, 22
...wird von der Gesellschaft in eine Rolle gedrängt, wobei ich auch hier wieder fragen muss, WER diese Gesellschaft ist. Ich gehöre zu einer Gesellschaft, erwarte das aber nicht. Hier wird offenbar einfach nur wieder ein Sündenbock für etwas gesucht, das man selbst genauso gut handlen könnte. Behauptet, Männer würden es so tragisch finden, wenn Frauen auch nur 3% der Führungskräfte wären, weswegen eine Frauenquote unabdingbar ist. Wie kommt man auf 3%? bzw. wo findet man diese? Verwechselt sie die 3 mit "jede dritte"? Nun... diese Statistik sagt etwas jedenfalls etwas anderes:
Anouschka weiß ebenfalls, was von Männern erwartet wird, das wissen seltsamerweise fast alle weiblichen Darsteller in diesem Video. Abschließend: es wird pauschalisiert ohne Ende, ohne das ausSicht eines Mannes je nachvollziehen zu können.
Auch hier Suzie's Zitat: "...und dass Männer manchmal die Fresse halten, bei Lebenserfahrungen, die sie ohne Muschi gar nicht haben soll."
Marspet, 23
...kauft einen rosa Rucksack und wundert sich über komische Blicke. Youtuber sagen darauf "Es war doch schon immer so... das ist eben so in unserer Kultur!" Daraufhin vergleicht Marspet das "Es es war doch schon immer so..." mit der Sklaverei, die ja keine Berechtigung hat, auch wenn "sie schon immer da war"... Er selbst sagt, dass das ein krasser Vergleicht ist, übersieht aber, dass der Vergleich sogar total daneben war. Sklaverei: Unterdrückung, Ausbeute, Rassismus. Rosa Rucksack: ...ja, muss ich sicher nicht weiter ausführen. Jedenfalls ist es nun mal Fakt, dass sich gewisse Strukturen innerhalb einer Gesellschaft festigen, gewisse Traditionen gepflegt und auch weitergegeben werden, gerade unter Geschlechtern. Aber auch das ist keine Neuheit, dies ist so alt wie die Zivilisation selbst. Marspet kann sich nicht aber damit abfinden.
Andre Teilzeit, 22 (warum erwähne ich das überhaupt noch?)
...es wird einem vorgeschrieben, was man tragen soll (von wem?), welche Farben man mögen soll (von wem?)... welche Aktivität zu deinem Geschlecht passt (who?), es wird eine perfekte konstruierte Welt vorgesetzt, in der man sich einfinden soll, auch wenn man möglicherweise nicht glücklich darin ist. Ok... Andre ist auch nicht sonderlich bekannt dafür, Fakten oder auch nur ansatzweise logische, nicht übertriebene Zusammenhänge zu erklären. Aber es geht weiter: in der Geschichte findet er nur heterosexuelle Männer, die keine Identifikationsfiguren sind. Er vermisst weibliche, nicht weisse und nicht-heterosexuelle Figuren... Mir drängt sich die Frage auf: wie zum Geier kommt auf so eine Fragestellung? Was würde dies im Geschichtslauf unserer Erzählung ändern?
Ich überschlage die Zeitrechnung etwas und versuche, nachzukonstruieren, in wie weit seine Forderung umsetzbar ist:
- Homosexualität, damit nicht heterosexuell: noch nicht all zu lange ist es her, da war Homosexualität sogar strafbar, zu Hitler's Zeiten ebenfalls. Zuvor eine sehr lange Zeit der Ächtung von Homosexualität, meines Wissens meist die Todesstrafe. Hierzu ein Artikel der Zeit. Recherche hätte sicher die ein oder andere Frage beantwortet.
Vergewaltigngsopfer werden laut Herrn Teilzeit generell unter Verdacht gestellt zu lügen. Meines Wissens auch nicht wahr... nach dem letzten Vorfall "Gina Lisa" und "Kachelmann" zeigte sich jedoch wieder, wie viel sich manche mit der Unwahrheit versprechen.
Michael Buchinger, 23 (ebenfalls: eigentlich keine Zeile wert)
...hörte Paris Hilton und hat Gilmore Girls geschaut. Ich höre Madonna, habe O.C. California und Sex & The City komplett durchgeschaut. Woher stammen die Beschimpfungen gegen Herrn Buchinger? Ich habe auch belächelndes oder "respektloses" in diese Richtung vernommen. Na und? Sollte mich das abhalten? Michael hatte weibliche Züge und lange Haare...
Michael hat auch in der Frauenabteilung eingekauft und hat dabei empfunden, dass man anders mit ihm gesprochen hat. Nun, dass er aufgrund seines etwas eigenwilligen Stils angesprochen, belächelt oder beschimpft wird, ist sehr bedauerlich und auch extrem unreif, jedoch hätte er davon ausgehen müssen, dass sein Kaufverhalten und Erscheinen nicht bei allen die selbe tolerante Reaktion hervorruft.
In einem Artikel heißt es: "...das ist umso bemerkenswerter, weil Michaels Fans eher jünger sind als er selbst. 13- bis 18-Jährige machen den größten Teil seiner Fans aus, sagt die Facebook-Statistik. Zwischen 20 bis 30 tut sich am wenigsten und dann geht es erstaunlicherweise wieder bei den über 50-jährigen los.".
Erstere Zielgruppe ist im Allgemeinen nicht sonderlich bekannt dafür, reif zu sein und sich differenziert mit diesen Themen auseinanderzusetzen und zu reflektieren.
Blonde Caviar
"...Frauen lassen sich gerne von Männern inspirieren
Wieso nicht andersrum?" - tun sie.
Lisa Ludwig, 27
Rap ist nun mal eine Männerdomäne. Female Rapper wie Queen Latifah, MC Lyte, Yo Yo, SaltNPepa, Roxanne Shante, Heather B, Blue Rasberry, Mary J. Blidge, Rah Digga, Lauryn Hill... haben bewiesen, dass eine Frau am Mikrofon ernstgenommen wird. All diese Ladies haben gerappt, mehr oder weniger erfolgreich bzw. noch aktiv. Jedoch haben sie sich erfolgreich durchgesetzt und gezeigt, dass Rap keine Frage des Geschlechts ist.
"Frauen müssten erst gebumst werden, damit man ihnen zuhört..." - an Schwachsinn kaum zu überbieten.
Nilam, 27
"Schnelle Autos, Motorräder, Beauty - wie kann das sein?" sagen die Männer zu Nilam. Wie gesagt, ich habe auch "frauentypische" Sendungen gesehen. Selbstverständlich bekommt das auch nicht jede Frau gebacken und stellt erstmal doofe Fragen. So what?
Mirellativegal, 22
Pokemon & Mario Kart sind als Präferenz für ernstzunehmende, sexistische Diskriminierung denkbar schlecht. Sorry. First World.
Riccardo Simonetti
...wundert sich über die Reaktionen der Leute aufgrund seines, nun ja... eher etwas außergewöhnlichen Styles. Völlig in Ordnung. Aber people react to what they see.
"Man muss mehr können als Frau..."
Tali führt ein Beispiel an, in dem sie mit einem Kollegen ein Imagekonzept für ein Kosmetikprojekt erstellen sollte. Sie behauptet dann, man hätte sie systematisch ignoriert, das Konzept des männlichen Kollegen wurde dann genommen. Sie behauptet, es läge einfach schlicht daran, dass sie eine Frau ist. Klar, es liegt daran, dass sie eine Frau ist.War der Kollege vielleicht einfach kompetenter?
Sie führt als Präferenz aus, dass sie Celebrities schminkt, auf Fashion Shows arbeitet, für die Vogue tätig war und bei einem Wettbewerb Finalistin war. Zu jedem Job gehören Niederlagen, ob gegen Mann oder Frau. Das bleibt Männern ebenfalls nicht erspart. Die Geburt übrigens sollte man dem Mann überlassen und Männer würden erwarten, dass man nach der Geburt ganz schnell wieder geil werden muss. Tali kennt mindestens 6 vergewaltigte Frauen. "Shit Happens" sagt sie dazu pseudo-sarkastisch, weil "es war ja ihre Schuld".
Flo
Vorschaubilder, auf denen nackte Brüste und Ärsche sorgen nicht für eine sexistischere Jugend als es schon mit den PC-Spielen gewesen sein soll, 2 Studien haben das widerlegt und ich behaupte einfach mal, dass sie auch gleichzeitig dieses Statement widerlegen könnten. Anita Sarkeesian hat damit schon eine Bauchlandung geschafft.
Rafael
Menschen sind nun mal sexuelle Wesen und reagieren demnach (unterschiedlich) aufeinander. Das ist weder etwas fundamental Neues noch Abwegiges. Dafür hat man aber wohl auch reine Lady Studios eröffnet. Aber da wird dann wohl eher untereinander Body-geshamed.
Nebenbei entdeckt, ein Statement von Susanne Grime über "sexistische" Youtuber und beweist, wie schon einst der Doktorant feststellte, dass Grime selbst Sexismus par excellence liefert. Aber aus weiblicher Sicht absolut legitim.
Suzie Grime zu Anouschka:
"Ich hab oft bei diesen Heterokommentaren den Eindruck, dass es trotzdem schon sehr gebildete Menschen sind, weil die teilweise etwa sehr sehr wortgewandt sind und du merkst das irgendwie schon so an deren Argumentationskette, dass sie schon echt viel und lange über solche Dinge nachgedacht haben. Nur ist halt die Kette am Ende dann, auch wenn sie eigentlich gut gezogen ist, irgendwie doch verquer am Ende. Wenn am Ende dabei rauskommt, dass da halt ein verdammter Sexist ist, so. Und da wunder ich mich dann manchmal, wie man irgendwie trotzdem so klug irgendwie und wortversiert... "
Anouschka unterbricht:
"Weil gebildet ist ja nicht gleich intelligent..."
Äh... ja.
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