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Dienstag, 7. März 2017

Femcy.at



Auf femcy.at schreibt Denise über Themen wie Fashion, Reisen, Feminismus, ihren Alltagsgedanken und anderen Sachen. Einige "Femcypicks" haben auch prompt für etwas Stirnrunzeln gesorgt.


GENDER PAY GAP
Wie lange hält man den Pay Gap Mythos, der ja schon so lange widerlegt wurde, noch aufrecht? Wenige ein/e feministische/r Autor/in setzen sich kritisch und angemessen damit auseinander.

GAR NICHT SÜSS VON AIDA
"...da die T-Shirts von den Angestellten freiwillig getragen werden. (haha jo genau)"
Eigentlich hat die Autorin schon die Antwort darauf gegeben. Sie tragen das freiwillig. Ich gehe davon aus, dass keine der Angestellten Frauen eine Pistole an die Brust gesetzt bekommt und gezwungen wird, diese Shirts (jetzt mal unabhängig von den schlechten Sprüchen oder Namen) zu tragen. Wenn sich eine Angestellte ernsthaft diskriminiert fühlt, sollte sie auch ein deutliches Zeichen setzen und kündigen.

TEDX TALK: BLOODY WOMEN
Wie ist die Haltung der Autorin hierzu?
Wir können gerne über die Besteuerung diskutieren, die auf solche Produkte erhoben werden.
Aber: es handelt sich bei der Menstruation nicht um ein Tabu-Thema. Viel eher ist die weibliche Menstruation schlichtweg eine intime Angelegenheit. Etwas sehr persönliches. Und ich persönlich finde, das sollte auch so bleiben. Es reicht völlig aus, dass darüber aufgeklärt werden. Aber derzeit kann man fast den Eindruck bekommen, dass Feminist(inn)en am liebsten jeden Tag darüber sprechen wollen. Und was soll dann überhaupt darüber gesprochen werden? Am Tisch, mittags? In der Bahn? Beim Sport? Nachts, im Club? Und reicht es für mich als Mann nicht zu wissen, was die Menstruation ist? Auf Alternativen wie der Moon Cup hinzuweisen ist natürlich lobenswert, jedoch muss hier kein Tabu gebrochen werden.

MÄNNLICHE UNSCHULD
"Leseempfehlung!"
Es wird auf einen Artikel von Hengameh Yaghoobifarah verwiesen, den diese für's Missy Magazine verfasst hat. Hier geht es um Gina Lisa und die Frage, warum oder ob dem Angeklagten mehr geglaubt wird als dem Video.
Nun, der Verlauf und den Ausgang ist überall nachzulesen. Es gab dazu ein klares Urteil und die Revision hat auch nichts anderes bestätigt. Interessant auch hier, wie gefiltert diese Plattformen - und somit verfälscht - berichten. Ich denke da an die SMS-Protokolle nach jener Nacht oder den Fakt, dass sich beide anschließend wiedersahen.
Abgesehen davon halte ich H. Yaghoobifarah für ohnehin sehr problematisch, weil sie Männer hierzulande permanent "Cis, weiß, heterosexuell" bzw. damit problematisch nennt. Nein, Hengameh, ich lasse mich nicht verleiten, dir auch andere Zuschreibungen zuzuteilen. 




In einem anderen Post vom Mai 2016 schreibt sie, warum sie Feministin ist... (und nicht Humanistin!) 

#1
 Ich bin dafür, dass alle Menschen unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe oder Körperform frei von Klischees, gleichberechtigt leben können. Andere würden dazu vielleicht Humanismus sagen, ich bevorzuge aber den Begriff Gleichheitsfeminismus. Ich bin keine Männerfeindin – im Gegenteil. Trotzdem gibt es noch viele Lebensbereiche in denen ein großes Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern besteht (zB.: auch Bezahlung im Job). Auch Männer können Feministen sein, denn es ist eine Lebenseinstellung, eine Bewegung, die nicht zwingend an ein Geschlecht oder eine Identität gebunden ist. Frauen müssen aber meist mehr unter Klischees leiden.
Der Gender Pay Gap wurde bereits selbst vom Bundesamt für Statistik deutlich und sehr nachvollziehbar widerlegt. Nur sträuben sich viele Feminist(inn)en gerne gegen Fakten und Logik.

#2 Ein weiterer Grund, warum ich Feministin bin ist, dass Ehrgeiz oft mit Zickigkeit/Verbissenheit verwechselt wird oder sich Frauen mehr beweisen müssen, bis sie ernst genommen werden. Ich kann es gar nicht an zwei Händen abzählen wie oft ich während Praktika als „Pupperl“ oder „Mausi“ bezeichnet worden bin. Im Gegenteil dazu wurden männliche Praktikanten eher als „Champion“ oder „Hawara“ bezeichnet. Ich habe mich gegen solche Kosenamen immer gewehrt und dafür seltsame Blicke erhalten.
  
Abgesehen davon, dass ich es etwas zweifelhaft finde, dass Jungs ernsthaft "Champions" genannt werden, bin ich mir auch nicht sicher, wie der Feminismus hier dagegensteuern möchte.

#4 Weil nein einfach nein heißt – und das bei einigen Männer noch nicht vollständig angekommen ist. Ich bin freundlich zu dir, trotzdem heißt das nicht, dass ich gleich mit dir schmusen will. Auch in der Medienwelt wiederholt sich ständig die leidigen Themen „So gefällst du jedem Mann“, „So verdrehst du ihm den Kopf“, „Sexstellungen, die jeden Mann verrückt machen“. Heyy ich richte mein Leben auch komplett nach dem Verlangen von Männern aus. *sarcasm off*
Nein hieß schon immer Nein. Dass sich man(n)che darüber hinwegsetzen ist nichts neues und auch nichts zu akzeptierendes. Wie in der Kommentarspalte schon erwähnt wurde, kann auch ich aus eigener Redaktionserfahrung sagen, dass diese Themen tatsächlich fast ausschließlich von Frauen verfasst werden. Hier gibt es aber ebenso Artikel in Männermagazinen. Und nun? Ich lese es einfach nicht. Punkt. 
Daß in einem #Punkt zwei verschiedene Themen vermischt werden ist erstmal nichts verwerfliches, kommt oft vor. 

 #5 Weil verstaubte Rollenbilder nicht nur uns Frauen beeinträchtigen. Immer mehr Männer bemerken nun auch, dass das Patriarchat auch sie unterdrückt und ihnen bestimmte Rollen aufzwingt. Der starke Mann, der immer brav das Geld nach Hause bringt, muskulös ist, nie Schwäche zeigt und nicht weinen darf.  Auch sie profitieren, wenn das uralte Rollensystem reformiert wird.
Welches Patriarchat bitte? Wo ist das, wer ist das konkret? Und witzig, dass Männer das erfunden haben, aber Frauen sehr bereitwillig davon profitieren. Das Patriarchat wird von Internetet-Feminist(inn)en gerne als das unterdrückende, frauenverachtende Männerregime definiert. Hier in Deutschland steht eine Frau an der Spitze des Landes. Sämtliche wichtigen Ministerien werden von Frauen bekleidet und diesen Frauen legt man keine Steine in den Weg. Obdachlose sind überwiegend Männer. Strafgefangene auch. Opfer von Gewalt auch. Sorgerechtstreits verlieren auch meist Männer. Männer werden Opfer von Falschanschuldigungen (Frauen hingegen nicht). Wir stehen summa summarum ganz schön scheiße da, hm? 
Was ist das für ein Patriarchat, von dem der Mann letzten Endes gar nicht mal so profitiert? 
Was die Wollen angeht, hat Denise offenbar versäumt, dass es bereits seit vielen Jahren einen willkommenen Wandel gibt, in denen sich Männer sehr wohl nicht-typisch-männlichen Dingen (wie geteilten Muttschafts-/Vaterschaftsurlaub),  zuwendet. Nur, weil Denise keine weinenden Männer sieht, bedeutet das nicht, dass es diese nicht gibt. Männer verarbeiten schlicht anders und es wäre fast typisch für Feminist(inn)en, wenn Männer ab sofort gleichgestellt immer dann weinen müssen, wenn es angebracht wäre.
*sarcasm off*

Wie aber profitieren Männer konkret von der "Reformierung" der Rollenbilder? Ich warte bis heute auf eine Antwort auf diese Frage, in wie weit der Mann von dieser Ideologie profitieren könnte.

#6 Weil Sexismus und Diskriminierung noch immer präsent sind – und zwar in der Werbung, im Job und im ganzen Alltag. Jeder von uns kennt unzählige sexistische Witze. Ohne Frage – im westlichen Raum wurde schon einiges erreicht, aber wir sind noch nicht dort angekommen, wo wir sein sollten. Die Unterdrückung des weiblichen Geschlechts und die steifen Geschlechterrollen sind globale Probleme, die sich in den verschiedenen Ländern auf unterschiedliche Art und Weise bemerkbar machen.
Ich kann Denise beruhigen: 
frauenrechtliche Themen sind vor Ort wie im Nahen und Mittleren Osten, Indien, Pakistan und Saudi Arabien schon lange im Gange, umgesetzt zu werden. Sehr begrüßenswert. In einigen Ländern sind die Strukturen leider sehr viel verhärteter als hier bei uns, deshalb erscheint es uns, als ob sich dort nichts tut. Dieser Youtube-/Blog-Feminismus wird dort jedoch nichts bewegen. Der Deutsche WErberat wacht über sexistische oder nicht sexistische Werbung. Außer, Femcy.at möchte jetzt nebst Ankläger auch Wächter sein.  

#7 Ich bin Feministin, weil ich mich dem medialen Druck, perfekt sein zu müssen nicht hingeben will. Wir Frauen müssen „stets schön, für immer jung, sportlich, klug und am besten noch CEO eines Unternehmens sein, aber dann doch nicht zu erfolgreich, weil wir uns ja noch um unsere vier Kinder kümmern sollen und obendrein noch die perfekte Hausfrau sein müssen“ Wer hat diese Anforderungen erfunden?
Wieder der mediale Druck. Haben sich feministische Aktivisten eigentlich mal gefragt, dass es an einem selbst liegt, solche Trends freiwillig mitzumachen? Liegt es vielleicht nicht an jedem selbst, solche Mechanismen wie "Muss ich so aussehen? Muss ich das tragen?" zu hinterfragen?

#8 Ein weiterer Punkt ist Slut-Shaming. Jede Frau hat die eigene Macht über ihren Körper und ihre Sexualität. Noch immer werden Männer mit vielen Sexualpartnerinnen als begehrt und attraktiv, Frauen dagegen als Schlampe, Nutte oder leicht zu haben beschimpft. Wo bleibt hier die Gleichberechtigung?
Männer sind dann Player, Fuckboys, Machos... über die wird auch dementsprechend gesprochen. Unter Männern diskutiert man eigentlich kaum darüber, ob das wirklich so cool ist. Unter Freunden zelebriert man dieses "Mann"-sein gelegentlich. Deswegen ist man aber nicht mehr Mann. Wenn Frauen sehr gerne und auch viel öfter über das eigene Geschlecht "Schlampe und Nutte sagen, ist es vielleicht eher eine Sache, die ihr unter euch klären müsst? Man sieht es auch deutlich unter Fotos auf Instagram, wenn Frauen sich aufreizend posten... jetzt ratet mal, wer zu einem deutlich überwiegenden Teil shamet? 

#9 Weil Frauen noch immer (!) selbst für Vergewaltigungen verantwortlich gemacht werden. Keine Frau, egal ob sie einen Skianzug, einen Bikini, oder Ledermini trägt will das! (we´re not asking for it!) 
...puh!
Das weiß auch jeder normaldenkende Mann, dass sie das nicht will. Dass muss man nicht extra erklären, aber danke. Es gibt Männer und Frauen, die diese Grenzen bewusst mißachten - und darum geht es. Diesen Menschen wird zumindest hier sowas nicht anerzogen oder beigebracht. Wer macht die Opfer dafür verantwortlich? Eine genaue Beschreibung wäre hilfreich gewesen. Jedenfalls wird in keinem Gerichtsverfahren oder bei keiner polizeilichen Vernehmung dem Opfer gesagt, dass es am Opfer liegt, dass es vergewaltigt wurde. Viele verdrehte Köpfe in der Bevölkerung gibt es, die das behaupten, ja.


#10 Der letzte Grund ist, dass mir Solidarität gegenüber Frauen enorm wichtig ist. Das möchte ich auch mit meinem Blog zeigen. Pusht einander, seid nicht neidisch. Helft einander und profitiert von einander. Wir sind Frauen – wir müssen uns unterstützen ♥
Das hat Denise ja schon zu eingangs erklärt, weshalb sie Feministin ist und keinen Humanismus unterstützt... denn das wäre jeder Mensch. Gleich. 

Mindestens genauso unterhaltsam fand ich dann den Kommentar einer Besucherin, die einem Kritiker auch gleich mal, nicht ganz untypisch, Mensplaining vorwarf: 


Auch nach diesem Artikel fällt auf: die selben Themen, die selbe anklagende Haltung (aber keine Lösungsanssätze), wieder eher semi-gut recherchiert, nicht selbstkritisch, kaum konstruktiv und es wird klar, dass es vielleicht nicht Männerhassend klingt, liebend aber auch nicht. 

Freitag, 24. Februar 2017

Helene Hahne, Gina-Lisa und die Fakten



Auf Edition F ist ein Artikel von Helen Hahne erschienen, in dem Helene Hahne offene Fragen zum Fall Gina-Lisa Lohfink wegen Vergewaltigung hat.
Die Faktenlage ist soweit eindeutig und auch nach Revision hat sich nichts dran geändert. Ein/e Richter/Richterin, eine Staatsanwältin und der Gutachter sind sich in allen Punkten einig, die Beweise sprechen ebenfalls eine deutliche Sprache - und zwar gegen Gina-Lisa.

Nun verhält es sich aber so, dass sich vor allem Feministinnen Gina-Lisa Lohfink zur Seite schlagen und geschlossen die Ansicht vertreten, hier habe eine Vergewaltigung stattgefunden. Trotz der Tatsache, dass jene Aktivisten keinerlei Zugang zu Beweisen hatten und demnach nur Gina-Lisa Lohfink's Wort Glauben schenken.

Helen Hahne schrieb:
"Der Fall wurde öffentlich kontrovers diskutiert.  Obwohl es ein Video von dem Geschlechtsverkehr gibt, in dem Gina-Lisa Lohfink immer wieder laut "Nein" sagt, sah das Gericht keinen hinreichenden Hinweis für eine Vergewaltigung und verurteilte Lohfink zu 20.000 Euro. Dagegen ging sie mit ihrem Anwalt in Revision. Zum einen, weil 20.000 Euro für ihre tatsächlichen Einkunftsverhältnisse deutlich zu hoch angesetzt seien und zum anderen, um den Schuldspruch aufheben zu lassen."
Bei Verhängen einer Geldstrafe oder sonstigen Strafzahlungen werden immer die Einkünfte des Angeklagten eingeholt. Demnach werden nach Gesetz Tagessätze bzw. in Verbindung mit dem Strafmaß die Höhe der Tagessätze ermittelt. Auch nach jener Revision hat das Gericht auch hier keine Fehler erkennen können. Nachdem Gina-Lisa während des Prozesses diverse Talkshows besucht hat und erst kürzlich einige Tage im Dschungelcamp war, ist hier sicherlich einiges dabei rausgesprungen. Über Gina-Lisa's "tatsächliche" Einkunftsverhältnisse klärt uns Helen Hahne leider nicht auf.
"Die Journalistin Sylvia Margret Steinitz vom Stern hat den kompletten Prozess begleitet und war am Freitag auch bei der Urteilsbestätigung vor Ort. Ihr Kommentar, der von einem fundierten Rechtsverständnis, Aktenkenntnis und vor allem einer langfristigen Begleitung des Falles zeugt, kritisiert dieses Verhalten des Richters in einem Kommentar und wirft wichtige Fragen des Verfahrens noch einmal auf."
Kenntnisse und "fundiertes Rechtsverständnis" ersetzen die Kompetenzen von ausgebildeten, jahrelang tätigen Juristen nicht.
"Und sie weist auf eine Tatsache hin, die im Zusammenhang mit dem Urteil einmal mehr zum Nachdenken anregt: Gegen Pinto läuft bereits das nächste Verfahren wegen Verdacht auf Vergewaltigung, in ganz ähnlicher Weise wie bei Gina-Lisa Lohfink..."
„Ich habe es schon öfter geschrieben, aber bitte, hier noch einmal: Es kann bis heute nicht zweifelsfrei ausgeschlossen werden, dass Gina-Lisa Lohfink unter dem Einfluss bewusstseinsverändernder Substanzen stand..." 
Soviel Fachkompetenz misst sie ihr bei. Dass ein weiteres Verfahren anhängt, sagt erstmal nichts aus. Es handelt sich erst einmal um eine Anschuldigung. Ob er einer Tat überführt werden kann, steht offen.
"Binschek-Domaß betonte im Amtsgericht Tiergarten, es gebe keine Anhaltspunkte für K.-o.-Tropfen. Unter deren Wirkung könne man keine Pizza bestellen und mit der Managerin telefonieren." (FAZ) 
"Eine Manipulation durch K.-o.-Tropfen sei auszuschließen, sagte Gögge. Sie berief sich dabei auf ein zuvor vorgetragenes Gutachten des zum Sachverständigen bestellten Toxikologen Torsten Binschek-Domaß. Dieser hatte gesagt, der Einsatz der Tropfen sei mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen, es gebe keine Anhaltspunkte dafür."  (Spiegel Online) 
"Der Medikamenten- und Drogenexperte Torsten Binschek-Domaß sagte, Lohfink sei wach, ansprechbar und orientiert gewesen. Das ergebe sich aus den Videofilmen, die in der Sexnacht gemacht wurden. Binschek-Domaß betonte vor Gericht, es gebe keine Anhaltspunkte für K.-o.-Tropfen. Unter deren Wirkung könne man keine Pizza bestellen und mit der Managerin telefonieren." (welt.de) 
 Ebenso schreibt Zeit.de:
"...dass sich Frau Lohfink ein weiteres Mal mit Pardis F. getroffen und geliebt haben soll. Für einvernehmlichen Sex sprechen auch die zärtlichen Textnachrichten, die Gina-Lisa Lohfink nach der Nacht, in der sie vergewaltigt worden sein soll, an Pardis F. geschickt hat. "Geht’s dir gut? Ich vermisse dich". Oder: "Würde jetzt so gerne in deinen Armen einschlafen. Kuss"."

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Female Privilege 101 und einmal Justizkarrussel







"Sexuelle Übergriffe" und "Vergewaltigung". Sind diese Beschuldigungen erst einmal ausgesprochen, bekommt der Beschuldigte dieses Label schwer bis gar nicht los. Panorama berichtet folgendes: 
Zwei junge Mädchen, 14 und 18 Jahre alt, sind völlig aufgelöst. Die ältere der beiden berichtet, Herr Azizi habe sie in der Rutsch-Anlage auf die Bikinihose geküsst, im Intimbereich. Die Polizei kommt und nimmt beide Afghanen mit.

Sind vor Ort keine Zeugen, erschwert dies natürlich die Beweislage, hier muss man besonders sensibel vorgehen. Also stehen nur die Aussagen der beiden Mädchen zur Verfügung.
Auf der Wache erzählen die beiden Mädchen, was genau passiert ist. Die jüngere erhebt noch weitere, noch schlimmere Vorwürfe. Beide Männer hätten sie vergewaltigt, erst sei der jüngere Afghane mit dem Finger in sie eingedrungen, später auch der Ältere.

Natürlich kommt es, wie es so oft kommt... 
Herr Azizi sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft. Er ist geständig und räumt ein, das 18 Jahre alte Mädchen auf die Hüfte geküsst zu haben. Eine Vergewaltigung des anderen Mädchens streitet er vehement ab, genauso wie sein Neffe.

Und hier wird deutlich, wie es in so vielen Strafverfahren läuft. Man räumt der Frau mehr Glaubwürdigkeit. Zudem, wie es aus dem Artikel hervorgeht, passt das Ganze auch zum Vorfall in Köln und jetzt hätte man endlich die Chance, einen solchen Täter, der Frauen nur als "Freiwild! sieht, auf der Anklagebank. 
Die Kieler Staatsanwaltschaft hält die Version der Mädchen für glaubwürdiger: "Aufgrund der überzeugenden Angaben der Mädchen gehen wir von einem dringenden Tatverdacht aus", erklärte Oberstaatsanwalt Axel Bieler.

Der eigentliche Skandal ist jedoch folgender: es ist nicht die erste Falschanschuldigung des Mädchens. Und es ist nicht das erste Mal, dass jene Verfahren eingestellt wurden.
Es fällt jedoch auf, dass bei den weiteren Ermittlungen Pannen passieren. Es ist nicht das erste Mal, dass das 14-jährige Mädchen eine Vergewaltigung anzeigt. Bis zum "Arriba"-Vorfall im Februar hatte sie mindestens drei Verfahren gegen einen Mann losgetreten. Dieselbe Staatsanwaltschaft in Kiel war damit befasst. Alle drei Verfahren wurden eingestellt, weil die Aussagen der 14-Jährigen problematisch waren. Die Mutter des Mädchens erklärte der Polizei, sie halte die Aussagen ihrer Tochter für Hirngespinste. Einem Krankenhauspsychologen, der sie nach einem der angeblichen Übergriffe untersuchte, fiel ihr Verhalten als merkwürdig distanziert auf. All das ist aktenkundig.

Es bleibt nicht bei der bereits vierten Falschanschuldigung des Mädchens. 
Nur sechs Wochen nach dem Vorfall im "Arriba" zeigt das Mädchen erneut eine Vergewaltigung an. Und wieder gibt es Zweifel. Ein Betreuer der Wohngruppe, in der das Mädchen untergebracht ist, erklärt der herbeigerufenen Polizei, das Mädchen habe ihm bereits am Vortag von einer Vergewaltigung berichtet, auf Nachfrage aber eingeräumt, diese erfunden zu haben. Auch bei diesem Vorfall soll es ein Flüchtling gewesen sein und auch andere Einzelheiten der Tat gleichen sich auffällig.

Und da den Kieler Beamten aber immer noch kein Licht aufgeht, kommt es noch viel besser: 
Zufällig wird das Mädchen von derselben Polizistin verhört, die bereits die Vernehmung im "Arriba"-Fall durchgeführt hat. Jacob Schwieger, Anwalt von Azizi, kritisiert das Verhalten der Vernehmungsbeamtin: "Dieselbe Beamtin vernimmt das Mädchen sechs Wochen später noch mal und da erzählt sie praktisch die gleiche Geschichte. Die Beamtin stellt ihr dann die Frage, ob das denn sein könnte, ob das, was sie über den 'Arriba'-Vorfall erzählt hat, ob das stimmen kann und die 14-Jährige fängt an zu weinen und rennt raus." 
Man könnte jetzt meinen, die Polizistin hätte dem Theater jetzt ein Ende bereitet und die Ermittlungen eingestellt. Der Vermerk zeigt deutlich, dass das Mädchen ernsthaftere Probleme hat als eine erfundene Vergewaltigung. Stattdessen passiert die nächste Panne:
"Und dieselbe Polizistin schreibt einen Vermerk, aus dem hervorgeht, dass man der Frau überhaupt nicht glauben kann. Diesen Vermerk aber lässt sie nicht zu meiner Akte kommen."
Man könnte jetzt fast schon sarkastisch anmerken, dass alles wieder wie gewohnt seinen Lauf nimmt, wenn die Sache nicht so verdammt ernst wäre.  
Mohammad Azizi sitzt derweil weiter in Untersuchungshaft. Sein Neffe wurde nach drei Wochen entlassen. Die Staatsanwaltschaft weiß um die anderen Verfahren und die Zweifel. Dennoch erhebt sie Anklage wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung. Es dauert sechs Monate, bis zum ersten Prozesstag am 29. August, ...

Und es folgt der nächste Streich: bis zum Prozesstag hat die Staatsanwaltschaft mit Hilfe der Polizei das höchst zweifelhafte Verhalten des Mädchens nicht wirklich ernstgenommen. 
...bis die Staatsanwaltschaft die anderen Verfahren und damit die Zweifel an der Aussage des Mädchens berücksichtigt.

Ergebnis: 
Azizi wird schlussendlich vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen. Für den Kuss auf die Hüfte wird er zu acht Monaten auf Bewährung verurteilt.

Nicht, dass Mohammed Azizi sich korrekt verhalten hätte, keine Frage - er muss bei Übergriffen auch mit einer gerechten Strafe belastet werden. Die Staatsanwaltschaft muss jedoch neutral ermitteln, in jede Richtung und nicht nur in eine. Hier hätten schnell alle Alarmglocken läuten müssen, vor allem bei den schlampigen Polizeiermittlungen. 
Zudem wird auch deutlich, dass die Ermittlungen, passend zum Köln-Vorfall, vorurteilsbehaftet zum Nachteil des Angeklagten waren, hier deutlich durch die Beschreibung, "...er sähe Frauen in Deutschland nur als Freiwild." - übrigens eine äußerst rassistische und infame Unterstellung.  


Montag, 10. Oktober 2016

Milena, die Hashtags und die Genderrollen...



Originalvideo

Strömungen sind beispielsweise Intersektionalfeminismus, Differenzfeminismus, Radikalfeminismus, Gleichheitsfeminismus oder auch Spiritueller Feminismus. Nicht die genannten Hashtags. Die Hashtags stehen erst einmal für einzelne Events und die daraus resultierende Haltung.

Alle genannten Hashtags sind nicht geeignet, um eine feministische Aktivät zu legitimieren.
#aufschrei - hätte schon im Keim ersticket werden können, wenn Frau Himmelreich die Eier gehabt hätte, unmittelbar mit Herrn Brüderle darüber zu reden, statt ein Jahr zu warten und dann zu sagen "Nun ja, jetzt passt das Thema zum neuen Gesicht der FDP.". Das ist heuchlerisch.

#ausnahmslos
Inakzeptable Taten. Aber der Fehler war, das sagte ein Gutachter, lag auf Seiten der Polizei. Wie soll der Feminimus so einen Event verhindern?

#teamginalisa 
Falschaussage und Lügen führen eben zu einer Strafe. Was hat das mit Feminismus zu tun?

Milena Glimbovski trägt im Video neben ihren hippen Adiletten das Feminismus-Shirt von H&M. Wie man auf ze.tt bereits über die Hairy Arm Pit-Aktion von H&M lesen konnte, möchte ich auch auf diese eher heuchlerische Haltung von H&M hinweisen - wie Frauen in den Herstellungsländern behandelt werden und hier dann encouraged werden wollen - unter dem Mantel der Gleichberechtigung, Fair Pay, etc. Wenn DAS im Mainstream angekommen ist, dann möchte ich kein Teil davon sein.

Eigentlich hätte das Video ab Minute 3:52 zu Ende sein können. Jedoch möchte sie sich mit dem Feminismus auch vor allem für andere einsetzen. Denn nur weil er für sie keinen Nutzen mehr hat, hieße das nicht, dass es anderen nicht schlecht geht. Grundsätzlich lobenswerte Einstellung, jedoch kann sich in einem Land wie Deutschland auch auf die selben Rechte berufen wie Milena es tun kann. Gleichberechtigung eben.

Genderrollen müssen aufgebrochen werden, denn Männer sollen ja auch Pflegerberufe ergreifen dürfen... Milena, herzlich willkommen im 21. Jahrundert. Männer ergreifen diese Berufe bereits seit langer Zeit. Die ergreifen sie auch ohne feministische Unterstützung und Erlaubnis. Nur, manche Männer wollen das eben nicht und deshalb bleibt das wohl eher ein kleiner Teil in diesen Berufen. Das ist die freie Berufswahl.






Suzie Grime und die Notwendigkeit des Feminismus


Originalvideo



In dieser Video-Analyse gehe ich nur kurz auf einige jeweilige Statements ein, da das Video im gesamten einfach wahnsinnig anstrengend anzusehen war. Pauschalisierungen, Übertreibungen und First World Problems von Millenials.


Suzie Grime
...ist eine junge, 24- (vielleicht auch schon 25-) jährige Hipster-YouTuberin (nennt sich das neuerdings Influencerin?), die ins hippe Berlin gezogen ist, um da was mit Medien zu machen, anzutreffen im klassischen Umfeld.
Kuckt euch ein paar Videos von ihr an, lest etwas... denn über sie möchte ich nur wenige Zeilen verschwenden, ihre Person ist eigentlich nicht der Rede wert. Suzie Grime braucht viel Aufmerksamkeit, widerspricht sich selbst gerne, hatet und kifft gerne. Ich wünschte, ich könnte jemanden auch mal positiv vorstellen.


Luna Darko, 25
...behauptet, Heterosexuelle Männer sehen Frauen nur als Sexobjekt, was ja schon förmlich nach Pauschalisierung schreit. Luna weiß auch, was von Männern erwartet wird, ohne einer zu sein. An dieser Stelle schoß mir auch gleich Suzie's Zitat aus dem "#Männerhass"-Video in den Kopf:
"...und dass Männer manchmal die Fresse halten, bei Lebenserfahrungen, die sie ohne Muschi gar nicht haben können." 

Anouschka Marlene, 22
...wird von der Gesellschaft in eine Rolle gedrängt, wobei ich auch hier wieder fragen muss, WER diese Gesellschaft ist. Ich gehöre zu einer Gesellschaft, erwarte das aber nicht. Hier wird offenbar einfach nur wieder ein Sündenbock für etwas gesucht, das man selbst genauso gut handlen könnte. Behauptet, Männer würden es so tragisch finden, wenn Frauen auch nur 3% der Führungskräfte wären, weswegen eine Frauenquote unabdingbar ist. Wie kommt man auf 3%? bzw. wo findet man diese? Verwechselt sie die 3 mit "jede dritte"? Nun... diese Statistik sagt etwas jedenfalls etwas anderes:


Anouschka wird auch durch Catcalls sexuell belästigt. Ob es sich dabei nur um ein "Hi!" handelt oder explizit sexuelle Anspielungen, das teilt sie uns leider nicht mit, wäre aber hilfreich gewesen. 
Anouschka weiß ebenfalls, was von Männern erwartet wird, das wissen seltsamerweise fast alle weiblichen Darsteller in diesem Video. Abschließend: es wird pauschalisiert ohne Ende, ohne das ausSicht eines Mannes je nachvollziehen zu können. 
Auch hier Suzie's Zitat: 
"...und dass Männer manchmal die Fresse halten, bei Lebenserfahrungen, die sie ohne Muschi gar nicht haben soll."

Marspet, 23
...kauft einen rosa Rucksack und wundert sich über komische Blicke. Youtuber sagen darauf "Es war doch schon immer so... das ist eben so in unserer Kultur!" Daraufhin vergleicht Marspet das "Es es war doch schon immer so..." mit der Sklaverei, die ja keine Berechtigung hat, auch wenn "sie schon immer da war"... Er selbst sagt, dass das ein krasser Vergleicht ist, übersieht aber, dass der Vergleich sogar total daneben war. Sklaverei: Unterdrückung, Ausbeute, Rassismus. Rosa Rucksack: ...ja, muss ich sicher nicht weiter ausführen. Jedenfalls ist es nun mal Fakt, dass sich gewisse Strukturen innerhalb einer Gesellschaft festigen, gewisse Traditionen gepflegt und auch weitergegeben werden, gerade unter Geschlechtern. Aber auch das ist keine Neuheit, dies ist so alt wie die Zivilisation selbst. Marspet kann sich nicht aber damit abfinden.

Andre Teilzeit, 22 (warum erwähne ich das überhaupt noch?)
...es wird einem vorgeschrieben, was man tragen soll (von wem?), welche Farben man mögen soll (von wem?)... welche Aktivität zu deinem Geschlecht passt (who?), es wird eine perfekte konstruierte Welt vorgesetzt, in der man sich einfinden soll, auch wenn man möglicherweise nicht glücklich darin ist. Ok... Andre ist auch nicht sonderlich bekannt dafür, Fakten oder auch nur ansatzweise logische, nicht übertriebene Zusammenhänge zu erklären. Aber es geht weiter: in der Geschichte findet er nur heterosexuelle Männer, die keine Identifikationsfiguren sind. Er vermisst weibliche, nicht weisse und nicht-heterosexuelle Figuren... Mir drängt sich die Frage auf: wie zum Geier kommt auf so eine Fragestellung? Was würde dies im Geschichtslauf unserer Erzählung ändern?
Ich überschlage die Zeitrechnung etwas und versuche, nachzukonstruieren, in wie weit seine Forderung umsetzbar ist:
- Homosexualität, damit nicht heterosexuell: noch nicht all zu lange ist es her, da war Homosexualität sogar strafbar, zu Hitler's Zeiten ebenfalls. Zuvor eine sehr lange Zeit der Ächtung von Homosexualität, meines Wissens meist die Todesstrafe. Hierzu ein Artikel der Zeit. Recherche hätte sicher die ein oder andere Frage beantwortet.
Vergewaltigngsopfer werden laut Herrn Teilzeit generell unter Verdacht gestellt zu lügen. Meines Wissens auch nicht wahr... nach dem letzten Vorfall "Gina Lisa" und "Kachelmann" zeigte sich jedoch wieder, wie viel sich manche mit der Unwahrheit versprechen.

Michael Buchinger, 23 (ebenfalls: eigentlich keine Zeile wert)
...hörte Paris Hilton und hat Gilmore Girls geschaut. Ich höre Madonna, habe O.C. California und Sex & The City komplett durchgeschaut. Woher stammen die Beschimpfungen gegen Herrn Buchinger? Ich habe auch belächelndes oder "respektloses" in diese Richtung vernommen. Na und? Sollte mich das abhalten? Michael hatte weibliche Züge und lange Haare...


Michael hat auch in der Frauenabteilung eingekauft und hat dabei empfunden, dass man anders mit ihm gesprochen hat. Nun, dass er aufgrund seines etwas eigenwilligen Stils angesprochen, belächelt oder beschimpft wird, ist sehr bedauerlich und auch extrem unreif, jedoch hätte er davon ausgehen müssen, dass sein Kaufverhalten und Erscheinen nicht bei allen die selbe tolerante Reaktion hervorruft.
In einem Artikel heißt es: "...das ist umso bemerkenswerter, weil Michaels Fans eher jünger sind als er selbst. 13- bis 18-Jährige machen den größten Teil seiner Fans aus, sagt die Facebook-Statistik. Zwischen 20 bis 30 tut sich am wenigsten und dann geht es erstaunlicherweise wieder bei den über 50-jährigen los.".
Erstere Zielgruppe ist im Allgemeinen nicht sonderlich bekannt dafür, reif zu sein und sich differenziert mit diesen Themen auseinanderzusetzen und zu reflektieren.

Blonde Caviar
"...Frauen lassen sich gerne von Männern inspirieren
Wieso nicht andersrum?" - tun sie.

Lisa Ludwig, 27
Rap ist nun mal eine Männerdomäne. Female Rapper wie Queen Latifah, MC Lyte, Yo Yo, SaltNPepa, Roxanne Shante, Heather B, Blue Rasberry, Mary J. Blidge, Rah Digga, Lauryn Hill... haben bewiesen, dass eine Frau am Mikrofon ernstgenommen wird. All diese Ladies haben gerappt, mehr oder weniger erfolgreich bzw. noch aktiv. Jedoch haben sie sich erfolgreich durchgesetzt und gezeigt, dass Rap keine Frage des Geschlechts ist.
"Frauen müssten erst gebumst werden, damit man ihnen zuhört..." - an Schwachsinn kaum zu überbieten.

Nilam, 27
"Schnelle Autos, Motorräder, Beauty - wie kann das sein?" sagen die Männer zu Nilam. Wie gesagt, ich habe auch "frauentypische" Sendungen gesehen. Selbstverständlich bekommt das auch nicht jede Frau gebacken und stellt erstmal doofe Fragen. So what?

Mirellativegal, 22
Pokemon & Mario Kart sind als Präferenz für ernstzunehmende, sexistische Diskriminierung denkbar schlecht. Sorry. First World.

Riccardo Simonetti 
...wundert sich über die Reaktionen der Leute aufgrund seines, nun ja... eher etwas außergewöhnlichen Styles. Völlig in Ordnung. Aber people react to what they see.



Tali Quindio
"Man muss mehr können als Frau..."
Tali führt ein Beispiel an, in dem sie mit einem Kollegen ein Imagekonzept für ein Kosmetikprojekt erstellen sollte. Sie behauptet dann, man hätte sie systematisch ignoriert, das Konzept des männlichen Kollegen wurde dann genommen. Sie behauptet, es läge einfach schlicht daran, dass sie eine Frau ist. Klar, es liegt daran, dass sie eine Frau ist.War der Kollege vielleicht einfach kompetenter?
Sie führt als Präferenz aus, dass sie Celebrities schminkt, auf Fashion Shows arbeitet, für die Vogue tätig war und bei einem Wettbewerb Finalistin war. Zu jedem Job gehören Niederlagen, ob gegen Mann oder Frau. Das bleibt Männern ebenfalls nicht erspart. Die Geburt übrigens sollte man dem Mann überlassen und Männer würden erwarten, dass man nach der Geburt ganz schnell wieder geil werden muss. Tali kennt mindestens 6 vergewaltigte Frauen. "Shit Happens" sagt sie dazu pseudo-sarkastisch, weil "es war ja ihre Schuld".

Flo
Vorschaubilder, auf denen nackte Brüste und Ärsche sorgen nicht für eine sexistischere Jugend als es schon mit den PC-Spielen gewesen sein soll, 2 Studien haben das widerlegt und ich behaupte einfach mal, dass sie auch gleichzeitig dieses Statement widerlegen könnten. Anita Sarkeesian hat damit schon eine Bauchlandung geschafft.

Rafael 
Menschen sind nun mal sexuelle Wesen und reagieren demnach (unterschiedlich) aufeinander. Das ist weder etwas fundamental Neues noch Abwegiges. Dafür hat man aber wohl auch reine Lady Studios eröffnet. Aber da wird dann wohl eher untereinander Body-geshamed.





Nebenbei entdeckt, ein Statement von Susanne Grime über "sexistische" Youtuber und beweist, wie schon einst der Doktorant feststellte, dass Grime selbst Sexismus par excellence liefert. Aber aus weiblicher Sicht absolut legitim.
Suzie Grime zu Anouschka:
"Ich hab oft bei diesen Heterokommentaren den Eindruck, dass es trotzdem schon sehr gebildete Menschen sind, weil die teilweise etwa sehr sehr wortgewandt sind und du merkst das irgendwie schon so an deren Argumentationskette, dass sie schon echt viel und lange über solche Dinge nachgedacht haben. Nur ist halt die Kette am Ende dann, auch wenn sie eigentlich gut gezogen ist, irgendwie doch verquer am Ende. Wenn am Ende dabei rauskommt, dass da halt ein verdammter Sexist ist, so. Und da wunder ich mich dann manchmal, wie man irgendwie trotzdem so klug irgendwie und wortversiert... "
Anouschka unterbricht:
"Weil gebildet ist ja nicht gleich intelligent..."

Äh... ja.




Montag, 29. August 2016

Stephanie und der Fall Gina Lisa


Originalvideo (leider offline)



"Was hat man daran jetzt nicht verstanden?"

Stephanie gibt sich auf ihre Fragen selbst eindeutige Antworten.
Sie hat das ganze(!) Video nicht gesehen. Das ganze Video, also nicht die Version im Internet. Das ganze Video haben nur die Beteiligten gesehen. Gutachter, Richterin, Staatsanwältin, Klagende, Angeklagte, Verteidiger. Das Video und andere Beweise dienen der Exekutive als Grundlage für ein Urteil nach deutschem Strafrecht.
Es gab laut Gutachter keinen Einfluß von K.O.-Tropfen. Das Nein galt nicht dem Akt an sich, es galt nach einhelliger Sicht (Gutachter, Staatsanwältin, Richterin) der Filmerei. Sie also als Opfer per se darzustellen, wäre eher eine Farce für echte Opfer.
Welcher Sache soll man noch mehr nachgehen, als man es ohnehin schon getan hat? Die Anwälte haben alle Rechtsmittel ausgeschöpft. Mehr darüber hinaus geht nicht. Stephanie sagt im Video, sie könne das mega schlecht beurteilen. Sie kann es schlichtweg gar nicht beurteilen. Sie hat keine Dokumente gelesen, keine Aussageprotokolle, keine Vernehmungen mitbekommen - nichts.
Gina Lisa zu "glauben" zählt vor Gericht nicht. Hier zählen Fakten und die sprechen in diesem Fall GEGEN sie.
Und "War keine Vergewaltigung, alles ok!" hat die Richterin sicher nicht gesagt...

Stephanie hat ein bisschen nachgelesen, hat ein paar Videos gesehen, hat jedoch keine gute Menschenkenntnis (eigenes Zitat). Aber Stephanie glaubt ihr dennoch. Gina Lisa kennt sie zwar nicht persönlich, die Angeklagten kennt sie auch nicht, aber denen glaubt Stephanie nicht, denn es gibt ja das Video, auch wenn das wiederum nichts beweist. Ich hingegen vertraue gerne Fakten und Beweisen.

Minute 7:48: "...wenn sie vergewaltigt worden ist, ...." - wurde sie nun vergewaltigt oder nicht? Ein paar Minuten zuvor hat Stephanie ihr noch geglaubt.

Persönlich hoffe ich nicht, dass ein Opfer, das tatsächlich Opfer einer solchen Tat geworden ist, aufgrund des Urteils nicht zur Polizei geht. Denn in diesem Fall ist das Scheitern vor Gericht eindeutig der Falschbeschuldigung zuzuschreiben.

Man wird, wie in Gina Lisa's Fall, eher von einem Nicht-Opfer zu einer rechtskräftig verurteilten Schuldigen - nicht wie Stephanie sagt - vom Opfer zum Schuldigen.






Interessanter Link eines Anwalts für Vergewaltigungsopfer: