Dienstag, 25. Oktober 2016

Jacq'd Up versteht nicht: Feminimus (TL;DR)





Teal Deer hat wieder einmal sehr verständlich erklärt, was JackyJacq'dJackyJaqueline nicht verstanden hat. Die Befürchtung, dass ihre wahnsinnig schlechte Videobewertung etwas mit der Qualität ihres Contents zu haben könnte, ist an dieser Stelle jetzt eine reine Vermutung meinerseits.

Kann natürlich auch sein, dass wieder einfach nur das Patriarchat dahintersteckt und an der schlechten Bewertung schuld ist. 
Wie auch immer: wer so überheblich große Töne spuckt, darf auch gerne mal darauf hingewiesen.


Freitag, 21. Oktober 2016

mirellativegal - ist es ihr aber dann doch nicht...



Originalvideo 


"mirellativegal" hatte ich bereits im Susanne Grime-Video erwähnt
Wage Gap, Gender Roles, Alltagssexismus... dass man in diesen Millenial-Videos auch nie etwas neues hört und sieht?! Nur Wiederholungen. Das nennt sich dann Feminismus. Auf der Strasse wird man die wohl nie sehen. Feminismus hat sich 2016 wohl nur noch ins Netz verlagert, was ich persönlich auch ganz gut finde. Alles, was man dazu braucht, ist eine Cam, einen Youtube-Account und ein paar Videos zum nachplappern.  


Mal abgesehen von der fehlenden Ernsthaftigkeit und dem fehlenden Faktencheck für derartige Behauptungen, fällt es mir schwer, ihr Anliegen ernstzunehmen, wenn ich solche Intro-Videos sehe... 

Originalvideo







Edit: 
Zu guter Letzt hat SallyIsG4yAndThatsOk und Tenrec ein klasse Video zu Mirella's Video gedreht:






Mirella, wenn man sich von solchen Statements, Haltungen oder gar dem ganzen Video von Suzie Grime nicht distanziert, ist man eben nicht Lösung, sondern Teil des Problems.


"Warum ich keinen BH mehr trage" - ein Statement - von rethinknation







Mittwoch, 19. Oktober 2016

"Argumente gegen Feminismus im Check" im Check


Anne Wizorek wurde von Juliane Frisse interviewt. In diesem Interview wurden Argumente gegen Feminismus unter die Lupe genommen und von Anne Wizorekt kommentiert.


"Feministinnen hassen Männer."
Anne Wizorek: Das ist natürlich Quatsch. Feministinnen hassen das Patriarchat und das zurecht. Eine Gesellschaftsform, in der Männer eine bevorzugte gesellschaftliche Stellung haben und Frauen herabgesetzt werden, kann nicht gerecht sein. Das Patriachat drängt aber auch Männer in eine stereotype Rolle. Wenn sie zum Beispiel der starke, niemals weinende Alleinernährer einer Familie sein müssen, dann ist das auch ein extremer Druck für viele Jungen und Männer. Genau von diesen einsperrenden Geschlechterrollen wollen wir weg.

Das unsichtbare, nicht greifbare Patriarchat wieder... ("Der Unsichtbare Drache"). Welche bevorzugte Stellung die Männer in einer Gesellschaft haben, das erwähnen Feminist(inn)en nie gerne. In etwa definieren Feminist(inn)en das so: 

"...that the Patriarchy rules the world, 
and that the Patriarchy is a system 
of laws and rules made by men to 
benefit men at the expense of women." 

Es wäre Frau Wizorek's oder Frau Frisse's Chance gewesen, da endlich mal das Kind beim Namen zu nennen. Welche Gesetze wären das konkret, die Männer besser dastehen lassen? Welche Regeln? Abseits der Gesetze, im Alltag, erkenne ich eher mehr eine vorteilhaftere Stellung für Frauen als für Männer. Aber gut. Geduld. 

"Feminismus braucht doch keiner mehr. Ich bin ja schließlich auch eine Frau und ICH habe noch NIE erlebt, dass ich benachteiligt wurde."
Anne Wizorek: Da würde ich antworten, dass es nicht zwangsweise immer um dich selbst und in diesem Moment geht. Altersarmut zum Beispiel betrifft insbesondere Frauen, weil diese sehr häufig in Teilzeit arbeiten müssen, da sie ihre Kinder betreuen oder Angehörige pflegen. Frauen erhalten dadurch am Ende im Schnitt nur die Hälfte der durchschnittlichen Rente, die Männer bezahlt bekommen, obwohl sie genauso gearbeitet haben. Wenn man das selbst noch nicht erlebt hat, dann ist das schön, dann sollte sich diejenige freuen. Aber das ist kein Grund zu sagen, dass wir nicht für uns als Gesellschaft insgesamt etwas Besseres anstreben sollten.

Der Kampf gegen Altersarmut sollte zuerst einmal kein Geschlecht bekommen. 
- der Anteil der erwachsenen obdachlosen Männer liegt bei 72 % (220.000); der Frauenanteil liegt bei 28 % (86.000) - Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V. 
- Kinderzeit wird in Rentenversicherung der Mutter automatisch zugeschrieben, ebenso die Kinderzulage, der Vater kann es nur beanspruchen, wenn beide Elternteile zustimmen. 

"Und dann immer dieses spaßbefreite Rumhacken auf jeder Werbung, wo eine Frau im Bikini drauf ist... Männer werden doch genauso zum Sexobjekt gemacht und sollen sich möglichst einen Sixpack antrainieren!"
Anne Wizorek: Der kontinuierliche Zwang zur Selbstoptimierung, auch des Körpers, ist ebenso eine Entwicklung des Neoliberalismus. Das lehnen auch Feministinnen ab. Wenn Menschen zum Beispiel in Bezug auf ihr Aussehen unter Druck gesetzt werden, dann ist das für niemanden wirklich gesund - weder für Männer noch für Frauen. Ich finde daher auch nicht, dass es eine gerechtere Entwicklung ist, zu sagen: "Hey, Frauen waren schon so lange Sexobjekte, jetzt müssen Männer das genauso werden." Es geht schlicht darum, Menschen in ihrer Vielfalt und Schönheit darzustellen und nicht immer an einem Schönheitsideal zu messen, das sie dank Photoshop eh nicht erreichen können.

In keiner solchen "Männerwerbung" steht, dass ich mir ein Sixpack antrainieren soll und ich interpretiere dies auch nicht in eine solche Werbung. Woher dieses Gespinst stammt, ist mir schleierhaft. Ich bin in der Lage zu differenzieren. Richtig, das ist ein Zwang - jedoch ein eigens auferlegter. Es ist nicht die Aufgabe anderer, das eigene Selbstbewusstsein zu stärken. Und dass Männer erst jetzt zu Werbeobjekten werden (wie kommt man bitte auf "Sexobjekt"?) ist schlichtweg falsch. Das gibt es bereits seit den 80ern. Es ist die Entscheidung der Hersteller, wen - was - wie sie etwas abbilden und es ist unsere freie Entscheidung, dieses Produkt zu erwerben und uns ggf. einer Modeerscheinung oder einem Schönheitsideal zu unterwerfen.

"Gleichberechtigung ist ja richtig, aber Feministinnen betreiben Gleichmacherei! Männer und Frauen sind nun mal verschieden - das ist wissenschaftlich bewiesen."
Anne Wizorek: Natürlich gibt es Unterschiede zwischen Menschen, die sind aber nicht unbedingt ausschließlich am Geschlecht festzumachen. Die meisten Argumente, die da kommen, sind ja so was wie: Frauen seien begabter für Erziehungsberufe und Männer angeblich besser in technischen Jobs. Die Hirnforschung hat hier einen Unterschied aufgrund des Geschlechts längst widerlegt, aber er wird immer noch herbeigeredet, um Frauen und Männer in für sie angeblich typische Berufe zu drängen. Da muss also auch ein Update unseres gesellschaftliches Bildes her, anstatt uns immer wieder an einem Bild festzuhalten, das die Männer zu den Jägern macht und die Frauen zu den Sammlerinnen. Außerdem wurde sogar diese Geschlechteraufteilung schon lange wissenschaftlich widerlegt.

Hier muss überhaupt kein Update her, da es niemandem zusteht, in die Erziehung der Eltern reinzureden, wenn eine Familie ihren Sohn "männlich" erziehen will oder offen und dieser später demnach einen "männlichen" Beruf ergreifen möchte oder eher einen "weiblichen". 
Leider, wie so oft, versäumt Frau Wizorek, hier auch mal auf Quellen hinzuweisen, denn es ist sicher interessant, diese Themen und das Wissen zu vertiefen. Zu jeder Studie finde ich womöglich auch eine Gegenstudie... 


"In der vom BBC unterstützten Studie wurden den Befragten 
zwei Tests zur räumlichen Orientierung vorgegeben. Ihr zufolge 
hat sich bei unseren Vorfahren eine Arbeitsteilung zwischen 
Männern und Frauen durchgesetzt. Diese Spezialisierung führte 
dazu, dass sich in den männlichen und weiblichen Gehirnen 
verschiedene Kompetenzen ausgebildet haben. Die Männer waren - 
in allen Kulturen - besser in der "Jäger"-Aufgabe, eine 
dreidimensionale Zielfigur in unterschiedlich gedrehten Positionen 
wiederzuerkennen. Die Frauen konnten sich dagegen besser daran 
erinnern, wo der "richtige" Platz einer bestimmten Figur war. 
In fast allen Kulturen waren sie in dieser für Sammler entscheidenden 
Kompetenz überlegen." Prof. Dr. Ulrich Clement, stern.de 


"Und dann immer diese feministischen Sprach-Nazis: 'Studierende' klingt halt einfach scheiße. Wir haben doch schon immer 'Studenten' gesagt - ist doch eh klar, dass Frauen mitgemeint sind!"
Anne Wizorek: Der Witz ist ja: Unsere Sprache ist schon gegendert. Sie ist halt nur maskulin gegendert, aber das wird als Norm dargestellt und deswegen als neutral. Allein das zeigt schon sehr gut, wie die Machtstrukturen in unserer Gesellschaft funktionieren. Ich habe auch etwas länger gebraucht, um zu merken, wie das auch in meinem Sprachgebrauch funktioniert. Das berühmte "Frauen sind mitgemeint" funktioniert in der Praxis nicht. Auch das wurde mittlerweile durch die Hirnforschung untermauert, wenn sich zum Beispiel bei einer Jobausschreibung, die im generischen Maskulinum formuliert ist, Frauen eben nicht angesprochen fühlen und deshalb auch gar nicht erst bewerben.

"Der Großbuchstabe „I“ sollte den Sexismus in der Sprache bekämpfen. Doch drei Jahrzehnte sprachlicher Gleichbehandlung haben unschöne Texte, aber keine gesellschaftliche Gleichstellung gebracht." - Ingrid Thurner, Ethnologin, Publizistin und Lehrbeauftragte am Institut für Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Wien, welt.de

"Feministinnen stellen Männer unter Generalverdacht."
Anne Wizorek: Diese Behauptung stammt aus älteren feministischen Theorien. Dazu muss man vielleicht auch erwähnen, dass es nicht den einen Feminismus gibt, sondern Feminismen. Also verschiedene Richtungen, in die Feminismus gedacht werden kann. Ich finde wichtig, dass Männer, die erkennen, dass Sexismus existiert und ein Problem ist, auch Verantwortung übernehmen und sich dagegen einsetzen. Also nicht einfach nur Sexismus im Stillen verurteilen, sondern wirklich ganz klar Position beziehen, wenn ihr bester Kumpel zum Beispiel Frauen belästigt. Aber es gibt tatsächlich auch immer mehr feministische Männer. Davon abgesehen können Frauen sich genauso sexistisch verhalten, denn sie wachsen auch in dieser Gesellschaft auf, die Frauen und Männer eben anders bewertet. Deswegen müssen wir auch alle an Geschlechtergerechtigkeit arbeiten.

Die meisten Artikel zielen mit dem Generalverdacht in Richtung Männer. Generell assoziiert man Seximus mit dem männlichen Geschlecht. Man sehe sich die YouTube-Videos von selbsternannten Jung-Feministinnen wie Suzie Grime an, welche mittlerweile eine große Fanbase hat. Diese geben dies ungefiltert weiter...
Wenn Julia Schramm von Penis-Kompetenzen spricht (einsplus-Interview) oder Suzie Grime regelmäßig sexistische Salven feuert (z.B. "#Männerhass"-Video), dann ist das natürlich nicht relevant, dies zu zu korrigieren. 

Dazu befragte Juliane in diesem Video Leute auf München's Straßen zu Sexismus... sehr interessant: 
"Also ich finde das nicht ok... als Mann, wenn man 
jetzt sagt "Wir werden ungerecht behandelt!", weil es sind 
ja wir Frauen und um uns Frauen geht's ja in dem Sinne auch." 

Sexismus betrifft nur Frauen? Nur Frauen werden ungerecht behandelt? Und um Sexismus gehts nur um Frauen? Oha... 



Der Artikel erschien hier.
Mein Tipp an alle: do your research!

Dienstag, 18. Oktober 2016

Eine kleine Zusammenfassung mit: Prof. Christina Hoff Summers










Doppelmoral: Free Speech gegen Free Speech


Prof. Christina Marie Hoff Sommers, Milo Yannopolous, Janice Fiamengo, Ben Shapiro oder Karen Straughan sind vielen Feminist(inn)en und den meisten Antifeminist(inn)en bekannt, Sie halten Reden an amerikanischen Campus', Interviews und anderen Free Speech-Veranstaltungen. In den USA ist das Ganze noch einmal etwas ganz anderes. Dort wird z.B. ein Campus vor/während/nach einem Vortrag über Feminismus für gewöhnlich von wütenden protestierenden belagert und für gewöhnlich sabotiert. Wird beispielsweise der Feueralarm aktiviert, muss der Campus geräumt werden, ob es sich nun um einen Falschalarm handelt oder nicht, spielt erst einmal keine Rolle. Diese Aktivisten stehen gegen die "Rape Culture, das Wage Gap, Opression, Internalized Misogyny, Sexism, Racism und Homophobie" - meist im Komplett-Set. Sie werden angeblich in ihrer Freiheit und in ihren Rechten eingeschränkt, aus diesem Grund protestieren sie.

Hat man sich einmal ein solches Video angesehen, fällt einem schnell die Doppelmoral auf, mit welcher sich die Aktivisten gegen die Redner stellen. Für sich selbst jene Rechte einfordern, den anderen ihre Rechte jedoch nicht einräumen. Meist reagieren die protestierenden Aktivisten äußerst aggressiv und meist wenig gesprächsbereit, vor allem sachlich.


Hier eine Blockade einer Campus-Veranstaltung in Toronto, auf der Men's Rights Activists eine Veranstaltung abhielten. Und natürlich sparen die Aktivisten nicht an Nettigkeiten...



Lauren Southern bei einer Free Speech-Veranstaltung, auf der sie dann auch von von den Protestlern angegriffen wurde und dieser Angriff dann auch von diesen geleugnet wurde. Nach Urin-Attacken, gewalttätigen Atacken und Beschädigung ihres Equipments hat Lauren Southern dann schon einiges erlebt. Und das alles im Sinne der Versammlungs- und Redefreiheit der "Unterdrückten".  



Hier eine etwas ausführlichere Version: 





Edit: 
"Smugglypuff" (gelbe Mütze im Video) wurde laut diesem Artikel nach der Protestaktion verhaftet... 


But Smugglys story doesn’t end there, turns out he/she/xe/ve/thon/hu/ge/zee is now facing criminal charges- but not for the reason you might think. Barbara E. and her partner Bryan T. (last names withheld for safety) heard about Peterson’s protest over social media. The two live fairly close and walked to the protest with their dogs. An article published in the Varsity quoted an anonymous source who claimed that the couple “seemed to be identifying themselves as white supremacists. Having spoken with Barbara and Bryan it’s bleeding obvious this accusation was complete nonsense. Barbara explained that her assault occurred shortly after someone pulled the fire alarm in the Sid Smith building (this wasn’t the first time I’ve seen one pulled at a UofT protest). Black Lives Matter black supremacist Yursa Khogali was screaming at and advancing on one of Peterson’s supporters and Barbara decided to film it with her mobile phone. Smugglypuff’s girlfriend started taunting and getting aggressive towards Barbara after that. Then, out of nowhere, Smuggly attacked Barbara from behind and eventually grabbed and ran away with her phone. As Barbara ran towards her alleged assailant to recover her phone, Peterson opponents Wesley Williams (a.k.a. Qaiser Ali) and his sibling Cassandra Williams started chasing her down. Lauren Southern started calling out for the police, yelling out “yellow hat!” as they ran into the building. Smugglypuff eventually threw down Barbara’s phone- smashing it on the floor.


Montag, 10. Oktober 2016

Milena, die Hashtags und die Genderrollen...



Originalvideo

Strömungen sind beispielsweise Intersektionalfeminismus, Differenzfeminismus, Radikalfeminismus, Gleichheitsfeminismus oder auch Spiritueller Feminismus. Nicht die genannten Hashtags. Die Hashtags stehen erst einmal für einzelne Events und die daraus resultierende Haltung.

Alle genannten Hashtags sind nicht geeignet, um eine feministische Aktivät zu legitimieren.
#aufschrei - hätte schon im Keim ersticket werden können, wenn Frau Himmelreich die Eier gehabt hätte, unmittelbar mit Herrn Brüderle darüber zu reden, statt ein Jahr zu warten und dann zu sagen "Nun ja, jetzt passt das Thema zum neuen Gesicht der FDP.". Das ist heuchlerisch.

#ausnahmslos
Inakzeptable Taten. Aber der Fehler war, das sagte ein Gutachter, lag auf Seiten der Polizei. Wie soll der Feminimus so einen Event verhindern?

#teamginalisa 
Falschaussage und Lügen führen eben zu einer Strafe. Was hat das mit Feminismus zu tun?

Milena Glimbovski trägt im Video neben ihren hippen Adiletten das Feminismus-Shirt von H&M. Wie man auf ze.tt bereits über die Hairy Arm Pit-Aktion von H&M lesen konnte, möchte ich auch auf diese eher heuchlerische Haltung von H&M hinweisen - wie Frauen in den Herstellungsländern behandelt werden und hier dann encouraged werden wollen - unter dem Mantel der Gleichberechtigung, Fair Pay, etc. Wenn DAS im Mainstream angekommen ist, dann möchte ich kein Teil davon sein.

Eigentlich hätte das Video ab Minute 3:52 zu Ende sein können. Jedoch möchte sie sich mit dem Feminismus auch vor allem für andere einsetzen. Denn nur weil er für sie keinen Nutzen mehr hat, hieße das nicht, dass es anderen nicht schlecht geht. Grundsätzlich lobenswerte Einstellung, jedoch kann sich in einem Land wie Deutschland auch auf die selben Rechte berufen wie Milena es tun kann. Gleichberechtigung eben.

Genderrollen müssen aufgebrochen werden, denn Männer sollen ja auch Pflegerberufe ergreifen dürfen... Milena, herzlich willkommen im 21. Jahrundert. Männer ergreifen diese Berufe bereits seit langer Zeit. Die ergreifen sie auch ohne feministische Unterstützung und Erlaubnis. Nur, manche Männer wollen das eben nicht und deshalb bleibt das wohl eher ein kleiner Teil in diesen Berufen. Das ist die freie Berufswahl.






Suzie Grime und die Notwendigkeit des Feminismus


Originalvideo



In dieser Video-Analyse gehe ich nur kurz auf einige jeweilige Statements ein, da das Video im gesamten einfach wahnsinnig anstrengend anzusehen war. Pauschalisierungen, Übertreibungen und First World Problems von Millenials.


Suzie Grime
...ist eine junge, 24- (vielleicht auch schon 25-) jährige Hipster-YouTuberin (nennt sich das neuerdings Influencerin?), die ins hippe Berlin gezogen ist, um da was mit Medien zu machen, anzutreffen im klassischen Umfeld.
Kuckt euch ein paar Videos von ihr an, lest etwas... denn über sie möchte ich nur wenige Zeilen verschwenden, ihre Person ist eigentlich nicht der Rede wert. Suzie Grime braucht viel Aufmerksamkeit, widerspricht sich selbst gerne, hatet und kifft gerne. Ich wünschte, ich könnte jemanden auch mal positiv vorstellen.


Luna Darko, 25
...behauptet, Heterosexuelle Männer sehen Frauen nur als Sexobjekt, was ja schon förmlich nach Pauschalisierung schreit. Luna weiß auch, was von Männern erwartet wird, ohne einer zu sein. An dieser Stelle schoß mir auch gleich Suzie's Zitat aus dem "#Männerhass"-Video in den Kopf:
"...und dass Männer manchmal die Fresse halten, bei Lebenserfahrungen, die sie ohne Muschi gar nicht haben können." 

Anouschka Marlene, 22
...wird von der Gesellschaft in eine Rolle gedrängt, wobei ich auch hier wieder fragen muss, WER diese Gesellschaft ist. Ich gehöre zu einer Gesellschaft, erwarte das aber nicht. Hier wird offenbar einfach nur wieder ein Sündenbock für etwas gesucht, das man selbst genauso gut handlen könnte. Behauptet, Männer würden es so tragisch finden, wenn Frauen auch nur 3% der Führungskräfte wären, weswegen eine Frauenquote unabdingbar ist. Wie kommt man auf 3%? bzw. wo findet man diese? Verwechselt sie die 3 mit "jede dritte"? Nun... diese Statistik sagt etwas jedenfalls etwas anderes:


Anouschka wird auch durch Catcalls sexuell belästigt. Ob es sich dabei nur um ein "Hi!" handelt oder explizit sexuelle Anspielungen, das teilt sie uns leider nicht mit, wäre aber hilfreich gewesen. 
Anouschka weiß ebenfalls, was von Männern erwartet wird, das wissen seltsamerweise fast alle weiblichen Darsteller in diesem Video. Abschließend: es wird pauschalisiert ohne Ende, ohne das ausSicht eines Mannes je nachvollziehen zu können. 
Auch hier Suzie's Zitat: 
"...und dass Männer manchmal die Fresse halten, bei Lebenserfahrungen, die sie ohne Muschi gar nicht haben soll."

Marspet, 23
...kauft einen rosa Rucksack und wundert sich über komische Blicke. Youtuber sagen darauf "Es war doch schon immer so... das ist eben so in unserer Kultur!" Daraufhin vergleicht Marspet das "Es es war doch schon immer so..." mit der Sklaverei, die ja keine Berechtigung hat, auch wenn "sie schon immer da war"... Er selbst sagt, dass das ein krasser Vergleicht ist, übersieht aber, dass der Vergleich sogar total daneben war. Sklaverei: Unterdrückung, Ausbeute, Rassismus. Rosa Rucksack: ...ja, muss ich sicher nicht weiter ausführen. Jedenfalls ist es nun mal Fakt, dass sich gewisse Strukturen innerhalb einer Gesellschaft festigen, gewisse Traditionen gepflegt und auch weitergegeben werden, gerade unter Geschlechtern. Aber auch das ist keine Neuheit, dies ist so alt wie die Zivilisation selbst. Marspet kann sich nicht aber damit abfinden.

Andre Teilzeit, 22 (warum erwähne ich das überhaupt noch?)
...es wird einem vorgeschrieben, was man tragen soll (von wem?), welche Farben man mögen soll (von wem?)... welche Aktivität zu deinem Geschlecht passt (who?), es wird eine perfekte konstruierte Welt vorgesetzt, in der man sich einfinden soll, auch wenn man möglicherweise nicht glücklich darin ist. Ok... Andre ist auch nicht sonderlich bekannt dafür, Fakten oder auch nur ansatzweise logische, nicht übertriebene Zusammenhänge zu erklären. Aber es geht weiter: in der Geschichte findet er nur heterosexuelle Männer, die keine Identifikationsfiguren sind. Er vermisst weibliche, nicht weisse und nicht-heterosexuelle Figuren... Mir drängt sich die Frage auf: wie zum Geier kommt auf so eine Fragestellung? Was würde dies im Geschichtslauf unserer Erzählung ändern?
Ich überschlage die Zeitrechnung etwas und versuche, nachzukonstruieren, in wie weit seine Forderung umsetzbar ist:
- Homosexualität, damit nicht heterosexuell: noch nicht all zu lange ist es her, da war Homosexualität sogar strafbar, zu Hitler's Zeiten ebenfalls. Zuvor eine sehr lange Zeit der Ächtung von Homosexualität, meines Wissens meist die Todesstrafe. Hierzu ein Artikel der Zeit. Recherche hätte sicher die ein oder andere Frage beantwortet.
Vergewaltigngsopfer werden laut Herrn Teilzeit generell unter Verdacht gestellt zu lügen. Meines Wissens auch nicht wahr... nach dem letzten Vorfall "Gina Lisa" und "Kachelmann" zeigte sich jedoch wieder, wie viel sich manche mit der Unwahrheit versprechen.

Michael Buchinger, 23 (ebenfalls: eigentlich keine Zeile wert)
...hörte Paris Hilton und hat Gilmore Girls geschaut. Ich höre Madonna, habe O.C. California und Sex & The City komplett durchgeschaut. Woher stammen die Beschimpfungen gegen Herrn Buchinger? Ich habe auch belächelndes oder "respektloses" in diese Richtung vernommen. Na und? Sollte mich das abhalten? Michael hatte weibliche Züge und lange Haare...


Michael hat auch in der Frauenabteilung eingekauft und hat dabei empfunden, dass man anders mit ihm gesprochen hat. Nun, dass er aufgrund seines etwas eigenwilligen Stils angesprochen, belächelt oder beschimpft wird, ist sehr bedauerlich und auch extrem unreif, jedoch hätte er davon ausgehen müssen, dass sein Kaufverhalten und Erscheinen nicht bei allen die selbe tolerante Reaktion hervorruft.
In einem Artikel heißt es: "...das ist umso bemerkenswerter, weil Michaels Fans eher jünger sind als er selbst. 13- bis 18-Jährige machen den größten Teil seiner Fans aus, sagt die Facebook-Statistik. Zwischen 20 bis 30 tut sich am wenigsten und dann geht es erstaunlicherweise wieder bei den über 50-jährigen los.".
Erstere Zielgruppe ist im Allgemeinen nicht sonderlich bekannt dafür, reif zu sein und sich differenziert mit diesen Themen auseinanderzusetzen und zu reflektieren.

Blonde Caviar
"...Frauen lassen sich gerne von Männern inspirieren
Wieso nicht andersrum?" - tun sie.

Lisa Ludwig, 27
Rap ist nun mal eine Männerdomäne. Female Rapper wie Queen Latifah, MC Lyte, Yo Yo, SaltNPepa, Roxanne Shante, Heather B, Blue Rasberry, Mary J. Blidge, Rah Digga, Lauryn Hill... haben bewiesen, dass eine Frau am Mikrofon ernstgenommen wird. All diese Ladies haben gerappt, mehr oder weniger erfolgreich bzw. noch aktiv. Jedoch haben sie sich erfolgreich durchgesetzt und gezeigt, dass Rap keine Frage des Geschlechts ist.
"Frauen müssten erst gebumst werden, damit man ihnen zuhört..." - an Schwachsinn kaum zu überbieten.

Nilam, 27
"Schnelle Autos, Motorräder, Beauty - wie kann das sein?" sagen die Männer zu Nilam. Wie gesagt, ich habe auch "frauentypische" Sendungen gesehen. Selbstverständlich bekommt das auch nicht jede Frau gebacken und stellt erstmal doofe Fragen. So what?

Mirellativegal, 22
Pokemon & Mario Kart sind als Präferenz für ernstzunehmende, sexistische Diskriminierung denkbar schlecht. Sorry. First World.

Riccardo Simonetti 
...wundert sich über die Reaktionen der Leute aufgrund seines, nun ja... eher etwas außergewöhnlichen Styles. Völlig in Ordnung. Aber people react to what they see.



Tali Quindio
"Man muss mehr können als Frau..."
Tali führt ein Beispiel an, in dem sie mit einem Kollegen ein Imagekonzept für ein Kosmetikprojekt erstellen sollte. Sie behauptet dann, man hätte sie systematisch ignoriert, das Konzept des männlichen Kollegen wurde dann genommen. Sie behauptet, es läge einfach schlicht daran, dass sie eine Frau ist. Klar, es liegt daran, dass sie eine Frau ist.War der Kollege vielleicht einfach kompetenter?
Sie führt als Präferenz aus, dass sie Celebrities schminkt, auf Fashion Shows arbeitet, für die Vogue tätig war und bei einem Wettbewerb Finalistin war. Zu jedem Job gehören Niederlagen, ob gegen Mann oder Frau. Das bleibt Männern ebenfalls nicht erspart. Die Geburt übrigens sollte man dem Mann überlassen und Männer würden erwarten, dass man nach der Geburt ganz schnell wieder geil werden muss. Tali kennt mindestens 6 vergewaltigte Frauen. "Shit Happens" sagt sie dazu pseudo-sarkastisch, weil "es war ja ihre Schuld".

Flo
Vorschaubilder, auf denen nackte Brüste und Ärsche sorgen nicht für eine sexistischere Jugend als es schon mit den PC-Spielen gewesen sein soll, 2 Studien haben das widerlegt und ich behaupte einfach mal, dass sie auch gleichzeitig dieses Statement widerlegen könnten. Anita Sarkeesian hat damit schon eine Bauchlandung geschafft.

Rafael 
Menschen sind nun mal sexuelle Wesen und reagieren demnach (unterschiedlich) aufeinander. Das ist weder etwas fundamental Neues noch Abwegiges. Dafür hat man aber wohl auch reine Lady Studios eröffnet. Aber da wird dann wohl eher untereinander Body-geshamed.





Nebenbei entdeckt, ein Statement von Susanne Grime über "sexistische" Youtuber und beweist, wie schon einst der Doktorant feststellte, dass Grime selbst Sexismus par excellence liefert. Aber aus weiblicher Sicht absolut legitim.
Suzie Grime zu Anouschka:
"Ich hab oft bei diesen Heterokommentaren den Eindruck, dass es trotzdem schon sehr gebildete Menschen sind, weil die teilweise etwa sehr sehr wortgewandt sind und du merkst das irgendwie schon so an deren Argumentationskette, dass sie schon echt viel und lange über solche Dinge nachgedacht haben. Nur ist halt die Kette am Ende dann, auch wenn sie eigentlich gut gezogen ist, irgendwie doch verquer am Ende. Wenn am Ende dabei rauskommt, dass da halt ein verdammter Sexist ist, so. Und da wunder ich mich dann manchmal, wie man irgendwie trotzdem so klug irgendwie und wortversiert... "
Anouschka unterbricht:
"Weil gebildet ist ja nicht gleich intelligent..."

Äh... ja.




Mittwoch, 5. Oktober 2016

Gender Pay Gap - Der Mythos






...es bedarf hier eigentlich keiner vielen Worte. Hier ein Auszug des Blogs Alles Evolution


Sehr geehrter Herr Schmidt,
Sie fragen, warum der Gender Pay Gap in den neuen Bundesländern wesentlich kleiner ist (als in den alten Bundesländern). Dazu ist folgendes zu bemerken: bei der von Ihnen übersandten Tabelle handelt es sich um eine Übersicht zum sogenannten unbereinigten Gender Pay Gap (was auch im letzten Absatz auf der Seite, auf der die Tabelle veröffentlicht ist, erwähnt wird). Das bedeutet, dass der durchschnittliche Bruttostundenlohn aller Männer mit dem Pendant aller Frauen verglichen wird, unabhängig von Alter, Ausbildung, vergleichbarer Tätigkeit, usw.. Beim statistisch bereinigten Gender Pay Gap hingegen werden die strukturellen Unterschiede herausgerechnet. Der übrig bleibende unerklärte Rest des Verdienstunterschieds erlaubt Aussagen zur Höhe des Unterschieds im Bruttostundenverdienst von Frauen und Männern mit vergleichbaren Eigenschaften. 2010 lag der bereinigte Gender Pay Gap für Deutschland bei 7 % (zum Vergleich: der unbereinigte Gender Pay Gap betrug 22 %). Zwei Drittel des Verdienstabstandes konnten also mithilfe der berücksichtigten Einflussfaktoren erklärt werden. Im Vergleich zum unbereinigten Gender Pay Gap nähern sich die Werte für Ost- und Westdeutschland beim bereinigten Gender Pay Gap an; das Ergebnis für Westdeutschland sinkt auf knapp 7 %, während sich in den neuen Bundesländer der Gender Pay Gap durch die Bereinigung auf 9 % erhöht. Das bedeutet, dass in Ostdeutschland beschäftigte Frauen verglichen mit Männern in der Summe über Eigenschaften verfügen, die eigentlich einen höheren durchschnittlichen Bruttostundenverdienst als den der Männer rechtfertigen würden. Weiterführende Informationen hierzu finden Sie auf der Homepage des Statistischen Bundesamtes beispielsweise unter https://www.destatis.de/DE/Publikationen/STATmagazin/VerdiensteArbeitskosten/2013_03/2013_03Verdienstunterschiede.html (Frauenverdienste – Männerverdienste: Wie groß ist der Abstand wirklich?, Statistisches Bundesamt, 19.03.2013)

Zusammenfassend kann also gesagt werden, dass beim Vergleich von Arbeitskräften mit gleicher Qualifizierung, gleichem Beruf, gleicher Führungsspanne, gleichem Beschäftigungsumfang usw. der Verdienstunterschied zwischen Männern und Frauen in Ost und West annähernd gleich groß ist mit einer leichten Tendenz, im Osten etwas größer auszufallen.
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Ich hoffe, wir konnten Ihnen damit weiterhelfen.
Mit freundlichen Grüßen
Christiane Stenzel
Referentin Presse- und Informationsamt

Anita Sarkeesian - Oder: "Wieviele Lügen machen meinen Feminismus glaubhafter?"



Nate Talks To You erklärt in diesem Video sehr deutlich, warum man Anita Sarkeesian in ihrer Rolle als Feministin und Gamer-Aktivistin nicht ernstnehmen kann. Lobenswert, weil die Belege gleich mitgeliefert werden. 

Originalvideo



Desweiteren erklärt Thunderf00t sehr nachvollziehbar, wofür Anita's Geld so verpulvert wird, welches sich aus Spenden zusammensetzt. Und ebenfalls, wie Nate, geht Thunderf00t auch auf Anita's eher erfundene Agenda ein und deckt die Lügen von Anita Sarkeesian auf. 

Originalvideo



Anita Sarkeesian's Behauptung, diese Games würden den Sexismus bei Gamern fördern, konnten natürlich nicht belegt werden. Hier zwei Studien, aus welchen hervorgeht, dass Games wie "Hitman" keinen nennenswerten sexistischen Einfluß auf Gamer hat. 






Donnerstag, 29. September 2016

Luna, Barbie und Ken


Originalvideo


Luna ist auf der Suche nach Feminismus und der Antwort, ob  Aussehen ihr mal im Wege stand bzw. welchen Einfluß Barbie auf sie hatte. Dazu schlägt sie die Standard-Definition auf Wikipedia nach, der verlässlichsten Quelle...

"Frauen müssen immer schön sein..." 
Das "müssen" Männer auch. Eine kurze Google-Suche mit den Suchbegriffen "men objectified", die Youtube-Suche nach "Gold Digger"  oder  dieses Social Experiment schafft hier schnell einen neuen Wissensstand. Vielleicht liegt es auch eher daran, dass Männer (von Frauen) tendenziell meist nach ihrem Status bewertet werden und Frauen eher nach ihrem Aussehen.
Nichts muss man. Es gibt meines Wissens keine konkrete Anweisung, einem Ideal zu entsprechen. Viel mehr interpretiert man das, was man sieht als Aufforderung.

"Wenn ich sehe, wie Mädchen auf Youtube diese Mauern hochziehen wollen, die wir versuchen, seit den 60ern einzureissen. Diese Mädels machen dann Videos über mädchentypische Themen... und prügeln das den kleinen Mädchen in deren Köpfe." 
Mädchen dürfen Videos drehen, worüber sie auch immer Lust haben, auch wenn es nicht allen gefällt. Das tut sie auch und erwartet das selbe von anderen. Vielleicht Doppelstandard? Sie retweetet jedenfalls fleißig und gerne Beauty-Posts von @mrsbellala, mit ganz typischen Mädchenthemen. Seit den 60ern werden überhaupt keine Mauern eingerissen, erst recht nicht von ihr, wenn Luna von "wir" spricht. Diese Spielzeuge haben seit den 60ern über die 80er bis heute Einzug in die Kinderzimmer gefunden und geschlechtertypische Auswirkungen. Bis auf ein paar Barbie- und Rosa-Ü-Eier-Gegner hat sich da bisher auch nichts geändert und es steht ihr auch nicht zu, darüber zu urteilen. Zwischendurch dringen schon gute Ansätze hervor, jedoch überwiegen anmaßende, bevormundene Ratschläge das Video, ebenso in "Was mögen Jungs". 

"Ein Produkt unserer Umwelt..." 
Richtig, eigentlich nichts neues und auch völlig normal.

"Man kann mir einfach nicht erzählen, dass das nicht irgendwas in den Köpfen von kleinen Mädchen verursacht." 
Es gibt da dieses bekannte Bild, das den Vergleich von Barbie und He-Man sehr gut verdeutlicht.


He-Man (und She-Ra) war in den 80ern DAS Spielzeug unter Jungs und ganz wenigen Mädels. Ich kenne keinen Jungen, der sich ernsthaft darüber Gedanken gemacht hat, so wie He-Man auszusehen oder dies ggf. durch Training zu bewerkstelligen und sich totzutrainieren. In erster Linie ist es wichtig, sich von dieser Spielzeugwelt zu distanzieren, zu differenzieren, wer man selbst ist und sein kann und was man möglicherweise in das Spielzeug hineininterpretiert. Das fehlt der Jugend heutzutage. Wer sich davon nicht distanzieren kann und Spielzeuge/Computerspiele dafür verantwortlich macht, hat wohl eher Probleme in der Erziehung bzw. mit der Fähigkeit zu reflektieren, als dass das Spielzeug Schuld daran hat. Ebenso haben Studien schon lange mehrfach belegt, dass es keinen Zusammenhang zwischen Sexismus und Spielzeugen/Computerspielen gibt (Artikel "Anita Sarkeesian", unten).

"Märchen machen was mit den Köpfen... das ist einfach so!" 
Anita Sarkeesian hatte beispielsweise schon mehrfach versucht, Computerspielen Sexismus zu unterstellen. Wenn das "einfach so ist", wären Belege dafür sehr gern gesehen. Denn wie einst behauptet, konnte kein Zusammenhang von Sexismus und Videospielen hergestellt werden, Anita Sarkeesian und einige andere Feministen hatten das mehrfach - vergeblich - behauptet. Taddl und Ardy können über das "Gamergate" sicher einiges sagen. Und letztlich wurde das die Harmlosigkeit dessen auch sehr schön in einem Video der Factual Feminists erklärt.


"Du musst schön aussehen, weil schöne Menschen erfolgreich sind. Finde einen Mann, der dich rettet und beschützt..." 
Das ist ihre Interpretation von Märchen. Diese Märchen exisitieren bereits teilweise viele Jahrzehnte oder schon Jahrhunderte. Jetzt möchte man dem ganzen einen ganz fiesen Stempel geben, der unsere Jugend zu Sexisten macht? Nicht, dass es dafür auch nur irgendwelche Belege gäbe...

"Erster Boyfriend... wurde mir vermittelt, dass ich für ihn weiblich sein soll."
Von wem wurde ihr das vermittelt? Von ihm? Anderen? Leider wurde auch hier versäumt, Licht ins Dunkle zu bringen.

"Orgasmus vortäuschen... Bedürfnisse der Frauen im Hintergrund... Pornos Mann im Vordergrund"
Ein weiterer, nicht gern genannter Grund, warum Frauen einen Orgasmus vortäuschen ist, möglicherweise der Grund in diesem Artikel über Orgasmusprobleme.
In einem Porno, in fast allen Fällen von Männern produziert, werden nun mal, auf den Markt zugeschnitten, die Vorlieben der Kunden befriedigt und das setzt in fast allen Streifen die Frau als "Sexobejekt" voraus. Wie an allen anderen Stellen: Angebot - Nachfrage bzw. umgekehrt. Wer Frauen nicht als solches sehen möchte, sollte sich schlichtweg keine ansehen. Es gibt bereits feministische Pornos, die auf die Bedürfnisse der Frauen eingehen - ergo: wer eine Veränderung wünscht, muss auch dafür sorgen. Meist dient ein Porno lediglich als Wichsvorlage oder als Anheizer. Wenn Luna hier also einen tieferen Sinn entdecken möchte, würde ich mich um ein Update freuen. Aber den Zusammenhang zwischen Pornos per se und Orgasmen vortäuschen suche ich nach wie vor vergeblich.

"Erfolgreich angesehen wegen seinem Partner, weil an der Seite von..." 
In welchen Bereichen trifft das zu? Auch das wird an dieser Stelle leider nicht ausreichend erläutert, was das Nachvollziehen erschwert. Ich vermute ja eher einen ungünstigen Freundeskreis.

"Wir müssen diese Geschlechterrollen einreissen..."  
Wir müssen gar nichts einreissen. Es steht uns überhaupt nicht zu, anderen vorzuschreiben, wann sie weniger oder mehr Mann oder Frau zu sein haben oder wie weiblich oder männlich wir unsere Kinder erziehen. Jeder darf und soll das selbst entscheiden. Wer damit glücklich ist, wie ein Mann "Mann" ist und eine Frau "Frau", soll auch damit glücklich sein, unabhängig, wie andere das finden. Leben und leben lassen, das sagte sie selbst in einem Video vor etwa 4 Monaten.
Wenn der Markt Wundertüten oder Ü-Eier für Mädchen herstellt und diese erfolgreich verkauft, soll der Markt sie auch weiterverkaufen. Der Konsument kann jederzeit frei entscheiden. Welches legitime Argument gibt es denn, dies zu unterbinden? Bisher konnte dies keiner ausreichend begründen. Schade.

In den dann folgenden Sätzen bestätigt Luna letztendlich selbst, dass es in ihrer Hand liegt. Sie kann alles erreichen und machen, was sie möchte. Aber dazu hat es dann fast 18 Minuten gebraucht. Wie man es oft beobachten kann, verschreiben sich auffällig viele irgendwo-Mitte-20iger-Hipster-privilegierten-Kids einer Agenda, die sie nicht hinterfragen, nicht in Frage stellen oder generell wohl kaum Fragen stellen. Dazu gehört das nachplappern von Standard-Phrasen, das "kreative" Ausleben auf Instagram und auf Twitter. Mit Fakten (Fakten sind bei Feministen ohnehin gar nicht so gern gesehen) konfrontiert, sehen sich diese dann meist nur noch mehr in ihrer Sache bestätigt.

Sonntag, 11. September 2016

Brüderle - Reloaded



Einen alten Eintrag über Rainer Brüderle habe ich gelöscht, da ich die Debatte für sinnlos hielt und der Fall eh meist nur medial Beachtung fand, keiner sprach darüber - was mir zeigte, dass es eigentlich nicht relevant war.
"Eigentlich" deshalb, weil der Fall gut zeigte, wie Scheindebatten geführt werden. Und das wiederholt sich heute in den Feminismusdebatten wieder und wieder.

Rainer Brüderle hat Laura Himmelreich in einem privaten Gespräch auf ihre Fähigkeit, ein Dirndl auszufüllen, hingewiesen. Dies war erstmal ein Jahr lang kein Thema, sie trafen sich weiterhin zu Gesprächen. Hätte sie sich ernsthaft vom Dirndl-Kompliment belästigt gefühlt, hätte sie das doch eigentlich gleich ansprechen sollen/müssen. Hat sie aber nicht. Zudem ist es fraglich, ob das dann der Definition der Machtgefälle entspricht. Anyway, das hätte gleich geklärt werden können. Erfunden wurde ein Hashtag, wofür es dann auch gleich eine Auszeichnung dazu gab.
Nach besagtem Jahr, wurde Himmelreich per Twitter gefragt, warum man so lange damit gewartet hat:



Also ging es gar nicht um einen sexistischen Kommentar, sondern nur um das "neue Gesicht der FDP"? Sie polarisiert eben (gerne), das sagt ihr aktueller Chef Tom Littlewood (VICE ist bekannt dafür) über Himmelreich. 
Bei Markus Lanz antwortete Andreas Petzold auf die Frage, warum Stern in diesem Fall mit Doppelmoral berichtet. Der Stern berichtet ja sehr gerne auch mit sexualisiertem Cover - sex sells. Markus Lanz sprach Andreas Petzold darauf an, warum es so viele Cover mit nackten Menschen gibt. Andreas Petzold weichte jedoch ständig aus... siehe: 



Ein Google-Klick offenbart dann unter anderem das hier:


Aber noch nicht genug der fragwürdigen Berichterstattung unter Herrn Petzold. Bei Markus Lanz entschuldigte sich Petzold dann auch, dass der Titel des Online-Artikel "Der spitze Kandidat" etwas zu übertrieben war. Dies hätte man aber, wie gesagt, geändert. Ein aktueller Blick auf Stern-Online verrät folgendes:


...richtig: nichts ist passiert. 


Dabei hat Frau Himmelreich schon zuvor über Ilse Aigner berichtet und den Artikel wie folgt betitelt:



Aktuell ist Himmelreich Chefredakteurin bei besagter VICE. 

Freitag, 9. September 2016

Würde das ein Mann machen, dann...





...würde man das Mansplaining nennen. 

Das geschilderte Gesprächsverhalten ist eine Methode, im höflichen Diskurs Macht auszuüben – die gleiche Macht, mit der auch im unhöflichen Diskurs und durch Akte körperlicher Einschüchterung und Gewalt Frauen zum Schweigen gebracht, ausgelöscht, vernichtet werden – als Gleichwertige, als Partizipierende, als Menschen mit Rechten und viel zu oft schlicht als Lebende.“
– Rebecca Solnit


In diesem Video unterbrechen die Damen Milo Yiannopoulos mehrmals. 



Was ich aber sehr viel interessanter fand, war eine Stelle in der Wikipedia-Definition des Wortes "Mansplaining": 

Sie selbst habe Vorbehalte gegen das Wort und verwende es kaum, weil es ihrer Meinung nach nahelege, dass es sich um ein generelles „männliches Fehlverhalten handle, wo doch in Wirklichkeit nur manche Männer so handelten. Solnit ist durchaus „der Ansicht, dass auch Frauen anderen manchmal auf herablassende Weise Dinge erklären, nicht zuletzt Männern.“ Doch sage dies „nichts über das Machtgefälle..."

In den meisten Fällen, ob Mann oder Frau, ist es einfach respektlos und unhöflich, andere zu unterbrechen oder Dinge zu schildern, als wäre das Gegenüber schwer von Begriff (auch wenn das manchmal wahr ist oder es den Anschein erweckt). Punkt.

Edit (13.09.2016):
Hier ein Video über die Sendung von "Hart aber fair", in der Feministin und Aufschreierin Anne Wizorek sich ebenfalls dieser Technik bedient. Der YouTuber zählt ganze 22 Unterbrechungen seitens Wizorek (mehr dazu im Video).


Dienstag, 6. September 2016

Viola ist jetzt Intersectional Feministin






"Ich bin Feministin."

2:15 "Ich bin Intersectional Feministin..." 
Intersectional Feminism gibt es nicht erst seit 1989 (Kimberly Crenshaw), sondern gab es schon 100 Jahre zuvor, hier ist 1851 die afroamerikanische Frauenrechtlerin Sojourner Truth zu nennen. Nach wie vor ist der Feminismus eine Agenda für Frauen, nicht für Männer. Und auch der Intersectional Feminism ist nicht Männer-inkludierend. Das Problem im Intersectional Feminism ist offensichtlich und auch selbsterklärend:
Wenn ein -ismus seinen Dienst getan hat, schafft er sich nicht selbst ab. Stattdessen wird er einfach umdefiniert und um weitere Bereiche erweitert. Deshalb auch die Dritte Welle des Feminismus. Jetzt werden Hautfarben, körperliche Einschränkungen, Alter und weitere Kategorien miteinbezogen. Eine wild zusammengeschusterte Agenda, in der jeder macht, was er will. Die eine Feministin will Feminismus nur für Frauen, die andere möchte Feminismus auch für Männer. Aber ganz nebenbei: es ist unmöglich, sich aller Probleme unterschiedlicher Herkunft angemessen anzunehmen. Denn wer kann von sich behaupten, sich so gut mit Rassismus, Beschneidung der Frau, häuslicher Gewalt, Diskriminierung aufgrund körperlicher Einschränkung oder Armut auszukennen? Du? Ich unterstelle dir das von Feministen oft zitierte White Privilege, welches dir erlaubt, weit weg von diesen Problemen zu leben.
Denn "To speak for the oppressed, you have to be oppressed!"  

3:02 Naher Osten, kleine Mädchen
Richtig, im Nahen und Mittleren Osten und umliegenden Ländern gibt es die Zwangsheirat mit Minderjährigen. Das muss sich ändern. Aber Todesfolge? Leider konnte ich nichts darüber googlen. Quelle? Belege? Bis dahin bleibt es eine Behauptung...
Aber was konkret tust du für die Befreiung der Frauen im Nahen Osten oder weltweit?

3:23 Überraschungsei
Ganz einfach: weil es eine Nachfrage gibt. Bevor so ein Produkt auf den Markt kommt, wird es getestet. Verlaufen die Studien positiv für die Hersteller, werden sie eben auf den Markt gebracht. Eigentlich ziemlich simple. Angebot - Nachfrage.
Richtig, weil dieser "Überall-Feminismus" sucht und findet letztendlich in allen Bereichen etwas Anstößiges, deswegen ist er überall.

3:46 ...in anderen Ländern viel schlimmere Korruption
Erstens steht Korruption in keinem Verhältnis zu Feminismus und dessen selbstgemachte Probleme. Korruption stellt meines Erachtens ein sehr viel ernsteres Problem in unserer Welt dar.
Zweitens ist das Whataboutism, was du betreibst: "Aber die anderen Ländern..." 

4:24 Wieso fühlen sich Männer angegriffen?
Weil diese zusammengebastelte Idee, die sich Feminismus nennt, einfach nervt. Es wird von Unterdrückung, Unterbezahlung oder nicht vorhandener Gleichberechtigung gesprochen, jedoch fehlt es an allen Ecken und Enden an logischen und nachvollziehbaren Belegen. Stattdessen gestehen sich Frauen eine oftmals vorhandene Überprivilegierung nicht ein, sondern fordern noch mehr Rechte (welche sie ohnehin schon haben).

4:35 Feminismus ist einfach sinnvoll?
Nun ja, wie gesagt... eben nicht.

5:00 "Geschlechterrollen machen null Sinn..."
Bedenke, dass du ohne diese Geschlechterrollen nicht auf Welt wärst.

5:15 "Vor ein paar Hundert Jahren haben Männer Gewänder getragen..." 
Wann genau? "Vor ein paar" kann 200 Jahre oder 500 Jahre bedeuten. Aber soll das jetzt etwa gut sein? Zu dieser Zeit gab es weitaus weniger Frauenrechte. Trotz Gewänder. Du verwechselst Modetrends/Schönheitsideale mit gesellschaftlichen Strukturen.
Richtig, Feminismus ist ein Konstrukt. Und ja, das, was du sagst, macht überhaupt keinen Sinn.

5:38 Bis jeder Mensch gleich behandelt wird...
Diskriminierungen finden immer statt. Es wird bspw. weiter unterdrückt, solange der Eine mehr hat oder kann als der Andere. Funktioniert ja auch schon seit dem es uns gibt. Und du denkst ernsthaft, dass dein "Intersectional Feminism" das Problem lösen wird? Na dann, viel Erfolg.

6:09 Ein Poll auf Twitter sagt erstmal gar nichts aus.

6:23 Humanist VS Feminist
Hallelujah, ich weiss ehrlich gesagt nicht, was bis jetzt eigentlich dein größter Schnitzer ist. Aber der hier ist echt mega schlecht. Humanismus ist nicht das selbe wie Feminismus!

6:35 Die erste Bewegung, die sich so weit verbreitet hat? Das halte ich stark für ein Gerücht. Der Humanismus war z.B. früher da als der Feminismus.

7:42 Es heißt AUSEINANDERZUSETZEN!

8:20 Kommentare sind unterdrückend? Ein Kommentar unterdrückt nicht.

8:36 Bevormunde die Leute nicht, deine sinnlose Agenda zu recherchieren. Du hingegen könntest dich mit neutralen und authentischen Fakten auseinandersetzen. Das WWW ist voll davon.

9:07 "...mit ein paar Klicks mehr rausbekommen, als ich sagen kann." - Richtig, ich würde überall sonst mehr Sinn und Logik finden als in deinem Video. Und auf das nächste Video bin ich schon mega gespannt.

9:27 Sich selbst zensieren? Man zensiert sich nicht selbst. Man WIRD zensiert.



Hier eine kleine Nachhilfestunde: 



Warum "keine Ismen"?



Ferris Bueller sagte in "Ferris macht blau" treffend (siehe Head-Banner): 
"Ismen sind meiner Meinung nach nicht gut. Ein Mensch sollte nicht an einen Ismus glauben, er sollte an sich selbst glauben."

Desweiteren erklärte Prof. Ulrich Kutschera in einem Radiointerview: 
"Sogenannte Ismen, wie Feminismus, Marxismus, Stalinismus, Nationalsozialismus, Katholizismus, usw. sind Ideologien oder Weltanschauungen, die nicht aus soliden, überprüfbaren Naturbeobachtungen ableitbar sind. Es ist ein Gedankenkonstrukt, das in den allermeisten Fällen den empirischen Fakten widersprechen! Hier wird nicht ergebnisoffen oder neutral geforscht." 


Talisa, Christina und das Body Shaming





Originalvideo




Body shaming is defined as inappropriate negative statements and attitutes toward another person's weight or size. It can also reach into the discrimination against individuals who may be overweight. (Quelle: www.bodyshaming.org)

bzw. 

„Lookism ist die Annahme, dass das Aussehen ein Indikator für den Wert einer Person ist. Sie bezieht sich auf die gesellschaftliche Konstruktion einer Schönheits- oder Attraktivitätsnorm und die Unterdrückung durch Stereotypen und Verallgemeinerungen über Menschen, die diesen Normen entsprechen und über diejenigen, die ihnen nicht entsprechen.“ 
(Quelle: Wikipedia)




"H&M-Plakaten zeigt immer nur einen bestimmten Typen, die vorgegebenen Maßen entsprechen..."
In diesem Video, wie auch in den Katalogen, zeigt H&M unterschiedliche Menschen und auch empfinde ich die Darsteller nicht als sonderlich über-modelig, sondern eigentlich eher normal, vielleicht trifft es "urban, hip" ganz gut. Aber nicht wie das Standard-Model, wenn man das so überhaupt sagen kann. 




"...perfekte Instagram-Bodies"
Instagram ist in erster Linie ein Fotoalbum. Eine Selbstdarstellungsplattform. Es gibt die einen, die ihr Privatleben darstellen - das, was so täglich passiert. Und dann gibt es die, die das, was sie da posten, inszenieren, eine inszenierte Realität. Wer das nicht auseinanderhalten kann, möchte das meines Erachtens vielleicht auch nicht oder kann das nicht.  

"Ich trau mich nicht mehr zu zeigen, weil ich nicht ausseh, wie ein Instagram-Model... ...und denken, jeder muss so aussehen - dann haben wir wirklich ein Problem!" 
Richtig, das ist ein Problem. Aber das haben dann nicht "wir", sondern das ist das Problem des einzelnen. 

"Es ist tatsächlich bewiesen, dass wenn man eine Zeitschrift aufschlägt und man sieht irgendwie 10 Sekunden nur diese Models, dann fühlt man sich automatisch schlecht. Also ich weiss jetzt nicht, wo ich das gelesen hab, in der 'Psychologie Heute' oder so... ich kanns jetzt nicht mehr 100% belegen, aber es ist einfach eine Tatsache..." 
Leider hat Christina es versäumt, hierzu auch eine Quelle für ihre Behauptung mitzuliefern. Ich konnte auch leider kein auch nur ähnliches Ergebnis ergooglen. Insofern bleibt es bei einer Behauptung, nicht bei einer Tatsache. 

"Frauen wird vorgegeben, wie man auszusehen hat, welchen Körper man zu haben hat, was man anzuziehen hat, um geliebt zu werden..."  
Von wem wird das vorgegeben? Gibt es dazu Artikel, Grafiken, Statistiken oder Zitate? Siehe unten "Pistole". 

"Auf der einen Seite findet man Diäten und auf der nächsten Seite dann "Liebe dich selbst"-Artikel, das ist eine Doppelmoral..." 
Das ist keine Doppelmoral. Es gibt unterschiedliche Interessen unter Lesern/Leserinnen. Nicht alle interessieren sich für Diäten und nicht alle "Liebe dich selbst"-Artikel gleich. In keiner Zeile steht dort: "Du MUSST dich verändern!"  

"Weil die Leute Kohle damit scheffeln..." 
Selbstverständlich wird Kohle gescheffelt. Jedes Magazin eines Verlages wie Burda oder Condé Nast handelt wirtschaftlich, hier sollen Magazine verkauft werden. Und ja, Magazine bewerben Produkte, um das Magazin zu finanzieren, ebenso aber auch, um Umsatz zu generieren - ist aber Grundlage und somit nichts neues. Den Verlagen jedoch zu unterstellen, sie würden die Lesern/Leserinnen gezielt so verunsichern, um entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um extrem viel "Kohle zu scheffeln", ist auch hier erstmal nur Behauptung. Gibt es dafür Belege? Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass dies nicht der Fall ist, ich habe als Grafiker in einem Verlag gearbeitet. 

"...ich möchte nicht sagen: 'Ich hatte halt Follower... statt ne Message!'." 
Manche Instagram-User posten gezielt, um Follower zu erreichen. Das ist deren Ziel und völlig legitim. Mir persönlich ist eine Follower-Zahl egal, ich wünsche mir lieber Follower, die die selbe Leidenschaft teilen oder sich schlicht von den Fotos unterhalten lassen.  

"Schönheit ist vergänglich."
Richtig. Aber das hindert manche eben nicht, genau diese Zeit, in der sich die Schönheit noch in ihrer Blütezeit befindet, auszukosten. Jeder betreibt dies auf eigene Weise. Finde ich auch völlig legitim. Für die Konsequenzen ist schließlich jeder selbst verantwortlich. 

"Altern wird komplett tabuisiert." 
Wird es überhaupt nicht. Ich fand ziemlich schnell diesen lesenswerten, kurzen, Artikel, welcher zeigt, dass dies vielleicht nicht so rege thematisiert wird, jedoch nicht tabuisiert wird. Mich würde aber der Altersdurchschnitt eurer Zuschauer interessieren, den kann man leider nicht herauslesen. Dies hätte man gut einfügen können, um diese Aussage zu stützen. Ich stelle mir vor, dass eure Zuschauer noch so jung sind, dass das Thema Alter noch eher in den hinteren Rängen steht ("Demografie" unter Analytics-Funktion). Bei Zuschauern über 25 ist es schon eher nachzuvollziehen, dass vor allem Frauen, Bedenken vor der großen 30 haben. Ebenso kenne ich aber auch Frauen, die das überhaupt nicht tangiert. 

"...glaubt einfach an euch." 
Gerade Menschen, die Probleme mit ihrem Selbstwertgefühl haben, werden größere Schwierigkeiten haben, "einfach an sich zu glauben" und wie unten erwähnt wird, herrschen unter viele Jugendlichen in der Pubertät und jungen Heranwachsenden solche Selbstwertstörungen. Ich befand mich in einer Beziehung mit einer Frau, die unter Essstörungen litt (/leidet). Hier habe ich diese Störungen aus erster Hand erlebt. 

"...wenn mehr Frauen, die was zu sagen haben, die Message vor ihr Äußeres stellen... Nicht wie die, die einfach diese Fake Message in den zentralen Punkt rücken.". 
Dürfen Instagrammer nun leben und damit posten, wie und was sie wollen oder nicht (Talisa: "Leben und leben lassen!")? Vielleicht haben diese Leute keine explizite Message, sondern einfach nur ein extrem gesteigertes Mitteilungs- und Aufmerksamkeitsbedürfnis? Mich persönlich nerven wahnsinnig viele Instagrammer, aber sollte mich das in irgendeinerweise tangieren? Nö.

"Ihr müsst euch denken: "Nein, ich fühle mich nicht schlecht, weil ich nicht aussehe wie... Ich bin ein schöner Mensch, der es wert ist geliebt zu werden." - ein sehr weit verbreiteter Trugschluss. Die Leute MÜSSEN das denken? Und ist das dann super easy? Zudem liegt Schönheit ja bekanntlich immer im Auge des Betrachters. Den Leuten zu suggerieren, alle Menschen, egal welche Figur sie hätten, wären schön ist schlichtweg nur eine subjektive Aussage. Keine faktische. Und ob ein Mensch es wert ist geliebt zu werden, entscheidet letztendlich der Liebende. 


Schönheitsideale 
Die Meinungen darüber mögen auseinandergehen, dennoch finden sich in jeder Epoche vorherrschende Schönheitsideale.

Das alte Ägypten – Das Streben nach Vollkommenheit

Das alte Griechenland – Das athletische Männerbild

Die Römer – Badehäuser als Wellness-Tempel

Das Mittelalter – Verbannung des menschlichen Körpers in die Welt des Bösen

Von der Klassik bis zum Barock – Der Körper als Gegenstand der Macht

Das 19.Jahrhundert – Pragmatismus der Körperlichkeit

Das 20.Jahrhundert – Der Beginn der modernen Schönheitsideale

In all diesen Epochen haben sich Menschen den jeweiligen Idealen dementsprechend optimiert. 


Wie die Grafik zeigt, fühlen sich Männer von ihren medialen Vorbildern weniger eingeschüchtert als Frauen dies tun. Doch auch auf Männer haben die Medien einen großen Einfluss.

Selbstwert 
"Kinder und Jugendliche in der Pubertät sind selten stark und selbstbewusst, sondern in der Regel durch viele Faktoren und Fragen, wie z.B."Wie will ich sein?" verunsichert. Somit sind sie ein leichtes Opfer für die Bilder, die in den Medien erzeugt werden und noch mehr für die (zu kaufenden) Lösungen und Strategien, die gleich mit angeboten werden. Die Kosmetik-, Mode,- Diät,- und Fitnessindustrie zielen immer stärker auf eine jugendliche Zielgruppe. In den USA gibt es schon Fitnesskurse mit 10-jährigen Anleiter/innen mit Sixpack für eine gleichaltrige Zielgruppe."
(Quelle: http://www.dick-und-duenn-berlin.de/index.php?id=138)

"Ein 'Chor von Stimmen' beeinflusst unser Identitätsgefühl, sagt der Sozialpsychologe Kenneth Gergen. Wie es scheint, ist dieser Chor für Frauen noch vielstimmiger als für Männer. Die Folge: Frausein ist heute schwieriger als Mannsein.
Wie entsteht Identität? Diese Frage ist in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts aufgekommen und wurde vom Soziologen David Riesman beantwortet. Er geht davon aus, dass Identität in verschiedenen Zeiten ganz unterschiedlich konstituiert wird: In Zeiten traditioneller Gebundenheit in verschiedenen Institutionen verinnerlicht der Einzelne die Gesetze und Verhaltensweisen, die ihm vorgeschrieben sind. Sie werden zu ehernen Bestandteilen seiner Person.
In Zeiten, in denen sich die Rollenvorgaben auflösen, gibt es diese festen Formen nicht mehr: Allzu viel wechselt und ist den Moden..."
(Quelle: http://www.psychologie-heute.de/archiv/2003/102003/?type=27072012)

Ist es also nicht ratsamer, junge Menschen dahingehend ernsthaft im Selbstwertgefühl zu stärken? Explizit hier: die Eltern. Ich persönlich habe das Gefühl, dass Eltern zunehmend keinen oder kaum Bezug zur Jugendkultur ihrer Kinder haben. Oft bekomme ich mit, wie Eltern schulterzuckend sagen, sie würden die Dinge, für die sich ihr Kind interessiert, nicht verstehen - sei es Musik, Kleidung, soziales Verhalten oder zwischenmenschliche Beziehungen. Meines Erachtens ist dieser Bezug jedoch notwendig, um entsprechend einzuwirken, wenn man eigene Werte vermitteln möchte. 


Ursachen und Zusammenhänge  
"Kinder und Jugendliche in der Pubertät sind selten stark und selbstbewusst, sondern in der Regel durch viele Faktoren und Fragen, wie z.B."Wie will ich sein?" verunsichert. Somit sind sie ein leichtes Opfer für die Bilder, die in den medien erzeugt werden und noch mehr für die (zu kaufenden) Lösungen und Strategien, die gleich mit angeboten werden. Die Kosmetik-, Mode,- Diät,- und Fitnessindustrie zielen immer stärker auf eine jugendliche Zielgruppe. In den USA gibt es schon Fitnesskurse mit 10-jährigen Anleiterinnen mit Sixpack für eine gleichaltirge Zielgruppe."
(Quelle: http://www.dick-und-duenn-berlin.de/index.php?id=138)

Ein „Chor von Stimmen“ beeinflusst unser Identitätsgefühl, sagt der Sozialpsychologe Kenneth Gergen. Wie es scheint, ist dieser Chor für Frauen noch vielstimmiger als für Männer. Die Folge: Frausein ist heute schwieriger als Mannsein.
Wie entsteht Identität? Diese Frage ist in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts aufgekommen und wurde vom Soziologen David Riesman beantwortet. Er geht davon aus, dass Identität in verschiedenen Zeiten ganz unterschiedlich konstituiert wird: In Zeiten traditioneller Gebundenheit in verschiedenen Institutionen verinnerlicht der Einzelne die Gesetze und Verhaltensweisen, die ihm vorgeschrieben sind. Sie werden zu ehernen Bestandteilen seiner Person.
In Zeiten, in denen sich die Rollenvorgaben auflösen, gibt es diese festen Formen nicht mehr: Allzu viel wechselt und ist den Moden...
(Quelle: http://www.psychologie-heute.de/archiv/2003/102003/?type=27072012)


Zusammenfassend 
Nur Fragen gestellt, aber keine Arbeiten, Theorien oder Studien präsentiert, sondern nur eigene Annahmen und Sichtweisen. 

Wenn jemand denkt, man sehe nicht so wie auf den Plakaten oder Instagram-Bildern aus, dann ist man selbst das Problem und nicht die Werbung oder die Instagram-Models. Wer sich von Idealen anderer Leute nicht distanzieren kann, sollte sich selbst mal unter die Lupe nehmen. Die Lösung ist immer man selbst. Natürlich ist es leicht, andere für das eigene Handeln oder auch Versagen verantwortlich zu machen. Keiner hält dir die Pistole an die Brust und sagt "Kauf dies! Hunger dich runter! Mach andere fertig!", das ist Eigenantrieb. Einflüsse hin oder her. Richtig, wie Christina sagte: "Aber die Frage ist halt immer: Wie gehe ich damit um?" - und das ist meines Erachtens der wichtigste Punkt in diesem Video. 

In 18 Minuten streicht sich Talisa 20mal durchs Haar. Sie sagt selbst, dass sie dies unterbewusst tut - und man könnte das selbstverständlich als Banalität abtun - aber es zeigt schon auch den Widerspruch (Talisa's zitiertes Paradoxum) in dem, was sie selbst predigt. 

Es wurden vielmehr nur Fragen gestellt, keine Antworten gegeben. Man hätte idealerweise wissenschaftliche Arbeiten oder Studien präsentieren können, stattdessen wurden nur eigene Annahmen und Sichtweisen vorgetragen. Beide sagen von sich, verstanden zu haben, wie die Gesellschaft funktioniert (wobei ich das als gewagt finde), dann ist es bedauerlich, dass man dies nicht umsetzt. 

Nun, da ihr ja zwei Videos geplant hattet, hoffe ich für die Zuschauer, dass dieses dann besser vorbereitet wird. 
Lobenswert, dass ihr euch der Sache annimmt, vor allem, wenn man sehr viele Beauty-Videos dreht, jedoch sollte dann auch der Anspruch herrschen, sich dem Thema angemessen anzunehmen. Der Kern der Sache ist meines Erachtens nicht so komplex, als dass man das Thema nicht verständlich ausarbeiten kann. "Ich hoffe, wir haben hiermit soweit die wichtigsten Fragen abgedeckt."? Um welche Fragen hätte es sich denn konkret gehandelt? 



"Und was lernen wir daraus? Die Vorstellung von idealer Schönheit wird es wohl immer geben und sicher wird sie sich im Laufe der Zeit auch immer wieder verändern. Grundsätzlich ist es auch in Ordnung, diesen Idealen bis zu einem gewissen Punkt nachzueifern. Der Einzelne sollte dabei jedoch immer bedenken, dass es sich um unerreichbare Konstrukte handelt, deren Anziehungskraft auf eben diese Unerreichbarkeit zurückzuführen ist." (Quelle: www.wissen.de)